Nach dem bitteren WM-Aus gegen Paraguay zieht Manuel Neuer endgültig einen Schlussstrich unter seine Karriere in der Nationalmannschaft. Der Weltmeister von 2014 verabschiedet sich nach 128 Länderspielen vom DFB-Team.
Nach dem dramatischen WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Paraguay hat Manuel Neuer seinen endgültigen Abschied aus dem DFB-Team bestätigt. Der 40 Jahre alte Torhüter erklärte nach dem verlorenen Sechzehntelfinale im Elfmeterschießen, dass die Partie sein letztes Länderspiel gewesen sei.
Auf die entsprechende Frage antwortete Neuer in der ARD knapp mit „Ja“. Damit endet die außergewöhnliche Nationalmannschaftskarriere des Weltmeisters von 2014 endgültig. Bereits nach der Europameisterschaft 2024 hatte Neuer seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt, für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko war er jedoch noch einmal zurückgekehrt. Oliver Baumann, der Deutschland durch die Qualifikation geführt hatte, musste dafür wieder die Rolle des Ersatztorhüters übernehmen.
Mit dem Spiel gegen Paraguay absolvierte Neuer sein 128. Länderspiel. Damit belegt der langjährige Stammtorhüter Rang fünf der ewigen Bestenliste des Deutschen Fußball-Bundes. Vor ihm liegen lediglich Lothar Matthäus mit 150 Einsätzen, Miroslav Klose mit 137, Thomas Müller mit 131 sowie Lukas Podolski mit 130 Länderspielen.
Ob weitere erfahrene Nationalspieler ihre DFB-Karriere nach dem enttäuschenden WM-Aus beenden werden, ist derzeit noch offen. Einer der wichtigsten Führungsspieler, Kapitän Joshua Kimmich, schloss einen Rücktritt jedoch unmittelbar nach dem Ausscheiden aus. „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde, ist: aufgeben“, sagte der 31-Jährige.
Mit Neuers Abschied verliert die Nationalmannschaft einen ihrer prägendsten Spieler der vergangenen anderthalb Jahrzehnte. Der Torhüter war maßgeblich am Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 beteiligt und prägte mit seinem modernen Torwartspiel eine ganze Generation.
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OZD-Kommentar – Das Ende einer außergewöhnlichen Ära
Mit Manuel Neuer verabschiedet sich einer der größten Torhüter der Fußballgeschichte endgültig aus der Nationalmannschaft. Sein Abschied fällt zwar mit einer sportlichen Enttäuschung zusammen, schmälert aber keineswegs seine Verdienste. Über viele Jahre war Neuer weit mehr als nur ein herausragender Schlussmann.
– Er revolutionierte die Rolle des Torwarts mit seinem offensiven Spielstil.
– Über viele Jahre war er Führungsspieler und Identifikationsfigur der Nationalmannschaft.
– Sein Karriereende markiert das endgültige Ende der Weltmeistergeneration von 2014.
Für den DFB beginnt damit endgültig eine neue Zeitrechnung. Die Nachfolger verfügen über großes Potenzial, müssen sich jedoch erst auf höchstem internationalen Niveau beweisen. Der Verlust an Erfahrung und Ausstrahlung wird kurzfristig kaum vollständig zu ersetzen sein.
Historischer Hintergrund
Manuel Neuer debütierte 2009 für die deutsche Nationalmannschaft und entwickelte sich schnell zur unumstrittenen Nummer eins. Mit Deutschland gewann er 2014 in Brasilien den WM-Titel und wurde als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet. Sein Spiel außerhalb des Strafraums machte den Begriff des „mitspielenden Torwarts“ weltweit populär. Nach seinem zwischenzeitlichen Rücktritt nach der EM 2024 kehrte er für die Weltmeisterschaft noch einmal zurück und beendet seine DFB-Laufbahn nun endgültig.
Zukunftsprognose
Mit dem Abschied Neuers wird der Konkurrenzkampf um die Nummer eins endgültig eröffnet. Oliver Baumann, Marc-André ter Stegen sowie weitere jüngere Torhüter dürften künftig um den Stammplatz kämpfen. Gleichzeitig beginnt für die Nationalmannschaft nach dem enttäuschenden WM-Aus ein umfassender personeller Umbruch, der bis zur EM 2028 abgeschlossen sein soll.
OZD-Analyse
1. Neuer hinterlässt ein großes Erbe.
– Sein moderner Spielstil hat den internationalen Fußball nachhaltig beeinflusst.
– Seine Erfahrung und Führungsqualität waren über viele Jahre unverzichtbar.
2. Der Zeitpunkt des Abschieds ist symbolträchtig.
– Das WM-Aus beendet gleichzeitig die letzte große Bühne seiner Nationalmannschaftskarriere.
– Damit schließt sich endgültig das Kapitel der Weltmeistergeneration von 2014.
3. Der DFB steht vor einer wichtigen Entscheidung.
– Die Torhüterposition muss langfristig neu besetzt werden.
– Gleichzeitig muss eine neue Führungsstruktur innerhalb der Mannschaft entstehen.
Wer ist Manuel Neuer?
Manuel Neuer zählt zu den erfolgreichsten Torhütern der Fußballgeschichte. Der gebürtige Gelsenkirchener begann seine Profikarriere beim FC Schalke 04 und wechselte 2011 zum FC Bayern München. Mit Bayern gewann er zahlreiche deutsche Meisterschaften sowie mehrere Champions-League-Titel. 2014 führte er Deutschland als Stammtorhüter zum WM-Titel in Brasilien und wurde als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet. Sein offensiver Spielstil revolutionierte die Interpretation der Torwartposition weltweit.
Was ist der Deutsche Fußball-Bund (DFB)?
Der Deutsche Fußball-Bund ist der größte nationale Fußballverband der Welt und organisiert den Amateur- und Profifußball in Deutschland. Er ist verantwortlich für die Männer-, Frauen- und Nachwuchs-Nationalmannschaften sowie zahlreiche nationale Wettbewerbe. Nach mehreren enttäuschenden Turnieren befindet sich der Verband derzeit in einer umfassenden sportlichen Neuorientierung.
Drei Lesermeinungen
„Manuel Neuer bleibt für mich der beste Torwart aller Zeiten. Sein Abschied hinterlässt eine riesige Lücke.“
„Auch wenn das Ende bitter ist – seine Karriere im DFB-Trikot war außergewöhnlich und verdient größten Respekt.“
„Jetzt beginnt eine neue Ära. Hoffentlich nutzt der DFB die Chance für einen echten Neuanfang.“
Gewinnspiel
Frage: Wie viele Länderspiele absolvierte Manuel Neuer zum Ende seiner Nationalmannschaftskarriere?
A) 118
B) 123
C) 128
D) 131
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