Zum Inhalt springen
OZD.news - News und Nachrichten zum Nachschlagen
QR-Code zu www.online-zeitung-deutschland.de

Elfmeter-Held Kobel! Schweiz fordert jetzt Messi und Argentinien

Die Schweiz gewinnt den Elfmeter-Krimi gegen Kolumbien und zieht ins WM-Viertelfinale ein. Nun wartet Titelverteidiger Argentinien um Lionel Messi.

Übersicht 

Schweiz gewinnt 4:3 im Elfmeterschießen.

Gregor Kobel pariert entscheidenden Strafstoß.

Ruben Vargas erzielt den Siegtreffer.

Viertelfinale gegen Argentinien.

Johan Manzambi fehlte verletzt.



Die Schweizer Nationalmannschaft hat ihren Traum von der erfolgreichsten Weltmeisterschaft ihrer Geschichte am Leben gehalten. In einem hochintensiven Achtelfinale setzte sich die Mannschaft von Trainer Murat Yakin in Vancouver nach torlosen 120 Minuten mit 4:3 im Elfmeterschießen gegen Kolumbien durch und steht damit im Viertelfinale der WM in Nordamerika.

Dort wartet nun die wohl größte Herausforderung des Turniers: Titelverteidiger Argentinien mit Superstar Lionel Messi. Das Duell findet am Sonntag in Kansas City statt.

Zum Matchwinner wurde Torhüter Gregor Kobel. Der Schlussmann parierte im Elfmeterschießen den Versuch von Cucho Hernández und ebnete damit den Weg für den entscheidenden Treffer von Ruben Vargas.

Bereits während der Verlängerung hatte Kobel mehrfach seine Klasse bewiesen. Gleichzeitig benötigte die Schweiz auch das nötige Glück, als Jhon Lucumí in der 99. Minute nur die Latte traf. Kurz vor Schluss vergab zudem Jaminton Campaz eine weitere große Chance für Kolumbien.

Die Eidgenossen dürfen sich damit über den größten WM-Erfolg seit Jahrzehnten freuen. Zwar erreichte die Schweiz bereits 1954 im eigenen Land sowie 1934 und 1938 das Viertelfinale, doch damals galten andere Turnierformate. Erstmals musste sich die Nati über mehrere K.-o.-Runden unter den besten acht Mannschaften der Welt behaupten.

Vor dem Anpfiff hatte Trainer Murat Yakin eine Hiobsbotschaft verkraften müssen. Jungstar Johan Manzambi fehlte wegen einer Knieprellung. Der 20-Jährige vom SC Freiburg war bislang einer der herausragenden Akteure des Turniers und wurde durch Ardon Jashari ersetzt.

Dennoch reiste Manzambi gemeinsam mit der Mannschaft an und sorgte bereits beim Aussteigen aus dem Mannschaftsbus für Aufmerksamkeit: Er trug einen goldenen WM-Pokal aus Lego in den Händen.

Im nahezu vollständig gelb gefärbten BC Place Stadium bestimmten die lautstarken kolumbianischen Fans die Atmosphäre. Zehntausende Anhänger hatten zuvor an einem Fanmarsch durch Vancouver teilgenommen. Die Schweizer ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken.

Auf dem Platz entwickelte sich von Beginn an ein intensives und körperbetontes Spiel mit zahlreichen Zweikämpfen und Unterbrechungen. Klare Torchancen blieben zunächst Mangelware. Fabian Rieder und Dan Ndoye sorgten zwar für Gefahr, doch die Kreativität und Unberechenbarkeit des verletzten Manzambi fehlte der Offensive spürbar.

Auch nach der Pause blieb die Partie ausgeglichen. Murat Yakin reagierte früh und brachte Djibril Sow ins Spiel, der das Tor nur knapp verfehlte. Da keine Mannschaft den entscheidenden Treffer erzielte, musste das Elfmeterschießen über den Viertelfinaleinzug entscheiden.

Dort behielten die Schweizer schließlich die Nerven und dürfen nun vom ganz großen Coup gegen Weltmeister Argentinien träumen.

OZD/AFP


OZD-Kommentar – Jetzt beginnt das eigentliche Abenteuer

Die Schweiz hat erneut bewiesen, dass sie auf der größten Fußballbühne der Welt bestehen kann. Nicht spektakulärer Offensivfußball, sondern Disziplin, Teamgeist und ein überragender Gregor Kobel haben den Viertelfinaleinzug ermöglicht.

Gegen Argentinien wird allerdings eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein. Messi und seine Mitspieler bestrafen nahezu jeden Fehler. Gleichzeitig zeigt gerade dieses Turnier, dass Außenseiter immer wieder Geschichte schreiben können. Die Nati hat sich ihre Chance auf eine Sensation verdient.


Historischer Hintergrund

Die Schweiz gehört seit vielen Jahren zu den konstantesten Nationalmannschaften Europas. Während sie sich regelmäßig für große Turniere qualifiziert, blieb der ganz große internationale Durchbruch bislang aus. Die bisherigen Viertelfinalteilnahmen bei Weltmeisterschaften stammen aus den Jahren 1934, 1938 und 1954. Nun bietet sich der Generation um Trainer Murat Yakin erstmals die Chance, diese historische Bilanz deutlich zu übertreffen.


Zukunftsprognose

Das Viertelfinale gegen Argentinien wird zur größten Bewährungsprobe dieser Schweizer Generation. Gelingt erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung und kann Gregor Kobel seine starke Form bestätigen, ist auch gegen den Titelverteidiger eine Überraschung nicht ausgeschlossen. Argentinien geht zwar als Favorit in die Partie, doch die Schweiz hat bereits mehrfach bewiesen, dass sie große Nationen vor enorme Probleme stellen kann.


Gewinnspiel

Frage: Wer verwandelte den entscheidenden Elfmeter für die Schweiz?

A) Fabian Rieder

B) Dan Ndoye

C) Djibril Sow

D) Ruben Vargas

Gewinnspiel:
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen


OZD-Analyse

Starke Defensivleistung

– Die Schweiz überzeugte erneut durch Disziplin und eine kompakte Mannschaftsleistung.

Schlüssel zum Erfolg

– a) Überragender Gregor Kobel

– b) Nervenstärke im Elfmeterschießen

– c) Geschlossene Defensivarbeit gegen Kolumbiens Offensive

Folgen

– Mit dem Viertelfinaleinzug schreibt die Schweiz Fußballgeschichte und erhält nun die Chance auf eine der größten Sensationen ihrer WM-Geschichte gegen Argentinien.



Erklärungen

Wer ist Gregor Kobel?

Gregor Kobel gehört zu den besten Torhütern Europas und ist Stammtorhüter der Schweizer Nationalmannschaft. Mit seinen Paraden im Elfmeterschießen wurde er zum entscheidenden Spieler des Achtelfinals gegen Kolumbien.

Wer ist Johan Manzambi?

Johan Manzambi ist ein 20 Jahre alter Offensivspieler des SC Freiburg und zählt zu den größten Talenten des Schweizer Fußballs. Bei dieser Weltmeisterschaft überzeugte er bislang mit starken Leistungen, musste gegen Kolumbien jedoch wegen einer Knieprellung pausieren.

OZD-Extras

Mit dem Viertelfinaleinzug erreicht die Schweiz erstmals in der modernen WM-Ära die Runde der letzten acht nach mehreren K.-o.-Spielen. Die früheren Viertelfinals wurden unter völlig anderen Turnierformaten erreicht.


Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.