Titelverteidiger Argentinien bleibt bei der Fußball-Weltmeisterschaft auf Erfolgskurs. Auch mit einer stark veränderten Mannschaft setzte sich die "Albiceleste" im letzten Gruppenspiel gegen WM-Debütant Jordanien mit 3:1 (2:0) durch. Lionel Messi erhielt erstmals seit 20 Jahren bei einer Weltmeisterschaft eine Pause, kam erst nach einer Stunde ins Spiel und krönte seinen Kurzeinsatz mit einem sehenswerten Freistoßtor.
Bereits vor dem Anpfiff stand fest, dass Argentinien die Gruppe J als Sieger abschließen würde. Nationaltrainer Lionel Scaloni nutzte die Gelegenheit daher für eine umfangreiche Rotation und veränderte seine Startelf im Vergleich zum Sieg gegen Österreich auf gleich neun Positionen. Neben Exequiel Palacios erhielt auch Giovani Lo Celso die Chance, sich zu beweisen.
Die B-Elf des Weltmeisters kontrollierte das Spiel von Beginn an mit viel Ballbesitz. Zunächst fehlte jedoch die Durchschlagskraft gegen die kompakte Defensive Jordaniens. Erst ein sehenswerter Freistoß von Lo Celso in der 19. Minute brachte die Erlösung. Von der Ersatzbank aus verfolgte Messi den Treffer mit einem zufriedenen Lächeln.
Argentinien blieb überlegen und erhöhte nach einem VAR-Eingriff. Marcos Senesi wurde nach einem Lattentreffer von Lautaro Martínez im Strafraum mit dem Fuß im Gesicht getroffen. Schiedsrichter Istvan Kovacs entschied auf Elfmeter, den Martínez sicher zum 2:0 verwandelte.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Jordanien mehr Mut. Musa Al-Taamari verkürzte in der 55. Minute auf 1:2 und sorgte damit für großen Jubel bei den jordanischen Fans sowie König Abdullah II. bin al-Hussein auf der Tribüne.
In der 60. Minute war es schließlich so weit: Lionel Messi betrat unter lautstarkem Applaus den Rasen. Sofort übernahm der Superstar die Kontrolle über das Offensivspiel. Ein erster Freistoß verfehlte noch sein Ziel, doch beim zweiten Versuch schlug der Ball unhaltbar im Netz ein. Es war bereits Messis 19. Treffer bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. Auch seine Ehefrau Antonela Roccuzzo feierte den Treffer auf der Tribüne.
Für Argentinien war es zugleich der 50. WM-Sieg der Verbandsgeschichte. Nur Brasilien und Deutschland konnten bei Weltmeisterschaften bislang mehr Spiele gewinnen.
"Wir haben eine sehr gute Gruppenphase gespielt. Wir hätten sie gerne ohne Gegentor abgeschlossen. Aber gut. Jetzt beginnt das Wichtigste. Ab jetzt müssen wir an das nächste Kapitel und Kap Verde denken. Das wird ein sehr harter Gegner", sagte Torschütze Giovani Lo Celso.
Im Sechzehntelfinale wartet nun Überraschungsteam Kap Verde. Der WM-Neuling trifft damit auf den Titelverteidiger und größten Favoriten des Turniers.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Auch auf der Bank bleibt Messi der Unterschied
Argentinien demonstriert eindrucksvoll seine enorme Qualität. Selbst mit einer B-Elf kontrollierte der Titelverteidiger das Spiel nahezu nach Belieben. Und sobald Lionel Messi den Platz betrat, veränderte sich die Dynamik sofort. Seine Präsenz, seine Ruhe und seine Präzision entscheiden Spiele weiterhin innerhalb weniger Minuten. Genau das macht Argentinien zum wohl gefährlichsten Titelkandidaten dieser Weltmeisterschaft.
Historischer Hintergrund
Argentinien zählt mit drei Weltmeistertiteln zu den erfolgreichsten Fußballnationen der Welt. Nach dem Titelgewinn bei der vergangenen Weltmeisterschaft strebt die Mannschaft von Lionel Scaloni die erfolgreiche Titelverteidigung an. Lionel Messi gehört mit inzwischen 19 WM-Toren zu den erfolgreichsten Torschützen der Turniergeschichte und prägt den argentinischen Fußball seit fast zwei Jahrzehnten.
Zukunftsprognose
Mit Kap Verde wartet nun ein Außenseiter, der bereits mehrere Favoriten überrascht hat. Argentinien geht dennoch als klarer Favorit in das Sechzehntelfinale. Sollte Messi seine starke Form konservieren, gehört die Albiceleste weiterhin zu den heißesten Anwärtern auf den WM-Titel.
Gewinnspiel
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A) Spanien
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Mini-Infobox
Argentinien gewinnt 3:1 gegen Jordanien.
Messi trifft nach Einwechslung per Freistoß.
WM-Tor für den Superstar.
WM-Sieg der Albiceleste.
Im Sechzehntelfinale wartet Kap Verde.
OZD-Analyse
Messi als Matchwinner
– Der Kapitän entschied das Spiel trotz kurzer Einsatzzeit mit seinem Freistoßtor.
Starke Teamleistung
– a) Umfangreiche Rotation funktionierte.
– b) Argentinien dominierte Ballbesitz und Spielkontrolle.
– c) Auch die zweite Reihe überzeugte.
Folgen
– Argentinien geht mit viel Selbstvertrauen in die K.o.-Phase. Die Kombination aus großer Kaderbreite und einem überragenden Lionel Messi macht den Titelverteidiger zu einem der größten Favoriten auf den WM-Triumph.
Erklärungen
Wer ist Lionel Messi?
Lionel Messi ist argentinischer Fußballprofi und Kapitän der Nationalmannschaft. Der mehrfache Weltfußballer gewann zahlreiche Titel auf Vereins- und Nationalmannschaftsebene und zählt zu den erfolgreichsten Spielern der Fußballgeschichte.
Was ist die Albiceleste?
"Albiceleste" bedeutet übersetzt "weiß-himmelblau" und ist der traditionelle Spitzname der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft. Er bezieht sich auf die Farben der Nationalflagge und des Trikots.
OZD-Extras
Mit seinem 19. WM-Tor baut Lionel Messi seine außergewöhnliche Bilanz bei Weltmeisterschaften weiter aus. Gleichzeitig feierte Argentinien den 50. Sieg seiner WM-Geschichte – eine Marke, die weltweit bislang nur Brasilien und Deutschland übertreffen.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.