Fakten im Überblick
Deutschland verliert gegen Spanien mit 60:65.
Marie Gülich feiert nach Kreuzbandriss ihr Comeback.
Alexis Peterson und Luisa Geiselsöder erzielen jeweils 13 Punkte.
Zahlreiche WNBA-Spielerinnen fehlen noch im Kader.
Die Heim-WM beginnt Anfang September in Berlin.
Die deutschen Basketballerinnen haben im ersten offiziellen Testspiel auf dem Weg zur Heim-Weltmeisterschaft eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Vor heimischem Publikum in Ludwigsburg unterlag die Mannschaft dem amtierenden Vize-Europameister Spanien mit 60:65 und zeigte dabei über weite Strecken eine konkurrenzfähige Leistung.
Im Mittelpunkt stand das lang erwartete Comeback von Kapitänin Marie Gülich. Rund ein Jahr nach ihrem Kreuzbandriss kehrte die erfahrene Centerspielerin direkt in die Startformation zurück und erzielte sieben Punkte. Nach der Halbzeit wurde sie wie geplant geschont, um kein Risiko einzugehen.
"Wir sind froh, dass Marie wieder da ist, das ist wichtig für die Teamchemie. Sie ist eine wichtige Anführerin", sagte Aufbauspielerin Alexis Peterson bei MagentaTV.
Sportlich begann die Partie vielversprechend. Deutschland kontrollierte große Teile der ersten Halbzeit und führte zwischenzeitlich mit 25:21. Kurz vor der Pause gelang Spanien jedoch die Wende zum 29:27-Halbzeitstand.
Auch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung. Die deutsche Mannschaft hielt das Spiel lange offen, musste sich dem europäischen Spitzenteam am Ende jedoch knapp geschlagen geben.
Beste Werferinnen auf deutscher Seite waren Alexis Peterson und Luisa Geiselsöder mit jeweils 13 Punkten. Besonders Geiselsöder profitiert davon, dass sie als eine der wenigen deutschen WNBA-Spielerinnen bereits die komplette Vorbereitung absolvieren kann.
Die Niederlage besitzt ohnehin nur begrenzte Aussagekraft. Zahlreiche Leistungsträgerinnen fehlen derzeit noch, weil die nordamerikanische WNBA-Saison noch läuft. Erst kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft werden Satou Sabally, Leonie Fiebich, Nyara Sabally und Frieda Bühner zum Team stoßen. Auch Bundestrainer Olaf Lange befindet sich derzeit noch in Nordamerika.
Für die deutsche Auswahl bleiben bis zum WM-Auftakt weitere Möglichkeiten, sich einzuspielen. Am 23. August wartet in Göttingen Ungarn als nächster Testgegner, ehe wenige Tage später in Köln die Generalprobe gegen die Türkei folgt.
Bei der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin startet Deutschland am 4. September ausgerechnet gegen Spanien in das Turnier. Anschließend trifft das Team in der Gruppenphase noch auf Japan und Mali.
Die Erwartungen sind hoch. Nach dem Viertelfinaleinzug bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris und Platz fünf bei der Europameisterschaft peilt die deutsche Auswahl nun bei der Heim-WM erstmals eine Medaille an.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Das Ergebnis ist zweitrangig
Die knappe Niederlage gegen Spanien sollte niemanden beunruhigen. Viel wichtiger als das Resultat ist die Erkenntnis, dass Deutschland bereits jetzt mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft auf Augenhöhe mit einem europäischen Spitzenteam mithalten kann. Wenn die WNBA-Profis rechtzeitig zurückkehren und Marie Gülich wieder vollständig fit wird, besitzt das DBB-Team durchaus das Potenzial, bei der Heim-WM um die Medaillen mitzuspielen.
Historischer Hintergrund
Der deutsche Frauenbasketball erlebt seit einigen Jahren einen deutlichen Aufschwung. Mit der erfolgreichen Nachwuchsarbeit und der steigenden Zahl deutscher Spielerinnen in der WNBA gehört Deutschland inzwischen zur erweiterten europäischen Spitze. Die Heim-Weltmeisterschaft in Berlin gilt als bislang größtes Turnier der Verbandsgeschichte.
Zukunftsprognose
Mit der Rückkehr der WNBA-Spielerinnen dürfte die Qualität des deutschen Teams nochmals deutlich steigen. Entscheidend wird sein, wie schnell sich die internationalen Leistungsträgerinnen in das eingespielte Mannschaftsgefüge integrieren. Gelingt dies, erscheint das erklärte Ziel einer WM-Medaille realistisch.
Gewinnspiel
Frage: Gegen welches Team bestritten die deutschen Basketballerinnen ihren ersten offiziellen WM-Test?
A) Frankreich
B) Spanien
C) Italien
D) Türkei
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Mini-Infobox
Deutschland verliert 60:65 gegen Spanien.
Marie Gülich feiert erfolgreiches Comeback.
Peterson und Geiselsöder erzielen jeweils 13 Punkte.
WNBA-Stars stoßen erst kurz vor der WM dazu.
WM-Auftakt am 4. September gegen Spanien.
OZD-Analyse
1. Positives Comeback
– Marie Gülich kehrt nach langer Verletzungspause erfolgreich zurück und stärkt die Mannschaft sportlich wie emotional.
2. Sportliche Erkenntnisse
– a) Deutschland spielt lange auf Augenhöhe.
– b) Die Defensive funktioniert bereits solide.
– c) Die fehlenden WNBA-Spielerinnen begrenzen derzeit die Möglichkeiten.
3. Folgen
– Die knappe Niederlage liefert wertvolle Erkenntnisse für die weitere Vorbereitung und macht Hoffnung auf einen erfolgreichen WM-Auftritt vor heimischem Publikum.
Erklärungen
Wer ist Marie Gülich?
Marie Gülich gehört seit Jahren zu den Führungsspielerinnen der deutschen Basketball-Nationalmannschaft. Die Center-Spielerin bringt internationale Erfahrung mit und gilt als wichtige Stütze unter den Körben.
Warum fehlen viele deutsche Spielerinnen?
Die nordamerikanische WNBA befindet sich noch im Spielbetrieb. Erst nach einer Ligapause können zahlreiche deutsche Nationalspielerinnen zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft nach Deutschland reisen.
OZD-Extras
Die Heim-Weltmeisterschaft könnte dem Frauenbasketball in Deutschland einen ähnlichen Popularitätsschub verleihen wie andere internationale Heimturniere. Steigende Zuschauerzahlen, höhere TV-Reichweiten und wachsende Sponsoring-Einnahmen würden langfristig auch den nationalen Ligen zugutekommen.
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.