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Alles oder nichts gegen die USA – Der WM-Traum der Danas wackelt

Nach der 2:3-Niederlage gegen Argentinien stehen Deutschlands Hockey-Frauen bei der WM unter Zugzwang. Gegen die USA zählt nur ein Sieg.

Fakten im Überblick

Deutschland verliert bei der Hockey-WM mit 2:3 gegen Argentinien.

Ein umstrittener Siebenmeter sorgt für heftige Diskussionen.

Die Danas gleichen zwischenzeitlich einen Zwei-Tore-Rückstand aus.

Gegen die USA ist ein Sieg nun entscheidend für die Ausgangslage in der Zwischenrunde.


Die deutschen Hockey-Frauen haben bei der Weltmeisterschaft in Belgien und den Niederlanden einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Im belgischen Wavre unterlag die Mannschaft von Bundestrainerin Janneke Schopman den Vizeweltmeisterinnen aus Argentinien mit 2:3 und gerät damit vor dem letzten Gruppenspiel unter erheblichen Druck. Die Chancen auf eine optimale Ausgangsposition für die Zwischenrunde haben sich durch die Niederlage deutlich verschlechtert.

Argentinien erwischte den besseren Start und ging bereits in der dritten Minute durch Eugenia Trinchinetti nach einer Strafecke in Führung. Deutschland arbeitete sich im Verlauf der Begegnung zunehmend ins Spiel und setzte den Südamerikanerinnen immer stärker zu. Dennoch gelang Argentinien in der Schlussphase zunächst der vermeintlich vorentscheidende Treffer. Sofia Toccalino verwandelte einen umstrittenen Siebenmeter zum 2:0, nachdem die Schiedsrichterin trotz Videobeweis auf Foul von Linnea Weidemann gegen Zoe Diaz entschieden hatte.

Bundestrainerin Janneke Schopman zeigte sich nach dem Spiel deutlich unzufrieden mit mehreren Entscheidungen der Unparteiischen. "Wir hatten nicht das Glück mit den Schiedsrichtern heute. Es waren viele 50:50-Bälle und keiner davon ist zu unseren Gunsten ausgegangen", sagte sie bei MagentaTV. Besonders den Strafstoß kritisierte sie scharf: "Da ist vielleicht eine Berührung, aber es ist nicht mit Absicht. Wir verteidigen den Ball, nicht die Spielerin."

Die Danas bewiesen danach Moral. Lisa Nolte verkürzte in der 51. Minute, nur zwei Minuten später erzielte Sonja Zimmermann den umjubelten Ausgleich. Doch die Freude währte nur kurz. Augustina Gorzelany traf nach einer weiteren Strafecke zum entscheidenden 3:2 für Argentinien und besiegelte die deutsche Niederlage.

Die Bilanz gegen Argentinien bleibt damit aus deutscher Sicht ernüchternd. Nur zwei der vergangenen sieben Begegnungen konnte das DHB-Team gewinnen. Besonders schmerzhaft bleibt vielen Spielerinnen zudem das verlorene olympische Viertelfinale 2024, als Argentinien sich im Penaltyschießen durchsetzte.

Nun richtet sich der Fokus auf das letzte Gruppenspiel gegen die USA. Mit einem Erfolg will sich die deutsche Mannschaft eine gute Ausgangslage für die Zwischenrunde sichern und den Traum von der ersten WM-Medaille seit 1998 am Leben halten.

Am Abend stehen auch die deutschen Männer im Fokus. Das Team von Bundestrainer André Henning trifft auf Gastgeber und Mitfavorit Belgien.

OZD/AFP


OZD-Kommentar – Jetzt zeigt sich der Charakter der Danas

Die Niederlage gegen Argentinien schmerzt, doch sie muss nicht das Ende der deutschen Medaillenhoffnungen bedeuten. Entscheidend wird sein, wie die Mannschaft auf diesen Rückschlag reagiert. Die Danas haben mit ihrer Aufholjagd gezeigt, dass sie spielerisch mit den besten Teams der Welt mithalten können. Gleichzeitig macht die Partie deutlich, wie klein die Unterschiede auf höchstem Niveau sind – und wie stark einzelne Schiedsrichterentscheidungen den Spielverlauf beeinflussen können.

Gegen die USA braucht Deutschland nun Konzentration, Konsequenz und Nervenstärke. Gelingt der Sieg, lebt der Traum von Edelmetall weiter. Misslingt er, droht ein frühes Ende aller Medaillenambitionen.

Historischer Hintergrund

Argentinien zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Nationen im internationalen Frauenhockey. Die "Leonas" gewannen mehrfach Weltmeisterschafts- und Olympiamedaillen und gehörten auch bei der WM 2022 mit dem Gewinn der Silbermedaille zu den stärksten Teams. Deutschland wartet dagegen seit dem WM-Titel 1976 und der bislang letzten WM-Medaille 1998 auf einen erneuten großen Erfolg. Auch bei den Olympischen Spielen entwickelte sich Argentinien zuletzt mehrfach zum Angstgegner der deutschen Auswahl.

Zukunftsprognose

Das Gruppenspiel gegen die USA wird für Deutschland richtungsweisend. Ein Sieg würde die Chancen auf eine erfolgreiche Zwischenrunde deutlich erhöhen. Langfristig zeigt die Entwicklung, dass der internationale Frauenhockey-Sport immer ausgeglichener wird. Nationen wie Argentinien, die Niederlande, Belgien und Deutschland bewegen sich auf höchstem Niveau, sodass oft Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden.


Gewinnspiel

Frage: Gegen welches Team verloren die deutschen Hockey-Frauen bei der WM mit 2:3?

A) Niederlande

B) Belgien

C) Argentinien

D) Australien

https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen


Mini-Infobox

Ergebnis: Deutschland – Argentinien 2:3.

Spielort: Wavre, Belgien.

Nächstes Spiel: Deutschland gegen USA.

Ziel: Erste WM-Medaille seit 1998.


OZD-Analyse

Spielverlauf

– Deutschland geriet früh in Rückstand, kämpfte sich jedoch eindrucksvoll zurück.

Schlüsselmomente

– a) Frühes Gegentor nach Strafecke.

– b) Umstrittener Siebenmeter nach Videobeweis.

– c) Später Siegtreffer Argentiniens nach einer weiteren Strafecke.

Folgen

– Deutschland steht im letzten Gruppenspiel unter Zugzwang. Ein Erfolg gegen die USA ist entscheidend für die Ausgangslage in der Zwischenrunde und den weiteren WM-Verlauf.


Erklärungen

Was sind die Danas?

Die "Danas" sind der Spitzname der deutschen Frauen-Hockeynationalmannschaft. Das Team gehört seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Hockey-Nationen Europas und gewann unter anderem olympisches Gold 2004 sowie zahlreiche Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften.

Was ist eine Strafecke?

Die Strafecke ist eine der wichtigsten Standardsituationen im Hockey. Sie wird nach bestimmten Regelverstößen innerhalb des Schusskreises oder im Verteidigungsviertel verhängt und führt häufig zu Torchancen, da speziell einstudierte Varianten gespielt werden.


OZD-Extras

Die Hockey-Weltmeisterschaft besitzt zwar keine direkten Auswirkungen auf die Börsen, erfolgreiche internationale Turniere stärken jedoch regelmäßig die öffentliche Wahrnehmung des Sports. Davon können Sponsoren, Sportartikelhersteller und Veranstalter durch steigende Aufmerksamkeit und höhere Vermarktung profitieren.

Spielverlauf 

 3. 0:1 Trinchinetti

48. 0:2 Toccalino (7 m) 

51. 1:2 Nolte 

53. 2:2 Zimmermann

56. 2:3 Gorzelany

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.