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Showdown in Spanien: Roglic verkürzt den Rückstand – jetzt warten die brutalen Berge

Stefan Küng gewinnt das letzte Zeitfahren der Vuelta souverän. Primoz Roglic nutzt den Tag perfekt und bringt den Kampf um das Rote Trikot zurück.

Fakten im Überblick

Stefan Küng gewinnt das 18. Vuelta-Teilstück im Einzelzeitfahren.

Primoz Roglic übernimmt Rang zwei der Gesamtwertung und verkürzt den Rückstand auf Enric Mas.

Vor dem Finale stehen noch zwei schwere Bergetappen bis Granada an.


Stefan Küng hat bei der Spanien-Rundfahrt seine Spezialdisziplin eindrucksvoll ausgespielt. Der Schweizer Zeitfahrspezialist gewann die 18. Etappe der Vuelta a España über die flachen 32 Kilometer von El Puerto de Santa Maria nach Jerez de la Frontera und bescherte seinem Team Tudor Pro Cycling den zweiten Etappensieg dieser Rundfahrt.

Der 32-Jährige setzte sich mit einer starken Vorstellung gegen den Briten Callum Thornley vom deutschen Team Red Bull-Bora-hansgrohe durch, der lediglich drei Sekunden Rückstand hatte. Rang drei belegte der Portugiese Joao Almeida vom UAE Team Emirates-XRG mit neun Sekunden Rückstand.

Während Küng den Tagessieg feierte, richteten sich die größten Blicke auf den Kampf um das Rote Trikot. Der spanische Gesamtführende Enric Mas hatte auf dem flachen Kurs erwartungsgemäß Mühe, seinen Vorsprung vollständig zu verteidigen. Zeitfahr-Spezialist Primoz Roglic nutzte die Gelegenheit konsequent aus, verkürzte seinen Rückstand deutlich und schob sich zugleich am Österreicher Felix Gall vorbei auf den zweiten Platz der Gesamtwertung.

Mas führt die Gesamtwertung nun weiterhin an, sein Vorsprung auf Roglic beträgt allerdings nur noch 1:37 Minuten. Felix Gall liegt bereits 3:01 Minuten zurück und benötigt in den verbleibenden Bergetappen eine außergewöhnliche Leistung, um noch einmal ernsthaft in den Kampf um den Gesamtsieg eingreifen zu können.

Auch aus deutscher Sicht gab es Grund zur Freude. Für Tudor Pro Cycling war es bereits der zweite Etappenerfolg dieser Vuelta, nachdem der Augsburger Marco Brenner wenige Tage zuvor bereits triumphiert hatte. Emanuel Buchmann bleibt als bester Deutscher im Gesamtklassement auf Rang 28.

Die Entscheidung über den Gesamtsieg fällt nun in den Bergen Andalusiens. Bereits am Freitag wartet mit der 210 Kilometer langen Etappe von Vélez-Málaga nach Penas Blancas eine der härtesten Prüfungen der Rundfahrt. Insgesamt müssen die Fahrer rund 3.800 Höhenmeter bewältigen. Vor dem Finale in Granada dürfte insbesondere Roglic alles daran setzen, Mas weiter unter Druck zu setzen.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Jetzt beginnt die eigentliche Vuelta

Das Zeitfahren hat die Rundfahrt noch einmal komplett geöffnet. Roglic hat genau das getan, was von einem dreifachen Vuelta-Sieger erwartet wird: Er nutzte seine Stärke gegen die Uhr und bringt den Spitzenreiter nun in den Hochgebirgen unter enormen Druck. Für Enric Mas beginnt jetzt die schwerste Phase der Rundfahrt. Die letzten beiden Bergetappen werden nicht nur über Sekunden, sondern über Mut, Taktik und Teamstärke entscheiden. Genau solche offenen Duelle machen die Faszination der Grand Tours aus.

Historischer Hintergrund

Die Vuelta a España gehört neben der Tour de France und dem Giro d'Italia zu den drei großen Landesrundfahrten des Radsports. Besonders die letzten Bergetappen in Andalusien und der Sierra Nevada sorgten in den vergangenen Jahren immer wieder für spektakuläre Wendungen im Gesamtklassement. Primoz Roglic zählt mit mehreren Gesamtsiegen zu den erfolgreichsten Fahrern der Vuelta-Geschichte.

Zukunftsprognose

Die verbleibenden Bergetappen versprechen einen offenen Schlagabtausch zwischen Enric Mas und Primoz Roglic. Aufgrund seiner Erfahrung und seiner starken Mannschaft Red Bull-Bora-hansgrohe besitzt Roglic gute Chancen, das Rote Trikot noch zu übernehmen. Für den spanischen Radsport wäre ein Gesamtsieg von Mas hingegen ein bedeutender Erfolg vor heimischem Publikum. Wirtschaftliche Auswirkungen sind gering, allerdings profitieren Sponsoren, Teams und Austragungsorte regelmäßig von der weltweiten TV-Präsenz der Vuelta.

Erklärungen

Wer ist Stefan Küng?

Stefan Küng ist ein Schweizer Profi-Radrennfahrer und zählt seit Jahren zu den besten Zeitfahrern der Welt. Der Spezialist gewann zahlreiche nationale Titel sowie Etappen bei großen Rundfahrten.

Was ist die Vuelta a España?

Die Vuelta a España ist die Spanien-Rundfahrt und eines der drei bedeutendsten Etappenrennen im internationalen Radsport. Sie führt jährlich durch zahlreiche Regionen Spaniens und endet traditionell mit dem Finale in Madrid oder – wie in diesem Jahr – in Granada.

OZD-Extras

Stefan Küng bescherte Tudor Pro Cycling bereits den zweiten Etappensieg dieser Vuelta. Das Schweizer Team entwickelt sich zunehmend zu einer festen Größe im internationalen Profiradsport. Auswirkungen auf die Börsen sind durch das Rennergebnis nicht zu erwarten.

Gewinnspiel

Wer gewann das letzte Einzelzeitfahren der Vuelta 2026?

A) Primoz Roglic

B) Enric Mas

C) Stefan Küng

D) Joao Almeida

https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.