Fakten im Überblick
Der SC Magdeburg gewinnt beim HC Kriens-Luzern souverän mit 39:29 und bleibt nach zwei Champions-League-Spielen ohne Punktverlust.
MT Melsungen verliert beim polnischen Spitzenteam Wisla Plock knapp mit 24:25.
Die Füchse Berlin hatten bereits am Mittwoch ihre erste Niederlage kassiert und gegen Veszprem mit 29:35 verloren.
Der SC Magdeburg bleibt unter den drei deutschen Vertretern in der Handball-Champions-League als einziges Team ohne Niederlage. Der deutsche Meister setzte sich am zweiten Spieltag souverän mit 39:29 (20:11) beim Schweizer Meister HC Kriens-Luzern durch und unterstrich damit früh seine internationalen Ambitionen.
Während Magdeburg in der Schweiz von Beginn an für klare Verhältnisse sorgte, musste Champions-League-Neuling MT Melsungen in Polen einen bitteren Rückschlag hinnehmen.
Die Nordhessen verloren bei Wisla Plock mit 24:25 (15:13).
Bereits am Mittwoch hatte Vorjahresfinalist Füchse Berlin seine erste Niederlage der neuen Champions-League-Saison kassiert. Die Berliner unterlagen Veszprem mit 29:35.
Damit verhinderte Magdeburg einen komplett sieglosen zweiten Spieltag des Bundesliga-Trios.
In Luzern ließ die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert kaum Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen.
Der SCM lag zu keinem Zeitpunkt zurück und setzte sich bereits in der ersten Halbzeit deutlich ab.
Nach 30 Minuten führte Magdeburg mit 20:11.
Ein wichtiger Faktor war Torhüter Matej Mandic. Der Kroate überzeugte mit zahlreichen Paraden und verschaffte seiner Mannschaft die Grundlage für schnelle Gegenangriffe.
Auch offensiv verteilte Magdeburg die Verantwortung auf mehrere Schultern.
Felix Claar, Daniel Pettersson, Albin Lagergren und Magnus Saugstrup erzielten jeweils fünf Treffer und waren damit die erfolgreichsten Magdeburger Werfer.
Die Schweizer versuchten zwischenzeitlich, mit einem siebten Feldspieler zusätzlichen Druck aufzubauen.
Magdeburg ließ sich davon jedoch kaum beeindrucken.
Der deutsche Meister nutzte Fehler des Gegners konsequent aus und kontrollierte die Begegnung auch nach der Pause.
Trainer Wiegert konnte angesichts des komfortablen Vorsprungs seine Mannschaft durchwechseln und mehreren Spielern Einsatzzeit geben.
Am souveränen Ausgang änderte das nichts.
Mit dem 39:29 feierte Magdeburg den zweiten Sieg im zweiten Champions-League-Spiel.
Deutlich dramatischer verlief der Abend für MT Melsungen.
Der Champions-League-Neuling lieferte sich in der Orlen Arena von Plock einen intensiven Kampf mit dem polnischen Spitzenteam Wisla.
Melsungen erwischte dabei zunächst den besseren Verlauf.
Zur Halbzeit führte die Mannschaft des am Saisonende scheidenden Trainers Roberto Garcia Parrando mit 15:13.
Nach dem Seitenwechsel geriet die MT jedoch zunehmend unter Druck.
Plock kämpfte sich zurück, während Melsungen offensiv zeitweise kaum Lösungen fand.
Trotzdem gelang den Nordhessen in der Schlussphase noch einmal die Wende.
Beim Stand von 24:22 schien ein Auswärtssieg möglich.
Doch die Gastgeber antworteten.
Melsungen gab den Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand und geriet kurz vor dem Ende mit 24:25 in Rückstand.
Die letzte Möglichkeit zum Ausgleich hatte Aron Mensing.
Drei Sekunden vor dem Ende scheiterte er jedoch am Torhüter der Gastgeber.
Damit war die erste Champions-League-Niederlage der MT besiegelt.
Bester Melsunger Werfer war Reynir Por Stefansson mit sieben Treffern.
Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla erzielte drei Tore.
Für die deutschen Champions-League-Teilnehmer ergibt sich damit nach dem zweiten Spieltag ein unterschiedliches Bild.
Magdeburg bleibt ohne Punktverlust und präsentiert sich bereits früh in starker Form.
Melsungen hat nach dem Auftaktsieg nun jeweils einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto.
Auch die Füchse Berlin mussten erstmals Punkte abgeben.
Der deutsche Meister aus Magdeburg hat damit vorerst als einziges Bundesliga-Team seine weiße Weste in Europas wichtigstem Handball-Wettbewerb behalten.
OZD/SID
OZD-Kommentar - Magdeburg sendet früh ein starkes Signal
Zwei Spiele, zwei Siege: Der SC Magdeburg hat einen überzeugenden Start in die Champions-League-Saison hingelegt.
Besonders bemerkenswert ist die Art des Erfolgs in der Schweiz.
Magdeburg musste nicht bis zur Schlussphase kämpfen, sondern kontrollierte die Partie früh und konnte Kräfte verteilen. In einem Wettbewerb mit hoher Belastung und vielen Spielen kann genau diese Fähigkeit wichtig werden.
Melsungens Niederlage zeigt gleichzeitig, wie schmal die Grenzen auf diesem Niveau sind.
Eine Zwei-Tore-Führung in der Schlussphase reichte nicht. Wenige Fehler und ein vergebener letzter Angriff entschieden die Begegnung.
Die realistische Prognose: Magdeburg hat sich eine starke Ausgangsposition erarbeitet. Für eine belastbare Einschätzung des weiteren Wettbewerbsverlaufs ist es nach zwei Spieltagen jedoch noch zu früh.
Historischer Hintergrund
Der SC Magdeburg gehört zu den traditionsreichsten deutschen Handballvereinen.
Der Klub gewann bereits mehrfach die wichtigste europäische Vereinsmeisterschaft und etablierte sich in den vergangenen Jahren erneut in der internationalen Spitze.
Auch national gehört der SCM regelmäßig zu den Titelkandidaten.
Die Füchse Berlin erreichten in der vergangenen Saison das Finale der Champions League und gehören ebenfalls zur europäischen Spitze.
Für MT Melsungen ist die aktuelle Saison dagegen historisch.
Die Nordhessen spielen erstmals in der Champions League und sammeln damit ihre ersten Erfahrungen auf der größten europäischen Vereinsbühne.
Zukunftsprognose
Sportlich besitzt Magdeburg nach zwei Siegen eine gute Ausgangslage für die kommenden Aufgaben.
Entscheidend wird sein, wie der SCM die hohe Belastung zwischen Bundesliga, Champions League und weiteren Wettbewerben bewältigt.
Melsungen muss dagegen lernen, knappe Spiele auf internationalem Spitzenniveau konsequenter zu Ende zu bringen.
Für deutsche Vereine ist ein erfolgreicher Champions-League-Verlauf auch wirtschaftlich interessant. Internationale Spiele erhöhen Medienpräsenz, Sponsorensichtbarkeit und Zuschauereinnahmen.
Direkte Auswirkungen auf Aktien, Rohstoffe oder Währungen sind durch die Ergebnisse nicht zu erwarten.
Was ist die EHF Champions League?
Die EHF Champions League ist der wichtigste europäische Vereinswettbewerb im Handball.
Dort treffen nationale Meister und weitere europäische Spitzenmannschaften aufeinander.
Der Wettbewerb wird von der Europäischen Handballföderation EHF organisiert.
Wer ist Bennet Wiegert?
Bennet Wiegert ist Trainer des SC Magdeburg.
Der frühere Handballprofi führte den Verein in den vergangenen Jahren zu zahlreichen nationalen und internationalen Erfolgen.
Unter Wiegert entwickelte sich Magdeburg erneut zu einer der führenden Mannschaften im europäischen Handball.
Wer ist Johannes Golla?
Johannes Golla ist deutscher Nationalspieler und Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft.
Der Kreisläufer spielt für MT Melsungen.
Beim 24:25 gegen Wisla Plock erzielte Golla drei Treffer.
OZD-Extra - Magdeburgs Erfolg war echte Teamarbeit
Beim deutlichen Sieg in Luzern gab es nicht den einen überragenden Torjäger.
Gleich vier Magdeburger Spieler kamen auf jeweils fünf Treffer: Felix Claar, Daniel Pettersson, Albin Lagergren und Magnus Saugstrup.
Auch Torhüter Matej Mandic spielte eine wichtige Rolle.
Magdeburg führte bereits zur Pause mit neun Toren und konnte die zweite Hälfte kontrolliert gestalten.
Ganz anders Melsungen.
Die MT führte in Plock zur Pause mit 15:13 und lag auch in der Schlussphase noch mit 24:22 vorne. Dennoch gingen die letzten drei Treffer der Partie an die Gastgeber.
Der Unterschied zwischen einem souveränen Erfolg und einer bitteren Niederlage hätte an diesem Champions-League-Abend kaum größer sein können.
Gewinnspiel
Wie hoch gewann der SC Magdeburg beim HC Kriens-Luzern?
A: 32:29
B: 35:31
C: 39:29
D: 41:30
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.