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Traumdebüt mit Doppelpack: Paris Brunner schießt Deutschlands U21 zum 4:0 in Lettland

Paris Brunner braucht bei seinem U21-Debüt nur 53 Sekunden für sein erstes Tor. Deutschland gewinnt 4:0 in Lettland und bleibt auf direktem EM-Kurs.

Fakten im Überblick

Paris Brunner erzielt bei seinem Debüt für die deutsche U21 zwei Tore und trifft erstmals bereits nach 53 Sekunden.

Deutschland gewinnt das EM-Qualifikationsspiel in Riga mit 4:0 gegen Lettland und bleibt mit 21 Punkten Tabellenführer der Gruppe F.

Siege auf Malta und gegen Georgien reichen der DFB-Auswahl zum direkten Ticket für die U21-EM 2027 in Albanien und Serbien.

53 Sekunden. Mehr brauchte Paris Brunner nicht, um bei seinem Debüt für die deutsche U21 ein erstes Ausrufezeichen zu setzen. Das Sturmjuwel der AS Monaco traf beim 4:0 (2:0) in Lettland praktisch mit dem ersten Angriff und legte noch vor der Pause einen sehenswerten zweiten Treffer nach. Gemeinsam mit Nicoló Tresoldi und Arijon Ibrahimovic sorgte der 20-Jährige dafür, dass die Mannschaft von Trainer Antonio Di Salvo zwei Spiele vor dem Ende der EM-Qualifikation weiter alle Chancen auf das direkte Ticket für die Europameisterschaft 2027 in Albanien und Serbien in der eigenen Hand hält.

Brunner selbst konnte sein Debüt anschließend kaum besser zusammenfassen. Er sei „überglücklich - erstes Spiel für die U21, und dann direkt ein Doppelpack“, sagte er am Sat.1-Mikrofon. Gleichzeitig stellte der Angreifer den Mannschaftserfolg über seine persönliche Premiere: „Die Hauptsache ist, dass wir gewonnen haben. Der Doppelpack ist ein Sternchen.“

Dieses Sternchen leuchtete in Riga allerdings besonders hell. Deutschland musste auf mehrere Stammkräfte verzichten, weil Said El Mala, Lennart Karl und Brajan Gruda von Bundestrainer Jürgen Klopp für den großen Kader der A-Nationalmannschaft nominiert worden waren. Di Salvo nutzte die Situation und verhalf den beiden ehemaligen U17-Weltmeistern Noah Darvich vom SV Elversberg und Brunner zu ihren ersten Einsätzen für die U21.

Von Brunner hatte sich der Trainer ausdrücklich Torgefahr versprochen. Der Angreifer habe „einen sehr guten Lauf“ und sei „sehr torgefährlich“, hatte Di Salvo vor der Partie erklärt. Nicht einmal eine Minute nach dem Anpfiff hatte sein Debütant diese Einschätzung bereits bestätigt.

Lukas Ullrich brachte den Ball flach in den Strafraum. Brunner stand im Fünfmeterraum richtig und beförderte ihn mit dem rechten Knie über die Linie. Nach exakt 53 Sekunden führte Deutschland mit 1:0 – und der Debütant hatte seinen ersten Treffer erzielt.

Der frühe Führungstreffer machte die Aufgabe allerdings nicht sofort einfach. Lettland zog sich kompakt zurück und erschwerte der deutschen Mannschaft zunächst den Weg zum Tor. Die DFB-Auswahl kontrollierte zwar die Begegnung, benötigte aber Geduld.

Dann schlug Brunner erneut zu. In der 41. Minute traf der 20-Jährige sehenswert von der Strafraumkante und stellte noch vor der Pause auf 2:0. Aus einem starken Debüt war innerhalb einer Halbzeit ein Doppelpack geworden.

Nach dem Seitenwechsel sorgte Tresoldi schnell für die Vorentscheidung. In der 52. Minute überwand der Stürmer des FC Brügge den lettischen Torhüter mit einem Heber zum 3:0. Die Vorlage kam von Kapitän Tom Bischof.

Für Tresoldi war es bereits der 13. Treffer im 25. U21-Länderspiel. Damit nähert sich der Angreifer einer traditionsreichen deutschen Bestmarke: Nur fünf Tore fehlen ihm noch zum U21-Rekord von Pierre Littbarski.

Bischofs Arbeitstag endete wenig später. Der Mittelfeldspieler des FC Bayern München wurde nach 58 Minuten ausgewechselt. In den kommenden Tagen wechselt er von der U21 zur A-Nationalmannschaft und stößt als Teil von Klopps „zweiten Kaders“ zum Team des Bundestrainers. Auf das wichtige Qualifikationsspiel in Lettland hatte Bischof zuvor dennoch nicht verzichten wollen.

Nach seiner Auswechslung übernahm Tresoldi die Kapitänsbinde. Deutschland blieb auch danach überlegen. In der 76. Minute setzte Arijon Ibrahimovic mit dem Treffer zum 4:0 den Schlusspunkt unter einen souveränen Abend in Riga.

Bereits das Hinspiel gegen Lettland war eine klare Angelegenheit gewesen. Im September 2025 hatte Deutschland zum Auftakt der EM-Qualifikation in Rostock mit 5:0 gewonnen. Damals war Tresoldi mit drei Treffern der überragende Spieler gewesen. Beim Rückspiel gehörte die große Bühne nun Brunner.

Noch wichtiger als die persönlichen Geschichten ist für Di Salvos Mannschaft die Ausgangslage in der Gruppe F. Deutschland steht nach dem Erfolg mit 21 Punkten an der Tabellenspitze. Griechenland bleibt allerdings punktgleich und gewann sein Auswärtsspiel in Georgien mit 3:0.

Der entscheidende Vorteil liegt beim direkten Vergleich. Den hat Deutschland für sich entschieden. Damit ist die Rechnung vor den letzten beiden Spielen klar: Gewinnt die DFB-Auswahl am Mittwoch beim Tabellenletzten Malta und anschließend am 6. Oktober in Bielefeld gegen Georgien, ist das direkte EM-Ticket sicher.

Der Gruppenzweite müsste dagegen voraussichtlich den Umweg über die Play-offs nehmen. Genau diesen zusätzlichen Stress will die deutsche Mannschaft vermeiden.

Das große Ziel liegt im kommenden Sommer. Vom 16. Juni bis 3. Juli 2027 wird die U21-Europameisterschaft in Albanien und Serbien ausgetragen. Für Deutschland besitzt das Turnier zusätzliche Bedeutung, denn die Endrunde dient zugleich als Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles.

Bei der vergangenen EM 2025 in der Slowakei war Deutschland dem Titel bereits sehr nahe gekommen. Die Mannschaft um Nick Woltemade und Tresoldi erreichte das Finale, unterlag dort aber England.

Zwei Qualifikationssiege fehlen nun, um die nächste Chance auf den europäischen Titel zu bekommen. Und seit diesem Abend in Riga besitzt Di Salvo dafür eine weitere offensive Option.

Ihr Name: Paris Brunner.

OZD/SID

OZD-Kommentar – Brunner nutzt seine Chance im perfekten Moment

Wer bei seinem U21-Debüt nach 53 Sekunden trifft und noch vor der Pause ein zweites Tor erzielt, braucht keine lange Eingewöhnungsphase.

Paris Brunner hat die Gelegenheit genutzt, die sich durch die Berufungen von Said El Mala, Lennart Karl und Brajan Gruda zur A-Nationalmannschaft ergeben hat. Genau dafür ist eine Nachwuchsauswahl auch da: Fehlen etablierte Spieler, öffnet sich die Tür für die nächste Generation.

Bemerkenswert war nicht nur der Doppelpack. Brunners Satz „Der Doppelpack ist ein Sternchen“ zeigt auch, worauf es in dieser Phase der Qualifikation ankommt. Persönliche Geschichten sind schön, entscheidend sind die Punkte.

Denn Griechenland lässt nicht locker. Deutschland besitzt dank des gewonnenen direkten Vergleichs zwar die bessere Ausgangslage, darf sich in den letzten beiden Partien aber keinen unnötigen Ausrutscher erlauben.

Zwei Siege fehlen. Gelingt das, fährt die deutsche U21 aus eigener Kraft zur EM 2027 – und Brunner könnte dort nach seinem Traumdebüt eine deutlich größere Rolle spielen.

Historischer Hintergrund

Deutschlands U21 gehört seit Jahren zu den erfolgreichen Nachwuchsmannschaften Europas. Die Auswahl gewann die Europameisterschaft 2009, 2017 und 2021.

Auch bei der EM 2025 in der Slowakei erreichte das DFB-Team das Finale. Dort endete der deutsche Titeltraum erst gegen England.

Die aktuelle Qualifikation führt zur Europameisterschaft 2027, die vom 16. Juni bis 3. Juli in Albanien und Serbien stattfindet.

Deutschland startete im September 2025 gegen Lettland in die Qualifikation. Bereits das Hinspiel in Rostock endete mit einem deutlichen 5:0. Nicoló Tresoldi erzielte damals drei Tore.

Das Rückspiel in Riga wurde nun zur Bühne für Paris Brunner.

Zukunftsprognose

Sportlich besitzt Deutschland vor den letzten beiden Qualifikationsspielen eine klare Ausgangslage. Siege gegen Malta und Georgien reichen unabhängig von Griechenlands Ergebnissen für den Gruppensieg und die direkte EM-Qualifikation.

Besonders interessant wird die personelle Entwicklung. Durch Jürgen Klopps erweiterten A-Kader entstehen neue Bewegungen zwischen U21 und Nationalmannschaft. Spieler wie Tom Bischof wechseln zeitweise nach oben, während andere Talente in der U21 zusätzliche Einsatzmöglichkeiten erhalten.

Brunner hat diese Chance sofort genutzt. Ob er sich langfristig einen Stammplatz erarbeitet, hängt von seinen Leistungen im Verein und bei weiteren DFB-Lehrgängen ab.

Auch Tresoldis Entwicklung bleibt spannend. Mit 13 Toren in 25 U21-Länderspielen fehlen ihm nur noch fünf Treffer zum deutschen Rekord von Pierre Littbarski.

International besitzt die EM 2027 noch eine zusätzliche Dimension. Das Turnier ist gleichzeitig Teil der europäischen Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles. Ein erfolgreiches Abschneiden könnte Deutschland damit nicht nur einen EM-Titel, sondern auch den Weg zu Olympia eröffnen.

Wer ist Paris Brunner?

Paris Brunner ist ein deutscher Fußballstürmer und steht bei der AS Monaco unter Vertrag. Der frühere U17-Weltmeister gilt als eines der auffälligen deutschen Offensivtalente. Bei seinem ersten U21-Länderspiel erzielte er gegen Lettland sofort zwei Tore.

Wer ist Antonio Di Salvo?

Antonio Di Salvo ist Trainer der deutschen U21-Nationalmannschaft. Seine Auswahl kämpft in der Gruppe F um die direkte Qualifikation für die Europameisterschaft 2027.

Wer ist Nicoló Tresoldi?

Nicoló Tresoldi ist Stürmer des FC Brügge und ein erfahrener Leistungsträger der deutschen U21. Mit seinem Treffer in Riga erhöhte er seine Bilanz auf 13 Tore in 25 U21-Spielen.

Warum ist Tom Bischof nur vorübergehend bei der U21?

Der Mittelfeldspieler des FC Bayern führte die Mannschaft in Lettland als Kapitän aufs Feld. Anschließend wechselt er als Teil des „zweiten Kaders“ von Bundestrainer Jürgen Klopp zur A-Nationalmannschaft.

OZD-Extra – Tresoldi jagt einen Rekord von Pierre Littbarski

Paris Brunner gehörte in Riga der Abend. Doch beinahe nebenbei rückt auch Nicoló Tresoldi einer historischen Marke näher.

Sein Heber zum 3:0 war bereits sein 13. Treffer im 25. Spiel für die deutsche U21.

Damit fehlen ihm nur noch fünf Tore zum Rekord von Pierre Littbarski.

Tresoldi besitzt in den verbleibenden Qualifikationsspielen und möglicherweise bei der EM 2027 weitere Gelegenheiten, diesen Abstand zu verkürzen.

Gleichzeitig bekommt er immer mehr Konkurrenz. Brunner benötigte für seine ersten beiden U21-Tore gerade einmal 41 Minuten.

Für Trainer Antonio Di Salvo könnte genau dieser Konkurrenzkampf vor der entscheidenden Phase der Qualifikation zu einem Vorteil werden.

Gewinnspiel

Wie schnell erzielte Paris Brunner bei seinem U21-Debüt gegen Lettland sein erstes Tor?

A: Nach 53 Sekunden

B: Nach 5 Minuten

C: Nach 13 Minuten

D: Nach 21 Minuten

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.