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Klopp wagt den großen Neustart: Urbig feiert gegen Serbien sein DFB-Debüt

Jürgen Klopp verändert das DFB-Team gegen Serbien massiv. Bayern-Keeper Jonas Urbig debütiert in München, weitere Neulinge stehen vor ihrem ersten Länderspiel.

Fakten im Überblick

Jonas Urbig vom FC Bayern München wird gegen Serbien sein Debüt im Tor der deutschen Nationalmannschaft feiern.

Bundestrainer Jürgen Klopp hat seinen Kader nach dem 0:1 gegen Griechenland nahezu vollständig ausgetauscht.

Deutschland empfängt Serbien am Donnerstag um 20.45 Uhr in München und wartet unter Klopp noch auf den ersten Sieg.

Bundestrainer Jürgen Klopp setzt im Nations-League-Spiel gegen Serbien auf einen radikalen personellen Neustart. Nach dem 0:1 gegen Griechenland dürfte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Donnerstagabend in München kaum wiederzuerkennen sein. Sicher ist bereits ein Debüt: Jonas Urbig vom FC Bayern München wird in der Allianz Arena erstmals das Tor der deutschen A-Nationalmannschaft hüten. Klopp bestätigte den Einsatz des 23-Jährigen am Mittwochabend. Urbig erhält damit den Vorzug vor Finn Dahmen und Noah Atubolu, die ebenfalls noch ohne A-Länderspiel sind. Insgesamt stehen neun Spieler ohne bisherigen Länderspieleinsatz in Klopps aktuellem Aufgebot.

Kurzfristig muss Klopp zudem auf Nico Schlotterbeck verzichten. Der Dortmunder Verteidiger verletzte sich am rechten Sprunggelenk und fällt für die Partie gegen Serbien aus. Damit könnte sich für Finn Jeltsch eine große Gelegenheit ergeben. Auch Vitaly Janelt vom FC Brentford und der Kölner Said El Mala dürfen auf ihr Debüt hoffen. Vor Urbig werden mit Ridle Baku, Waldemar Anton und David Raum erfahrenere Kräfte erwartet. Janelt könnte auf der Sechserposition den abgereisten Kapitän Joshua Kimmich ersetzen. Weiter vorne werden Aleksandar Pavlovic und Florian Wirtz als zentrale Figuren gehandelt, während Lennart Karl und El Mala über die Flügel kommen könnten. Jonathan Burkardt und Nick Woltemade sind Optionen für das Sturmzentrum. Die endgültige Aufstellung hat Klopp jedoch noch nicht bekannt gegeben.

Für den neuen Bundestrainer besitzt das Spiel erhebliche sportliche Bedeutung. Nach einem 1:1 gegen die Niederlande und der 0:1-Heimniederlage gegen Griechenland wartet Klopp nach zwei Partien noch auf seinen ersten Sieg als Bundestrainer. Deutschland steht mit einem Punkt auf Rang drei seiner Nations-League-Gruppe, während Serbien nach zwei Niederlagen noch ohne Punkt ist. Griechenland führt die Gruppe mit sechs Zählern an. Das Duell in München wird damit nicht nur zum großen Casting für zahlreiche junge deutsche Spieler, sondern auch zu einem wichtigen Test für Klopps geplanten Neuaufbau.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Klopps Mutprobe beginnt jetzt

Jürgen Klopp macht ernst. Statt nach dem Fehlstart ausschließlich auf bekannte Namen zu setzen, nutzt er die Nations League, um den Kreis der Nationalspieler erheblich zu erweitern. Jonas Urbig, Finn Jeltsch, Vitaly Janelt und Said El Mala stehen exemplarisch für diesen Kurs. Das birgt sportliche Risiken, eröffnet dem Bundestrainer aber zugleich die Möglichkeit, frühzeitig herauszufinden, welche Spieler langfristig eine Rolle auf dem Weg zur Europameisterschaft 2028 spielen können. Deutschland braucht nach enttäuschenden Ergebnissen nicht nur neue Namen, sondern eine Mannschaft mit klaren Abläufen und einer belastbaren Hierarchie.

Gegen Serbien wird deshalb nicht allein das Ergebnis beobachtet werden. Entscheidend ist ebenso, ob Klopps neu formiertes Team bereits eine erkennbare Spielidee auf den Platz bringt. Die Prognose: Der Bundestrainer dürfte auch nach diesem Länderspielfenster weiter experimentieren, zugleich aber den Kreis seiner Stammspieler schrittweise verkleinern. Aus dem großen Casting muss irgendwann eine feste Mannschaft entstehen.

Historischer Hintergrund

Deutschland und Serbien verbindet eine lange Fußballgeschichte, wobei frühere Begegnungen teilweise noch unter anderen Staatsbezeichnungen stattfanden. Besonders in Erinnerung blieb das WM-Gruppenspiel 2010 in Port Elizabeth in Südafrika, das Serbien mit 1:0 gewann. Das aktuelle Duell findet in einer völlig anderen Phase des deutschen Fußballs statt: Jürgen Klopp hat das Amt des Bundestrainers übernommen und nutzt seine ersten Nations-League-Partien für eine ungewöhnlich breite Sichtung des verfügbaren Personals. Für die Spiele im September und Oktober nominierte Klopp zwei unterschiedliche Kader mit zahlreichen potenziellen Debütanten.

Zukunftsprognose

Sportlich richtet sich der Blick bereits über das Spiel gegen Serbien hinaus. Die Nations League dient Deutschland nicht nur als Wettbewerb, sondern als wichtige Aufbauphase auf dem Weg zur EM 2028. Spieler wie Urbig, Pavlovic, Karl, Jeltsch und El Mala können sich frühzeitig für langfristige Rollen empfehlen. Gleichzeitig muss Klopp eine Balance zwischen Nachwuchsförderung und sofortigem sportlichem Erfolg finden. Nach dem bislang sieglosen Start steigt mit jedem Spiel der Ergebnisdruck.

International bleibt Deutschland trotz des Umbruchs eine Mannschaft mit zahlreichen Spielern aus europäischen Spitzenklubs. Ob daraus wieder ein geschlossenes Spitzenteam entsteht, hängt wesentlich davon ab, wie schnell Klopp eine stabile Achse findet. Das Spiel gegen Serbien liefert dafür einen weiteren wichtigen Erkenntnisstand.

Wer ist Jonas Urbig?

Jonas Urbig ist ein deutscher Torhüter des FC Bayern München. Der 23-Jährige erhält gegen Serbien ausgerechnet in der Münchner Allianz Arena seinen ersten Einsatz für die deutsche A-Nationalmannschaft.

Wer ist Said El Mala?

Said El Mala ist ein deutscher Offensivspieler des 1. FC Köln. Der 20-Jährige gehört zu den auffälligsten jungen Spielern in Klopps neu zusammengestelltem Aufgebot und könnte gegen Serbien sein Länderspieldebüt feiern.

Wer ist Finn Jeltsch?

Finn Jeltsch ist ein deutscher Innenverteidiger und gehört zu den jungen Defensivspielern, die Klopp im Rahmen seines personellen Umbruchs testen will. Durch den Ausfall von Nico Schlotterbeck steigen seine Chancen auf einen Einsatz gegen Serbien.

OZD-Extra – Neun Spieler warten auf ihr erstes Länderspiel

Klopps zweiter Kader zeigt, wie konsequent der Bundestrainer seine ersten Monate für eine breite Sichtung nutzt. Gleich neun Spieler im aktuellen Aufgebot sind noch ohne Einsatz für die A-Nationalmannschaft. Besonders ungewöhnlich ist die Situation im Tor: Mit Jonas Urbig, Finn Dahmen und Noah Atubolu stehen drei Keeper im Kader, die vor dem Serbien-Spiel noch kein A-Länderspiel absolviert haben. Urbig wird nun als Erster seine Chance bekommen.

Voraussichtliche Aufstellungen

Deutschland: Urbig – Baku, Anton, Jeltsch, Raum – Janelt – Pavlovic, Wirtz – Karl, Burkardt, El Mala. Trainer: Jürgen Klopp.

Serbien: Milinkovic-Savic – Nedeljkovic, Gudelj, Babic, Pavlovic, Terzic – Zivkovic, Stankovic, Tadic, Kostic – Jovic. Trainer: Veljko Paunovic.

Schiedsrichter: Espen Eskas aus Norwegen.

Gewinnspiel

Welcher Torhüter soll gegen Serbien sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft feiern?

A: Noah Atubolu
B: Finn Dahmen
C: Jonas Urbig
D: Oliver Baumann

https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.