Fakten im Überblick
Nidal Hasan erschoss 2009 auf Fort Hood 13 Menschen und verletzte 30.
Donald Trump genehmigt Hinrichtung durch Erschießungskommando.
Die US-Armee hätte erstmals seit 1961 wieder eine Exekution.
Nidal Hasan, der Amokläufer von Fort Hood in Texas, soll durch ein Erschießungskommando hingerichtet werden. Im November 2009 hatte er auf dem Militärstützpunkt zwölf Soldaten und einen Zivilisten erschossen sowie dreißig weitere Soldaten verletzt. US-Präsident Donald Trump gab laut Verteidigungsministerium seine Zustimmung für die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Hasan. Es wäre die erste Exekution durch die US-Armee seit 1961.
Pentagon-Sprecher Sean Parnell erklärte im Onlinedienst X, Verteidigungsminister Pete Hegseth werde „Zeitpunkt und Ort“ der Hinrichtung festlegen. Hasan war damals Armeepsychiater, ein muslimischer US-Bürger palästinensischer Herkunft. Er gab an, auf seine Kameraden gefeuert zu haben, weil diese in Afghanistan Krieg gegen Muslime führten. Das Militärgericht sah die Tat von der Ideologie des Extremistennetzwerks Al-Kaida inspiriert und verurteilte Hasan 2013 zum Tode. Er ist seitdem in einem Militärgefängnis im Bundesstaat Kansas inhaftiert.
Hasan wurde beim Amoklauf angeschossen und ist seither teilweise gelähmt. Im Verfahren wählte er die Selbstverteidigung, führte aber keine Zeugen an, sagte nicht aus und bestritt die Anklagepunkte nicht. Pflichtverteidiger gehen davon aus, dass Hasan die Vollstreckung der Todesstrafe selbst wünsche.
Seit Trumps erneutem Amtsantritt Anfang 2025 hat die Zahl der Hinrichtungen in den USA sprunghaft zugenommen, nachdem der Präsident dazu aufrief, die Kapitalstrafe häufiger anzuwenden. Das Erschießungskommando ist in fünf Bundesstaaten als Methode zugelassen, 2023 wurden drei Hinrichtungen durch Erschießen in South Carolina durchgeführt, es war die erste Anwendung seit 2010. Schusswaffenvorfälle sind in den USA häufig, doch auf Militärstützpunkten wie Fort Hood sind sie selten. 2025 gab es einen weiteren Angriff in Georgia, bei dem ein Soldat fünf Kameraden verletzte, ehe er überwältigt wurde.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Justiz drängt in die Öffentlichkeit
Die drohende Hinrichtung von Nidal Hasan durch ein Erschießungskommando verleiht dem Fort Hood Fall erneut große Brisanz. Präsident Trumps Entscheidung, die Exekution zuzulassen, unterstreicht eine Verschärfung der US-Justizpolitik und ein hartes Signal in Richtung Strafverschärfung. Das Vorgehen Hasans im Prozess – keine Verteidigung, kein Widerspruch, keine Zeugen – wirft viele Fragen auf und lässt Raum für Spekulationen über seine Motive. Die seltene Anwendung des Erschießungskommandos wird kontrovers diskutiert und bringt politischen Zündstoff sowohl in den Vereinigten Staaten als auch international. Es ist wahrscheinlich, dass die Debatte um die Todesstrafe dadurch neu entfacht und die Spaltung in der Gesellschaft deutlich hervorgehoben wird.
Historischer Hintergrund
Am 5. November 2009 verübte Nidal Hasan auf dem texanischen Stützpunkt Fort Hood einen Amoklauf. Im anschließenden Militärprozess wurde er 2013 zum Tode verurteilt. Es wurde festgestellt, dass Hasan durch extremistische Ideologie, insbesondere Al-Kaida, beeinflusst war. Die Armee hat zuletzt 1961 eine Hinrichtung ausgeführt. Erschießungskommandos sind weiterhin in einigen US-Bundesstaaten vorgesehen, aber selten angewendet.
Zukunftsprognose
Die geplante Hinrichtung Hasans dürfte die Todesstrafendebatte in den USA schärfer werden lassen. Politisch können weitere Verschärfungen der Kapitalstrafenregelung folgen. Menschenrechtsorganisationen und internationale Beobachter werden wahrscheinlich Kritik äußern. Militärische Hinrichtungen dürften jedoch sehr selten bleiben.
Erklärungen
Was war der Amoklauf von Fort Hood?
Der Amoklauf von Fort Hood ereignete sich im November 2009 auf einem US-Militärstützpunkt in Texas. Nidal Hasan erschoss 13 Menschen und verletzte 30 weitere.
Was bedeutet Erschießungskommando in den USA?
Ein Erschießungskommando ist eine Gruppe von Schützen, die eine Hinrichtung vollstrecken. In den USA ist diese Methode selten und nur in wenigen Bundesstaaten erlaubt.
OZD-Extras
Hasan ist seit seiner Festnahme teilweise gelähmt.
Drei Exekutionen durch Erschießungskommando wurden 2023 in South Carolina vollstreckt.
Der Fall hat keine direkten Auswirkungen auf Börsen oder Märkte.
Gewinnspiel
In welchem US-Bundesstaat liegt Fort Hood?
A) Texas
B) Georgia
C) Kansas
D) South Carolina
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.