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Mikaela Shiffrin reduziert Slalomstarts und bleibt neugierig

Mikaela Shiffrin plant für die WM-Saison weniger Slaloms. Dadurch steigen die Chancen für Emma Aicher und andere Rivalinnen im Gesamtweltcup.

Fakten im Überblick

Mikaela Shiffrin fährt in dieser Saison weniger Slalomrennen.

Emma Aichers Chancen im Gesamtweltcup verbessern sich deutlich.

Shiffrin will im Riesenslalom und Super-G neue Grenzen testen.

Mikaela Shiffrin, mit 110 Weltcupsiegen eine Legende des alpinen Skisports, überrascht vor Beginn der neuen WM-Saison mit einer ungewöhnlichen Entscheidung. Die US-Amerikanerin kündigte im Netz an: "Ich plane, in dieser Saison weniger Slaloms zu fahren". Ihren ersten Slalom wolle sie beim Heimrennen in Killington Ende November bestreiten. Damit verzichtet sie mindestens auf die Stationen Levi und Gurgl und setzt in ihrer Spezialdisziplin aus, um neue Erfahrungen zu sammeln.

Shiffrins Schritt ist ein Novum im Kampf um den Gesamtweltcup und gibt der deutschen Skirennläuferin Emma Aicher neue Hoffnung. Im vergangenen Winter hatte Shiffrin mit 87 Punkten Vorsprung vor Aicher gesiegt – nicht zuletzt wegen ihrer langjährigen Slalomdominanz. Durch die Auslassung mehrerer Slaloms könnten Konkurrentinnen wie Aicher im Rennen um die große Kristallkugel aufholen. Shiffrin betont jedoch: "Ich bin nicht durch mit Slalom". Nach Killington wolle sie noch "ein paar weitere" Slaloms fahren und ergänzte: "Ich möchte diese Tür nicht schließen."

Der Hauptgrund für Shiffrins neue Planung ist der Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung. "Über 16 Jahre war mein Ziel dasselbe", schrieb sie und ergänzt in einem weiteren Zitat: "Meine Grenzen zu verschieben und eine bessere, schnellere Skirennläuferin zu werden. Das hat sich nicht geändert." Sie stellt klar: "Ich tue nicht weniger, weil es mir weniger wichtig wäre. Ich versuche etwas anderes, weil es mir immer noch sehr wichtig ist." Die Frage "Worauf bin ich neugierig?" stellt sie sich nun und findet die Antwort in neuen sportlichen Herausforderungen: "Und jetzt gerade spüre ich sie in Riesenslalom und Super-G." Die "Neugierige", wie sie sich selbst beschreibt, bleibt der Konkurrenz also erhalten, aber verändert ihr Programm bewusst.

Seit ihrem ersten Weltmeistertitel 2013 war der Slalom das Fundament ihrer sechs Gesamtweltcupsiege und sicherte ihr Gold in Sotschi und Cortina d'Ampezzo. Die bevorstehenden Rennen werden zeigen, ob Emma Aicher und andere Talente die Chance nutzen, während Shiffrin neue Wege geht.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Erneuerung und neue Dynamik im Skizirkus

Shiffrins Ankündigung, ihre hohe Slalompräsenz zu reduzieren, kann als Signal für Offenheit und Mut zur Veränderung im Spitzensport gelesen werden. Wer an der Spitze alles erreicht hat, braucht andere Motivation als nur Rekorde – Shiffrin zeigt genau das. Für Emma Aicher und den deutschen Skisport ergibt sich daraus eine Gelegenheit auf Augenhöhe, neue Erfolge zu feiern. Die neue Dynamik dürfte für mehr Spannung im Gesamtweltcup sorgen. Es liegt nahe, dass der internationale Damen-Skisport von dieser ungewohnten Rollenverschiebung profitieren könnte.

Historischer Hintergrund

Mikaela Shiffrin prägt den alpinen Rennsport seit über einem Jahrzehnt mit Rekorden, insbesondere im Slalom. Ihr erster großer Titel kam 2013, gefolgt von Slalom-Olympiagold 2014 in Sotschi und erneut 2024 in Cortina d'Ampezzo. Sie dominierte die Gesamtweltcupwertung sechsmal. Die deutsche Allrounderin Emma Aicher gilt als Hoffnungsträgerin, seit sie im vergangenen Winter knapp hinter Shiffrin Zweite wurde.

Zukunftsprognose

Sollte Shiffrin wie angekündigt auf mehrere Slaloms verzichten, könnten Allrounderinnen wie Emma Aicher im Gesamtweltcup tatsächlich aufschließen oder sogar vorbeiziehen. Das führt möglicherweise zu einer offeneren Weltcupsaison, in der neue Gesichter auf das Podium fahren. Für Shiffrin bedeutet der Strategiewechsel die Chance, im Riesenslalom und Super-G weitere Meilensteine zu setzen. Eine endgültige Bewertung wird jedoch erst am Ende der Saison möglich sein.

Erklärungen

Wer ist Mikaela Shiffrin?

Mikaela Shiffrin ist die erfolgreichste Skirennläuferin aller Zeiten. Sie stammt aus den USA, hält 110 Weltcupsiege und hat bei Olympia sowie Weltmeisterschaften mehrfach Gold gewonnen.

Worum geht es beim Gesamtweltcup?

Im Gesamtweltcup werden über die gesamte Saison hinweg alle Rennpunkte addiert. Wer am Ende die höchste Punktzahl hat, gewinnt die große Kristallkugel.

OZD-Extras

Shiffrins Fokuswechsel hat keine direkten Auswirkungen auf die Börsen oder Aktienmärkte, im Ski-Business allerdings dürfte die Spannung um den Gesamtweltcup für Medien- und Werbepartner steigen. Ein kurioser Fakt: Mit 73 Slalomweltcupsiegen ist Shiffrin Rekordhalterin.

Gewinnspiel

Wie viele Slalomweltcupsiege hat Mikaela Shiffrin bisher errungen?

A) 63

B) 73

C) 83

D) 93

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.