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Slalom-Coup rettet Medaille: Aicher fährt DSV-Team aufs Podest

Hauchdünn an Gold vorbei, aber großartig gekämpft: Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann holen in der olympischen Team-Kombination Silber – nur 0,05 Sekunden fehlen zum Sieg.

Emma Aicher fuhr Kira Weidle-Winkelmann mit einem breiten Grinsen in die Arme, dann begann das große Zittern. Doch die Aufholjagd des deutschen Duos wurde belohnt: In der olympischen Team-Kombination holten Aicher und Weidle-Winkelmann die Silbermedaille. Lediglich 0,05 Sekunden fehlten zum Olympiasieg.

Gold ging sensationell an Team Österreich 2 mit Ariane Rädler und Katharina Huber. Bronze sicherte sich USA 2 mit Jacqueline Wiles und Paula Moltzan (+0,25). Die Topfavoritinnen Mikaela Shiffrin und Breezy Johnson, die nach der Abfahrt in Cortina d’Ampezzo noch geführt hatten, verpassten das Podest und wurden Vierte. Shiffrin verlor im Slalom entscheidend Zeit.

Ganz anders Aicher: Zwei Tage nach ihrem Silber in der Abfahrt, bei dem ihr nur 0,04 Sekunden zu Gold gefehlt hatten, zeigte die 21-Jährige erneut Nervenstärke. Mit Slalom-Bestzeit schob sie das DSV-Duo noch von Rang sechs aufs Podest. Im Ziel jubelte sie gemeinsam mit Weidle-Winkelmann und Rodel-Star Felix Loch.

Dabei war die Ausgangslage schwierig. Nach der Abfahrt lag Deutschland 0,47 Sekunden hinter Bronze, Gold schien mit 0,74 Sekunden Rückstand weit entfernt. Doch Weidle-Winkelmann blieb optimistisch. „Das ist eine ganz gute Ausgangsposition für die Emma, es ist noch alles möglich“, sagte sie vor dem Slalom.

Die Speed-Spezialistin selbst hatte eine solide Abfahrt gezeigt, wenn auch minimal langsamer als im Einzelrennen. „Von der Sicht her war es deutlich diffuser, die Schläge werden auch immer mehr“, erklärte sie. Andere Teams hatten größere Probleme – so stürzte die Italienerin Sofia Goggia im Team mit Lara Della Mea und schied aus. OZD

OZD-Kommentar – Mut, Nerven, Silber

Diese Medaille ist ein Statement. Nicht perfekt gestartet, aber perfekt reagiert. Aicher und Weidle-Winkelmann zeigen, was Team-Kombination bedeutet: Vertrauen, Risiko und maximale Präzision. 0,05 Sekunden sind bitter – aber dieses Silber glänzt wie Gold.

Historischer Hintergrund

Die Team-Kombination verbindet Abfahrt und Slalom und fordert Vielseitigkeit wie kaum ein anderes alpines Format. Für Deutschland sind Podestplätze in dieser Disziplin selten – umso größer ist die Bedeutung dieses Erfolgs.

Zukunftsprognose

Emma Aicher etabliert sich endgültig als neue deutsche Allround-Hoffnung. Gemeinsam mit erfahrenen Athletinnen wie Weidle-Winkelmann könnte sie das deutsche Team auch in den kommenden Jahren regelmäßig auf Podestkurs bringen.

OZD-Gewinnspiel

Frage:
Wie groß war der Rückstand des deutschen Duos auf Gold?

A) 0,25 Sekunden
B) 0,47 Sekunden
C) 0,05 Sekunden
D) 0,74 Sekunden

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Mini-Infobox

– Disziplin: Alpine Team-Kombination
– Athletinnen: Emma Aicher / Kira Weidle-Winkelmann
– Ergebnis: Silber
– Rückstand auf Gold: 0,05 Sekunden
– Ort: Cortina d’Ampezzo

OZD-Analyse

Ausgangslage
a) Rückstand nach Abfahrt
b) Hoher Druck im Slalom
c) Starke Konkurrenz

Schlüssel zum Erfolg
a) Slalom-Bestzeit
b) Nervenstärke
c) Patzer der Konkurrenz

Bedeutung für das Team
a) Zweite Medaille für Aicher
b) Signal an die Konkurrenz
c) Stärkung des deutschen Alpinteams

Erklärung

Was ist die Team-Kombination?
Die Team-Kombination besteht aus einer Abfahrt und einem Slalom, die von zwei Athletinnen eines Landes absolviert werden. Die Zeiten werden addiert.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.

OZD-Extras

Beeindruckend: Emma Aicher gewinnt innerhalb weniger Tage gleich zwei olympische Medaillen.