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Messung überrascht: Mont Blanc gewinnt an Höhe in den Alpen

Frankreichs höchster Berg, der Mont Blanc, ist laut neuer Messung fast zwei Meter höher als 2023. Experten sehen dauerhafte Veränderungen am Gipfel.

Fakten im Überblick

Der Mont Blanc wurde nun mit 4.807,47 Metern gemessen.

Der Gipfel ist 1,88 Meter höher als bei der letzten Messung 2023.

Experten beobachten seit 2001 alle zwei bis drei Jahre den Höhentrend.

Der Mont Blanc, Frankreichs höchster Berg und Wahrzeichen der Alpen, überrascht erneut mit einer veränderten Höhe. Wie jetzt bekannt wurde, misst der berühmte Gipfel nach aktuellen Ergebnissen 4.807,47 Meter und ist damit fast zwei Meter höher als bei der letzten offiziellen Erhebung von 2023. Die Experten des Départements Haute-Savoie, die den Alpengipfel regelmäßig untersuchen, präsentieren mit dieser Zahl eine auffällige Schwankung innerhalb kurzer Zeit. "Der Gipfel des Mont Blanc ist ständig in Bewegung", erklärt der Chef-Vermesser Jean des Garets anlässlich der aktuellen Pressekonferenz, und betont zugleich den vorläufigen Charakter einzelner Messdaten: "Jede individuelle Messung hat für sich genommen keine Bedeutung." Entscheidend seien vielmehr langfristige Trends, für die der Mont Blanc bereits seit 2001 im Rhythmus von zwei bis drei Jahren vermessen werde.

Die eigentliche Gesteinsspitze des Mont Blanc liegt bei etwa 4.792 Metern über dem Meeresspiegel, doch Wind und Wetter verändern immer wieder die darüber lagernde Schneedecke und Eisschicht. Dies führt zu den beobachteten jährlichen Schwankungen, bei denen der Gipfel zeitweise deutlich schrumpfen oder wie aktuell an Höhe gewinnen kann. Tatsächlich war der Koloss 2023 um rund zwei Meter niedriger als 2021, sodass sich die jetzt gemessene Höhe umso bemerkenswerter ausnimmt. Die oft auf 4.810 Meter gerundete Höhenangabe hält Chef-Vermesser des Garets angesichts dieser natürlichen Variabilität für "nicht verkehrt".

Besonderes Augenmerk der Fachleute gilt dem Einfluss des globalen Klimawandels auf die Gletscher und das Eis des Mont Blanc. Laut dem auf Gletscher spezialisierten Glaziologen Luc Moreau seien Veränderungen durch die Erderwärmung bislang "nicht bedeutend" und die aktuelle Höhe etwa jener des späten 19. Jahrhunderts vergleichbar. Trotzdem liefern die regelmäßigen Vermessungen wichtige Hinweise darüber, wie sich die Alpenlandschaft durch Klimaveränderungen entwickelt.

Mit jeder neuen Messung rückt der Mont Blanc ins Zentrum der Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern, Naturliebhabern und Bergbegeisterten weltweit. Die gegenwärtigen Ergebnisse unterstreichen, dass es für eine dauerhafte Aussage zur Entwicklung der Gipfelhöhe verlässlicher Langzeitdaten bedarf. Immer wieder bleibt es dabei spannend zu beobachten, wie sich der Mont Blanc von Jahr zu Jahr verändert.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Wenn der Mont Blanc wächst – Worauf Zahlen wirklich verweisen

Es klingt spektakulär: Der Mont Blanc legt fast zwei Meter an Höhe zu und lässt die Herzen der Bergfreunde sowie die Fantasie der Medien höher schlagen. Doch im Sog der Zahlen zeigt sich schnell, dass die Natur sich nicht an feste Messwerte hält – und genau das machen die Experten mit Nachdruck deutlich. Die Eis- und Schneekrone des Mont Blanc wird vom Wind zerzaust, von der Sonne geschmolzen und vom Wetter Jahr für Jahr neu geformt. Jede einzelne Messung ist damit Momentaufnahme einer lebendigen Landschaft. Trotzdem sind die gesammelten Höhenaktualisierungen wichtig: Sie gewähren Wissenschaft und Öffentlichkeit Einblicke in die Dynamik des Alpenraums und helfen, möglicherweise weitreichende Folgen des Klimawandels zu erkennen. Die oft verbreitete Präzision wird so zur Einladung, genauer hinzuschauen anstatt sich von zufälligen Schwankungen blenden zu lassen. Es ist zu erwarten, dass auch kommende Messungen ein bewegtes Bild zeichnen und der Mont Blanc seinen Ruhm als wankelmütiger Rekordhalter behält.

Historischer Hintergrund

Die Ermittlung der Gipfelhöhe des Mont Blanc beschäftigt Experten seit langem. Seit 2001 lässt das Département Haute-Savoie den markanten Alpengipfel regelmäßig vermessen, um den Einfluss von Wetter und Klimawandel auf die Eis- und Schneeschicht systematisch zu erfassen. Tatsächlich wurde schon im 19. Jahrhundert der Bereich von 4.807 bis 4.810 Metern festgestellt. Die Aufmerksamkeit auf den Mont Blanc als höchster Punkt Westeuropas ist nicht zuletzt durch den fortschreitenden Rückgang vieler Gletscher in den Alpen weiter gewachsen.

Zukunftsprognose

Die regelmäßige Überprüfung der Gipfelhöhe dürfte in den kommenden Jahren weiter Aufschluss darüber geben, wie sich Klimawandel und Wetterextreme auf das empfindliche Ökosystem der Alpen auswirken. Möglich ist, dass bei fortschreitender Erwärmung langfristig stärkere Veränderungen der Schneekuppe und der Gletscher auftreten. Bislang wurden aber keine dramatischen dauerhaften Höhenverluste beim Mont Blanc beobachtet. Die Bedeutung solcher Messungen für die Klimaforschung wird weltweit wachsen, und auch das touristische Interesse am höchsten Punkt Frankreichs dürfte trotz der Höhenfluktuationen erhalten bleiben.

Erklärungen

Was ist der Mont Blanc?

Der Mont Blanc ist mit über 4.800 Metern der höchste Berg der Alpen und Frankreichs. Er befindet sich an der Grenze zwischen Frankreich und Italien im Mont-Blanc-Massiv.

OZD-Extras

Eine Besonderheit bei der Messung des Mont Blanc ist das ständige Wechselspiel zwischen Wind, Schneelage und Eisaufbau – das Gipfelerlebnis ist daher jedes Jahr ein wenig anders.

Die aktuellen Messdaten können indirekt Einfluss auf Tourismus und regionale Wetterprognosen nehmen. Ein unmittelbarer Effekt auf Finanzmärkte oder Rohstoffpreise ist damit jedoch nicht verbunden.

Gewinnspiel

Wie hoch ist der Mont Blanc laut aktueller Messung?

A) 4.807,47 Meter

B) 4.810,00 Meter

C) 4.792,00 Meter

D) 4.999,99 Meter

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.