Fakten im Überblick
Mikaela Shiffrin führt nach dem ersten Durchgang des Riesenslaloms beim alpinen Weltcup-Auftakt in Sölden. Die US-Amerikanerin liegt 0,14 Sekunden vor Sara Hector aus Schweden und 0,37 Sekunden vor der Schweizerin Camille Rast.
Emma Aicher überzeugt mit einer starken Leistung und belegt zur Halbzeit Rang neun. Die 22-jährige Deutsche hat 1,25 Sekunden Rückstand auf Shiffrin und liegt damit auf Kurs zu einem ihrer bislang besten Riesenslalom-Ergebnisse.
Kira Weidle-Winkelmann zeigt bei ihrem erst zweiten Weltcup-Einsatz im Riesenslalom eine respektable Leistung und liegt 1,93 Sekunden zurück. Lena Dürr verliert insbesondere im anspruchsvollen Steilhang Zeit und weist einen Rückstand von 2,17 Sekunden auf.
Der alpine Ski-Weltcup ist in Sölden mit einem spannenden Riesenslalom der Frauen in die neue Saison gestartet. Auf dem Rettenbachgletscher hoch über dem österreichischen Wintersportort hat Mikaela Shiffrin bereits im ersten Durchgang ihre außergewöhnliche Klasse unter Beweis gestellt. Die US-amerikanische Gesamtweltcupsiegerin führt das Zwischenklassement an und geht damit als Gejagte in die Entscheidung am Nachmittag. Doch ihr Vorsprung ist gering: Die Schwedin Sara Hector liegt lediglich 0,14 Sekunden zurück, während die Schweizerin Camille Rast mit 0,37 Sekunden Rückstand ebenfalls in aussichtsreicher Position ist. Für die deutschen Skirennfahrerinnen verlief der Auftakt unterschiedlich. Besonders Emma Aicher sorgte mit einem starken neunten Platz für eine positive Überraschung.
Shiffrin zeigte auf der anspruchsvollen Strecke in Sölden, warum sie seit Jahren zu den prägenden Persönlichkeiten des alpinen Skisports gehört. Der traditionelle Saisonauftakt auf dem Rettenbachgletscher verlangt den Athletinnen bereits früh im Winter ein hohes Maß an Technik, Konzentration und körperlicher Stabilität ab. Insbesondere der steile Streckenabschnitt stellt hohe Anforderungen an die Linienwahl und die präzise Kontrolle der Ski. Shiffrin bewältigte diese Herausforderungen im ersten Lauf am schnellsten und verschaffte sich damit die beste Ausgangsposition für den zweiten Durchgang. Allerdings lässt der knappe Vorsprung gegenüber Hector und Rast noch keine Vorentscheidung zu. Bereits kleine Fahrfehler können die Reihenfolge an der Spitze verändern.
Sara Hector liegt als Zweite nur 14 Hundertstelsekunden hinter der Führenden. Die Schwedin gehört zu den erfahrenen Spezialistinnen im Riesenslalom und hat damit weiterhin alle Möglichkeiten, im zweiten Durchgang um den Sieg zu kämpfen. Auch Camille Rast befindet sich mit einem Rückstand von 37 Hundertstelsekunden in unmittelbarer Schlagdistanz. Das enge Zwischenklassement verspricht eine spannende Entscheidung, bei der die drei Erstplatzierten ihre Leistungen aus dem ersten Lauf bestätigen müssen. Für Shiffrin wird es insbesondere darauf ankommen, ihren Vorsprung zu verteidigen, ohne dabei zu viel Zeit durch eine vorsichtige Fahrweise zu verlieren. Gleichzeitig können Hector und Rast versuchen, mit einem besonders schnellen zweiten Lauf zusätzlichen Druck aufzubauen.
Aus deutscher Sicht steht Emma Aicher im Mittelpunkt. Die 22-Jährige zeigte eine überzeugende Fahrt und liegt nach dem ersten Durchgang auf dem neunten Rang. Ihr Rückstand auf Shiffrin beträgt 1,25 Sekunden. Bemerkenswert ist dieses Ergebnis vor allem deshalb, weil der Riesenslalom bislang nicht zu Aichers stärksten Disziplinen gehörte. In ihrer bisherigen Weltcup-Karriere konnte sie sich in dieser Disziplin erst zweimal unter den besten zehn platzieren. Nun hat sie bereits zum Saisonauftakt die Möglichkeit, ein weiteres Top-Ten-Ergebnis zu erreichen. Für die zweifache Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele wäre dies ein wichtiges Zeichen ihrer sportlichen Vielseitigkeit.
Aichers Leistung unterstreicht ihre Fähigkeit, sich auch außerhalb ihrer bisherigen stärksten Disziplinen konkurrenzfähig zu präsentieren. Im modernen alpinen Skisport unterscheiden sich die Anforderungen zwischen den einzelnen Wettbewerben erheblich. Während in den Speed-Disziplinen hohe Geschwindigkeiten und eine präzise Einschätzung weiter Kurvenradien im Vordergrund stehen, verlangt der Riesenslalom besonders saubere Schwünge und eine kontinuierliche Anpassung an den Streckenverlauf. Für eine Athletin, die in mehreren Disziplinen startet, ist diese Vielseitigkeit eine besondere Herausforderung. Aicher hat mit ihrem neunten Zwischenrang gezeigt, dass sie auch im Riesenslalom mit einem starken Ergebnis rechnen darf. Entscheidend wird nun sein, ob sie im zweiten Durchgang an ihre Leistung anknüpfen kann.
Auch Kira Weidle-Winkelmann hinterließ einen positiven Eindruck. Die deutsche Abfahrtsspezialistin absolvierte in Sölden erst ihren zweiten Weltcup-Start im Riesenslalom und schlug sich dabei respektabel. Mit einem Rückstand von 1,93 Sekunden zeigte sie, dass sie sich auch auf einer technisch anspruchsvollen Strecke behaupten kann. Für eine Athletin, deren Schwerpunkt traditionell auf den schnellen Disziplinen liegt, ist ein solcher Einsatz eine besondere Herausforderung. Die Bewegungsabläufe und die Anforderungen an die Linienführung unterscheiden sich deutlich von denen einer Abfahrt. Umso bemerkenswerter ist, dass Weidle-Winkelmann im ersten Durchgang sogar vor ihrer Teamkollegin Lena Dürr lag.
Für Lena Dürr verlief der Auftakt dagegen nicht nach Wunsch. Die erfahrene deutsche Rennfahrerin verlor insbesondere im steilen Abschnitt der Strecke wertvolle Zeit und lag nach dem ersten Durchgang 2,17 Sekunden hinter Shiffrin. Der Steilhang auf dem Rettenbachgletscher gilt als einer der schwierigsten Streckenabschnitte des traditionellen Saisonauftakts. Hier müssen die Athletinnen ihre Schwünge besonders präzise setzen und gleichzeitig ein hohes Tempo aufrechterhalten. Fehler bei der Linienwahl oder Schwierigkeiten beim Rhythmuswechsel können schnell zu einem deutlichen Zeitverlust führen. Dürr bekam diese Anforderungen im ersten Lauf zu spüren und muss nun versuchen, im zweiten Durchgang eine bessere Fahrt zu zeigen.
Die Entscheidung im Riesenslalom fällt am Nachmittag. Der zweite Durchgang beginnt um 13.30 Uhr und wird von ARD und Eurosport übertragen. Für Shiffrin bietet sich die Gelegenheit, ihre Führung in einen Auftaktsieg umzuwandeln. Hector und Rast werden versuchen, den knappen Rückstand aufzuholen. Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick vor allem auf Emma Aicher, die mit einer weiteren überzeugenden Fahrt ein wichtiges Ergebnis zum Saisonbeginn erreichen könnte. Der erste Durchgang hat bereits gezeigt, dass der Weltcup-Auftakt in Sölden sowohl an der Spitze als auch aus deutscher Perspektive interessante Entwicklungen bereithält. Das endgültige Ergebnis steht allerdings erst nach dem zweiten Lauf fest.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Emma Aicher zeigt, warum Vielseitigkeit im Skisport so wertvoll ist
Mikaela Shiffrin führt, Sara Hector und Camille Rast lauern knapp dahinter. Die Ausgangslage beim Riesenslalom in Sölden verspricht einen spannenden zweiten Durchgang. Doch aus deutscher Sicht ist es vor allem Emma Aicher, die Aufmerksamkeit verdient.
Die 22-Jährige hat sich bereits in unterschiedlichen alpinen Disziplinen einen Namen gemacht. Dass sie nun ausgerechnet im bislang weniger erfolgreichen Riesenslalom auf Rang neun liegt, zeigt ihre sportliche Entwicklung. Zwei bisherige Top-Ten-Platzierungen in dieser Disziplin verdeutlichen, dass ein weiteres Ergebnis unter den besten zehn keineswegs selbstverständlich wäre.
Besonders interessant ist dabei die Bedeutung der Vielseitigkeit. Athletinnen, die in mehreren Disziplinen konkurrenzfähig sind, müssen unterschiedliche technische und körperliche Anforderungen bewältigen. Diese Fähigkeiten können langfristig zusätzliche sportliche Möglichkeiten eröffnen.
Auch der Auftritt von Kira Weidle-Winkelmann verdient Anerkennung. Bei ihrem erst zweiten Weltcup-Start im Riesenslalom zeigte die Abfahrtsspezialistin eine respektable Leistung. Solche Einsätze können wertvolle Erfahrungen vermitteln, selbst wenn der sportliche Schwerpunkt weiterhin in anderen Disziplinen liegt.
Der erste Durchgang von Sölden macht deshalb nicht nur Lust auf die Entscheidung an der Spitze. Er zeigt auch, dass die deutschen Fahrerinnen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Saison starten und dabei interessante Entwicklungsmöglichkeiten besitzen.
Historischer Hintergrund
Der alpine Ski-Weltcup wird seit der Saison 1966/67 ausgetragen und gehört zu den wichtigsten internationalen Wettbewerbsserien im Wintersport. In verschiedenen Disziplinen sammeln die Athletinnen und Athleten über die Saison hinweg Punkte für die Gesamtwertung und die einzelnen Disziplinwertungen.
Sölden in Österreich hat sich als traditioneller Austragungsort des Weltcup-Auftakts etabliert. Die Rennen auf dem Rettenbachgletscher finden üblicherweise im Herbst statt und markieren für viele Athletinnen und Athleten den Beginn der neuen Rennsaison.
Der Riesenslalom gehört zu den technischen Disziplinen des alpinen Skisports. Im Vergleich zum Slalom sind die Tore weiter voneinander entfernt, sodass höhere Geschwindigkeiten erreicht werden. Die Gesamtzeit aus zwei Durchgängen entscheidet über das Ergebnis.
Mikaela Shiffrin zählt zu den erfolgreichsten Skirennfahrerinnen der Geschichte. Die US-Amerikanerin hat zahlreiche Weltcup-Rennen gewonnen und mehrfach die Gesamtwertung des alpinen Weltcups für sich entschieden.
Auch Sara Hector gehört seit Jahren zu den international etablierten Riesenslalom-Spezialistinnen. Die Schwedin gewann bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking die Goldmedaille in dieser Disziplin.
Zukunftsprognose
Für Mikaela Shiffrin bietet sich im zweiten Durchgang die Möglichkeit, den ersten Riesenslalom der neuen Weltcup-Saison zu gewinnen. Der knappe Vorsprung auf Sara Hector und Camille Rast lässt jedoch weiterhin unterschiedliche Ergebnisse zu.
Emma Aicher könnte mit einem weiteren starken Lauf eine Top-Ten-Platzierung erreichen. Ein solches Ergebnis wäre in ihrer bislang schwächsten Disziplin ein positives Signal für den weiteren Saisonverlauf.
Kira Weidle-Winkelmann und Lena Dürr werden versuchen, ihre Positionen im zweiten Durchgang zu verbessern, sofern sie sich dafür qualifiziert haben. Wie sich die endgültige Rangfolge entwickelt, hängt von den jeweiligen Laufzeiten und möglichen Fehlern ab.
Langfristig wird sich erst im weiteren Saisonverlauf zeigen, welche Bedeutung der Auftakt in Sölden für die Gesamtentwicklung der Fahrerinnen hat. Ein einzelnes Rennen liefert wichtige Hinweise auf die aktuelle Form, erlaubt aber noch keine verlässliche Prognose für die gesamte Weltcup-Saison.
Wer führt beim Riesenslalom-Weltcup-Auftakt in Sölden?
Mikaela Shiffrin aus den USA liegt nach dem ersten Durchgang in Führung. Sara Hector aus Schweden folgt mit 0,14 Sekunden Rückstand auf Platz zwei, Camille Rast aus der Schweiz mit 0,37 Sekunden Rückstand auf Rang drei.
Auf welchem Platz liegt Emma Aicher nach dem ersten Durchgang?
Emma Aicher belegt den neunten Platz. Die 22-jährige Deutsche hat 1,25 Sekunden Rückstand auf die führende Mikaela Shiffrin.
Wie schnitten Kira Weidle-Winkelmann und Lena Dürr ab?
Kira Weidle-Winkelmann liegt nach dem ersten Lauf 1,93 Sekunden hinter der Spitze. Lena Dürr weist einen Rückstand von 2,17 Sekunden auf. Genaue Platzierungen der beiden wurden in der vorliegenden Zwischenmeldung nicht genannt.
Wann beginnt der zweite Durchgang in Sölden?
Der zweite Lauf des Frauen-Riesenslaloms beginnt um 13.30 Uhr. Die Entscheidung wird von ARD und Eurosport übertragen.
OZD-Extra – Warum der Rettenbachgletscher zu den anspruchsvollsten Weltcup-Auftakten gehört
Der Rettenbachgletscher oberhalb von Sölden ist seit vielen Jahren eine feste Größe im alpinen Ski-Weltcup. Die hochalpine Lage ermöglicht es, bereits im Herbst internationale Rennen auszutragen.
Die Strecke zeichnet sich durch unterschiedliche Geländeabschnitte aus. Besonders der steile Mittelteil verlangt von den Athletinnen eine präzise Linienführung und eine sichere Kontrolle der Ski. Schon kleine Fehler können hier zu einem erheblichen Zeitverlust führen.
Im Riesenslalom ist es entscheidend, die Tore möglichst effizient anzufahren und gleichzeitig das Tempo über die gesamte Strecke aufrechtzuerhalten. Die Fahrerinnen müssen deshalb ständig zwischen aggressiver Linienwahl und kontrollierter Fahrweise abwägen.
Eine weitere Besonderheit des Weltcup-Auftakts besteht darin, dass die Athletinnen nach der Vorbereitungsphase erstmals wieder unter unmittelbaren Wettkampfbedingungen aufeinandertreffen. Trainingsergebnisse liefern zwar Hinweise auf die Form, ersetzen aber keinen Vergleich im Rennen.
Für vielseitige Fahrerinnen wie Emma Aicher kann ein erfolgreicher Riesenslalom-Auftakt besonders wertvoll sein. Er zeigt, dass die technischen Fähigkeiten auch in einer Disziplin abrufbar sind, in der bislang weniger Spitzenergebnisse erzielt wurden.
Das Rennen in Sölden bietet deshalb nicht nur eine erste Standortbestimmung für die Riesenslalom-Spezialistinnen. Es zeigt auch, welche Athletinnen bereits früh in der Saison mit starken Leistungen in unterschiedlichen Disziplinen auf sich aufmerksam machen können.
Gewinnspiel
Welche deutsche Skirennfahrerin liegt nach dem ersten Durchgang des Riesenslaloms in Sölden auf dem neunten Platz?
A: Lena Dürr
B: Kira Weidle-Winkelmann
C: Emma Aicher
D: Sara Hector
Jetzt beim großen OZD-Gewinnspiel 2026 mitmachen und die Chance auf Gutscheine sichern.
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.