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Handball-Krimi gegen die Niederlande: DHB-Frauen verpassen Sieg in letzter Sekunde

Deutschlands Handballerinnen spielen 25:25 gegen die Niederlande. Trotz des späten Ausgleichs macht das DHB-Team vor der EM Hoffnung.

Fakten im Überblick

Die deutschen Handballerinnen trennen sich beim Golden-League-Turnier in Odense mit 25:25 (13:12) von den Niederlanden. Der Ausgleich fällt in der letzten Sekunde.

Nina Engel erzielt zehn Tore, Torhüterin Sarah Wachter überzeugt mit 17 Paraden. Zuvor hatte Deutschland Dänemark mit 26:21 besiegt.

Am 4. Dezember beginnt für die DHB-Frauen die Europameisterschaft mit dem Auftaktspiel gegen Schweden in Bratislava. Zuvor stehen zwei Tests gegen Frankreich an.

Die deutschen Handballerinnen haben ihre gute Form vor der Europameisterschaft 2026 bestätigt, einen weiteren prestigeträchtigen Sieg jedoch buchstäblich in letzter Sekunde aus der Hand gegeben. Beim Golden-League-Turnier im dänischen Odense trennte sich die Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch am Sonntag mit 25:25 (13:12) von den Niederlanden. Nach dem überzeugenden 26:21 gegen Dänemark zeigte das DHB-Team auch gegen den WM-Halbfinalisten eine engagierte Leistung. Der späte Ausgleich verhinderte zwar den nächsten Erfolg, änderte aber wenig am positiven Gesamteindruck gut einen Monat vor dem EM-Start.

Vor rund 1.000 Zuschauern in der SJF Arena hatte Gaugisch seine Mannschaft gegenüber dem Dänemark-Spiel auf mehreren Positionen verändert. Rückraumspielerin Viola Leuchter wurde geschont und stand nicht im Kader. Im Tor erhielt Sarah Wachter von Borussia Dortmund den Vorzug vor Stammtorhüterin Katharina Filter. Die Begegnung begann für Deutschland allerdings alles andere als optimal. Nach sieben Minuten lagen die DHB-Frauen mit 1:4 zurück. Erst durch eine stabilere Abwehr und mehrere starke Paraden von Wachter fand die Mannschaft besser ins Spiel. In der 14. Minute brachte Nina Engel Deutschland erstmals in Führung. Anschließend entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit wechselnden Führungen.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Deutschland zunächst Schwierigkeiten, den Rhythmus zu finden. Wachter blieb jedoch ein entscheidender Rückhalt. Insgesamt parierte die Torhüterin 17 Würfe und hielt ihre Mannschaft damit immer wieder im Spiel. In der 41. Minute wurde sie bei einem Wurf der Niederländerin Kelly Dulfer im Gesicht getroffen. Nach kurzer Behandlung konnte sie weiterspielen. Im Angriff übernahm vor allem Nina Engel Verantwortung. Die Rückraumspielerin erzielte zehn Treffer und war damit die erfolgreichste Torschützin der Begegnung.

In der Schlussphase schien sich der Einsatz der deutschen Mannschaft auszuzahlen. Durch eine Überzahlsituation und einen verwandelten Siebenmeter von Engel ging Deutschland in der 55. Minute mit 24:23 in Führung. Wenig später lag das DHB-Team mit 25:24 vorn. Emily Vogel hatte die Möglichkeit, den Vorsprung entscheidend auszubauen, vergab jedoch ihre Chance. Die Niederländerinnen nutzten ihre letzte Gelegenheit: Dione Housheer traf mit der Schlussekunde zum 25:25 und nahm Deutschland damit den bereits greifbaren Sieg.

Bundestrainer Markus Gaugisch zog dennoch ein positives Fazit. "Wir wollen flexibel sein im Angriffsspiel. Ich glaube, das ist uns gelungen", sagte er bei ProSieben MAXX. Mit Blick auf die bevorstehende Europameisterschaft ergänzte er: "Es gibt viel, was wir mitnehmen können auf dem Weg Richtung Europameisterschaft". Gerade die Leistungen von Engel und Wachter sowie die Reaktion auf schwierige Spielphasen dürften dem Trainer wichtige Erkenntnisse für die weitere Vorbereitung liefern.

Die nächsten personellen Entscheidungen stehen bereits bevor. Am Freitag, dem 30. Oktober, will Gaugisch sein erweitertes EM-Aufgebot bekannt geben. Die beim Turnier in Odense eingesetzten Spielerinnen haben sich dafür mit ihren Leistungen empfohlen. Offen bleibt die Situation von Xenia Smits. Die 32-jährige langjährige Leistungsträgerin ist vor wenigen Wochen erstmals Mutter geworden. Gaugisch hatte ihr eine Rückkehr offengelassen, ihr aktueller Leistungsstand ist jedoch ungewiss.

Ende November stehen für Deutschland noch zwei Vorbereitungsspiele gegen den Olympia-Zweiten Frankreich auf dem Programm. Am 4. Dezember beginnt die Europameisterschaft für die DHB-Frauen in Bratislava mit dem Spiel gegen Schweden. Weitere Vorrundengegner sind die Slowakei und Serbien. Das Turnier wird in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei ausgetragen. Nach den Auftritten gegen Dänemark und die Niederlande darf die deutsche Mannschaft mit Zuversicht in die entscheidende Phase ihrer Vorbereitung gehen.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Ein verpasster Sieg, der trotzdem Mut macht

Ein Gegentor in der letzten Sekunde ist bitter. Besonders dann, wenn die eigene Mannschaft zuvor die Gelegenheit hatte, die Partie zu entscheiden. Doch wer die Leistung der deutschen Handballerinnen ausschließlich am 25:25 gegen die Niederlande misst, übersieht die wichtigsten Erkenntnisse dieses Spiels.

Deutschland hat gegen einen starken internationalen Gegner bewiesen, dass es auch nach schwierigen Anfangsphasen zurückkommen kann. Die Mannschaft zeigte Kampfgeist, taktische Flexibilität und individuelle Qualität. Mit Sarah Wachter und Nina Engel überzeugten zudem zwei Spielerinnen, deren Leistungen für die personelle Breite des Kaders sprechen.

Gleichzeitig darf der späte Ausgleich nicht einfach abgehakt werden. Gerade bei großen Turnieren entscheiden wenige Sekunden über Sieg und Niederlage. Chancenverwertung, Konzentration und klare Entscheidungen in der Schlussphase müssen deshalb Bestandteil der weiteren Vorbereitung bleiben.

Der Auftritt in Odense liefert Gaugisch eine wertvolle Mischung aus Bestätigung und Arbeitsauftrag. Deutschland kann mit Selbstvertrauen zur Europameisterschaft reisen, sollte aus dem verpassten Sieg aber die richtigen Lehren ziehen.

Historischer Hintergrund

Der Deutsche Handballbund gehört mit seinen Frauen- und Männernationalmannschaften zu den traditionsreichen Handballnationen Europas. Während die deutschen Männer international regelmäßig im Mittelpunkt stehen, kämpfen die Frauen seit Jahren darum, sich dauerhaft in der europäischen Spitzengruppe zu etablieren.

Die Europameisterschaft zählt neben Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen zu den wichtigsten internationalen Wettbewerben im Frauenhandball. Gerade in Europa ist die Leistungsdichte hoch. Mannschaften wie Dänemark, Frankreich, Norwegen und die Niederlande gehören seit Jahren zu den anspruchsvollen Gegnern.

Vorbereitungsturniere wie die Golden League bieten den Nationalmannschaften die Gelegenheit, unterschiedliche taktische Varianten zu testen und ihre Leistungsfähigkeit gegen internationale Konkurrenz einzuschätzen. Das Turnier im dänischen Odense erfüllt für Deutschland genau diese Funktion.

Zukunftsprognose

Die Leistungen gegen Dänemark und die Niederlande sprechen dafür, dass Deutschland mit einer konkurrenzfähigen Mannschaft in die Europameisterschaft starten kann. Ob daraus tatsächlich eine Medaille entsteht, hängt allerdings von mehreren Faktoren ab.

Entscheidend werden eine stabile Abwehr, die Qualität im Tor und eine konsequente Chancenverwertung sein. Gerade in engen Begegnungen gegen internationale Spitzenmannschaften können einzelne Fehler den Ausschlag geben.

Auch die Kaderzusammenstellung bleibt ein wichtiger Faktor. Mit der Bekanntgabe des erweiterten EM-Aufgebots am 30. Oktober und den beiden Tests gegen Frankreich Ende November stehen noch wesentliche Schritte der Vorbereitung bevor.

Die Ausgangslage ist vielversprechend. Eine sichere Prognose über das Abschneiden Deutschlands lässt sich aus den bisherigen Testspielen jedoch nicht ableiten.

Wer ist Markus Gaugisch?

Markus Gaugisch ist Bundestrainer der deutschen Frauen-Handballnationalmannschaft. Er verantwortet die sportliche Vorbereitung, die taktische Ausrichtung und die Zusammenstellung des Kaders für internationale Wettbewerbe.

Wer ist Nina Engel?

Nina Engel ist eine deutsche Handballnationalspielerin im Rückraum. Beim Golden-League-Spiel gegen die Niederlande in Odense war sie mit zehn Treffern die erfolgreichste Torschützin der Partie.

Wer ist Sarah Wachter?

Sarah Wachter ist Handballtorhüterin bei Borussia Dortmund und gehört zum deutschen Nationalmannschaftskader. Gegen die Niederlande überzeugte sie mit 17 Paraden und trug wesentlich dazu bei, dass Deutschland nach einem frühen Rückstand zurück ins Spiel fand.

Wann beginnt die Handball-EM der Frauen 2026?

Deutschland startet am 4. Dezember 2026 in Bratislava gegen Schweden in die Europameisterschaft. Die weiteren Vorrundengegner sind die Slowakei und Serbien.

Was ist die Golden League im Handball?

Die Golden League ist eine Reihe internationaler Handballturniere, bei denen Nationalmannschaften auf hochklassige Gegner treffen. Die Begegnungen dienen unter anderem der Vorbereitung auf große Meisterschaften und ermöglichen den Trainern, unterschiedliche Aufstellungen und taktische Konzepte zu erproben.

OZD-Extra – Warum ein Unentschieden für die EM-Vorbereitung besonders wertvoll sein kann

Ein deutlicher Sieg kann Selbstvertrauen geben. Ein enges Spiel liefert einem Trainerteam dagegen häufig zusätzliche Erkenntnisse über die Belastbarkeit seiner Mannschaft.

Gegen die Niederlande musste Deutschland einen frühen Rückstand aufholen, mehrere Führungswechsel bewältigen und in einer umkämpften Schlussphase die richtigen Entscheidungen treffen. Genau solche Situationen lassen sich im Training nur begrenzt nachstellen.

Die Partie in Odense zeigte außerdem, dass sich auch Spielerinnen außerhalb der gewohnten Startformation auf internationalem Niveau behaupten können. Sarah Wachters 17 Paraden und Nina Engels zehn Treffer sind dafür zwei konkrete Beispiele.

Für Bundestrainer Markus Gaugisch könnte dieser Erkenntnisgewinn bei der endgültigen Kaderplanung mindestens ebenso wichtig sein wie das Ergebnis.

Gewinnspiel

Wie viele Tore erzielte Nina Engel beim 25:25 der deutschen Handballerinnen gegen die Niederlande?

A: 6 Tore

B: 8 Tore

C: 10 Tore

D: 12 Tore

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.