Fakten im Überblick
Die Fed plant 2027 sieben statt acht Zinsentscheidungen.
Ab 2028 soll es nur noch sechs geldpolitische Entscheidungen geben.
Der Leitzins bleibt aktuell bei 3,75 bis 4,0 Prozent.
Die US-Notenbank Federal Reserve will künftig seltener über den Leitzins entscheiden. Fed-Chef Kevin Warsh kündigte in Washington für das kommende Jahr sieben statt bisher acht Zinsabstimmungen an. 2028 soll die Zahl auf sechs sinken.
Einzelne Sitzungen sollen ausschließlich der langfristigen geldpolitischen Strategie dienen. Bei der aktuellen Sitzung ließ die Fed den Leitzins unverändert. Zwei Mitglieder stimmten jedoch wegen der hohen Inflation für eine Anhebung.
Die Reform verändert den Sitzungskalender, nicht die Unabhängigkeit der Zentralbank. Finanzmärkte dürften künftig stärker auf die verbleibenden Termine und auf neue Konjunkturdaten reagieren. Konkrete Kursbewegungen lassen sich daraus nicht ableiten.
OZD/AFP
OZD-Kommentar - Einordnung
Weniger Entscheidungen können die Kommunikation ordnen, verringern aber auch die Zahl regulärer Reaktionspunkte. Entscheidend bleibt, ob die Fed bei unerwarteten Krisen flexibel handelt.
Historischer Hintergrund
Die Fed steuert mit dem Leitzins Kreditkosten, Nachfrage und Inflation. US-Präsident Donald Trump drängt seit Langem auf niedrigere Zinsen.
Zukunftsprognose
2027 beginnt die neue Struktur mit einer Strategiesitzung. Ab 2028 sind zwei Strategietermine und sechs geldpolitische Sitzungen vorgesehen.
Was ist der Leitzins?
Er beeinflusst, zu welchen Kosten sich Banken Geld beschaffen und wirkt dadurch auf Kredite, Sparzinsen und Konjunktur.
OZD-Extra - Strategietermine ohne Zinsvotum
Die Fed trennt künftig langfristige Grundsatzdebatten stärker von konkreten Zinsentscheidungen.
Gewinnspiel
Wie viele Zinsentscheidungen sind 2028 geplant?
A: Sechs
B: Sieben
C: Acht
D: Zehn
Zum großen OZD-Gewinnspiel 2026
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.