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Trump droht mit Angriff auf Pickaxe Mountain im Iran

US-Präsident Trump bringt Angriffe auf iranische Ziele ins Gespräch. Der Fokus liegt auf dem Pickaxe Mountain. Die Diplomatie bleibt angespannt.

Fakten im Überblick

Donald Trump droht mit Angriffen auf den iranischen Pickaxe Mountain.

Die USA halten weitere Militäraktionen für möglich, verhandeln aber weiter diplomatisch.

Irans Führung warnt vor einer uneingeschränkten und effektiven Antwort.

US-Präsident Donald Trump hat erneut Spannungen mit dem Iran geschürt, indem er bei einem Auftritt in Mar-a-Lago neue Angriffe auf Ziele in dem Land in Aussicht stellte. Im Fokus steht nach seinen Worten der sogenannte Pickaxe Mountain, ein in der Provinz Isfahan gelegener Berg, unter dem westliche Geheimdienste einen iranischen Atomkomplex vermuten. "Wir haben ihr Atomprogramm ausgeschaltet. Wir müssen uns noch um, ich würde sagen, ein oder zwei Anlagen kümmern, aber das können wir in zehn Minuten erledigen", so Trump gegenüber Journalisten. Besonders deutlich wurde er hinsichtlich eines möglichen Ziels: "Man könnte sich wahrscheinlich den Pickaxe Mountain ansehen, und darum muss man sich kümmern". Die iranische Regierung aber weist zurück, dass dort geheime Arbeiten am Atomprogramm stattfänden.

Trotz der Drohungen betonte Trump, die USA hätten es mit weiteren Angriffen nicht eilig. Die laufenden Verhandlungen über ein mögliches Ende des Iran-Kriegs laufen nach seinen Worten "gut", allerdings bezeichnete er die iranische Seite als "nicht sehr zuverlässig". Laut US-Außenminister Marco Rubio hat Trump noch keine Entscheidung über neue Angriffe getroffen. Eine diplomatische Lösung sei weiterhin möglich. Irans Außenminister Abbas Araghtschi ließ mitteilen, dass aktuell keine Treffen mit US-Vertretern geplant sind, aber Konsultationen über Vermittler andauern. Der Oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, warnte eindringlich vor erneuten Angriffen und kündigte eine "sofortigen, wirkungsvollen und geografisch uneingeschränkten Antwort" an.

Der Konflikt zwischen beiden Ländern hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels begonnen. Nachdem eine Vereinbarung im Juni gescheitert war, sind die diplomatischen Gespräche zäh. Während die Welt auf eine friedliche Lösung hofft, bleiben die Fronten vorerst verhärtet.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Drohung als kalkuliertes Signal

Donald Trump bringt erneut gezielt militärische Optionen gegen den Iran ins Gespräch. Die Nennung des Pickaxe Mountain ist mehr als eine beiläufige Andeutung. Der US-Präsident sendet ein klares Signal: Die Vereinigten Staaten sehen sich weiterhin im Vorteil und wollen den Druck auf Teheran aufrechterhalten. Gleichzeitig bleibt die Tür für Verhandlungen offen – ein klassisches Muster amerikanischer Außenpolitik: Den Gegner durch demonstrierte Stärke einschüchtern, aber einen Ausweg durch Diplomatie ermöglichen. Dass die Iraner in Trumps Worten "nicht sehr zuverlässig" sind, offenbart aber auch das tiefe Misstrauen. Chameneis scharfe Warnung einer "sofortigen, wirkungsvollen und geografisch uneingeschränkten Antwort" zeigt, wie schnell aus Drohungen eine neue Eskalationsspirale entstehen kann. Sollte die Diplomatie erneut scheitern, droht eine weitere militärische Zuspitzung. Wahrscheinlicher ist derzeit, dass beide Seiten ihre Positionen zunächst rhetorisch schärfen, um dann erneut hinter verschlossenen Türen zu verhandeln.

Historischer Hintergrund

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran über das iranische Atomprogramm schwelt seit Jahren. Zentrales Element war immer wieder der Verdacht, dass der Iran verdeckt an der Entwicklung von Atomwaffen arbeitet. Das Joint Comprehensive Plan of Action, besser bekannt als Iran-Atomabkommen, stellte einen zeitweiligen Kompromiss dar, scheiterte letztlich aber an fehlender Umsetzung und gegenseitigem Misstrauen. Ende Februar begannen die aktuellen Kampfhandlungen zwischen den USA, Israel und dem Iran, nachdem Dialogversuche zunächst gescheitert waren. Die diplomatische Sackgasse im Juni verhärtete die Fronten weiter. Pickaxe Mountain, in der Provinz Isfahan, spielt immer wieder eine Rolle in westlichen Analysen, während Iran einen Zusammenhang mit Atomaktivitäten bestreitet. Der neue Ton setzt diese lange Konfliktlinie fort.

Zukunftsprognose

Sollte Trump seine Drohungen in die Tat umsetzen, könnte eine neue Eskalationswelle den Nahen Osten in große Unruhe stürzen. Weitere Angriffe auf iranische Ziele würden das internationale Vertrauen in Friedensgespräche erschüttern und neue Sanktionen oder militärische Reaktionen auslösen. Bleiben die Gespräche dominant, könnte zumindest eine kurzfristige Entspannung möglich sein. Langfristig droht die Gefahr, dass der Konflikt durch einzelne militärische Aktionen jederzeit neu aufflammt. Auch die europäische Diplomatie bleibt gefordert, vermittelt aber aktuell im Hintergrund.

Erklärungen

Was ist der Pickaxe Mountain?

Der Pickaxe Mountain liegt in der iranischen Provinz Isfahan, rund 200 Kilometer südlich von Teheran. Westliche Geheimdienste vermuten dort einen unterirdischen Atomanlagen-Komplex. Der Iran bestreitet dies.

Wie begann der Iran-Krieg 2024?

Die aktuelle Phase des Iran-Kriegs begann Ende Februar 2024 durch Angriffe der USA und Israels auf iranische Ziele. Ein Waffenstillstand konnte nicht erreicht werden.

OZD-Extras

Für die internationalen Rohstoffmärkte könnte jede weitere Eskalation kurzfristige Preissteigerungen bei Öl und Gas auslösen, dies ist in der Vergangenheit bei Iran-Krisen häufiger beobachtet worden. Es gibt jedoch bislang keine konkreten neuen Auswirkungen auf Aktien oder Währungen.

Gewinnspiel

Wie heißt der von Trump genannte Berg in der iranischen Provinz Isfahan?

A) Pickaxe Mountain

B) Mount Everest

C) Rocky Mountains

D) Alpen

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.