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Cristiano Ronaldo verkündet Ende seiner Länderspielkarriere

Cristiano Ronaldo erklärt nach 146 Toren in 234 Spielen das Ende bei Portugals Nationalelf. Ein emotionaler Abschied für das gesamte Land.

Fakten im Überblick

Cristiano Ronaldo beendet seine Karriere in Portugals Nationalmannschaft.

Ronaldo erzielte in 234 Länderspielen 146 Treffer für Portugal.

Nach öffentlichem Streit mit Trainer Jorge Jesus folgte der Rücktritt.

Cristiano Ronaldo hat das Ende seiner Karriere in Portugals Fußball-Nationalmannschaft verkündet. "Heute geht meine Reise in der Nationalmannschaft zu Ende", sagte der 41-Jährige in einer am Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft. Nach 146 Toren in 234 Länderspielen verabschiedet sich der Europameister von 2016 von einer Bühne, auf der er Portugals Fußball geprägt hat wie kein Zweiter. Der Tag, um Abschied zu nehmen, sei nun gekommen. In bewegten Worten erklärte Ronaldo: "Der Tag ist gekommen, an dem ich das Trikot mit der Nummer 7 unserer Nationalmannschaft zurückgeben muss. Ich habe es nie als ausschließlich meins empfunden". Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen: "Es war keine einfache Entscheidung, denn es gibt Entscheidungen, die man nicht nur mit dem Kopf trifft. Man trifft sie auch mit dem Herzen."

Vor seinem Rücktritt hatte Ronaldo mit Nationaltrainer Jorge Jesus einen öffentlichen Streit. Er verließ Ende September das Trainingslager der Nationalelf vorzeitig und warf dem Trainer anschließend vor, sein Wort über Einsatzzeiten gebrochen zu haben. Der Verband reagierte mit einer 30-tägigen Sperre und einer Geldstrafe von 255 Euro. Die Strafe wurde rückwirkend ab dem 30. September verhängt und lief Ende Oktober aus. Ronaldo entschuldigte sich später, betonte zunächst aber, weiter machen zu wollen. Jesus schloss eine Rückkehr zuletzt nicht aus. Am Ende entschied sich Ronaldo selbst für das Karriereende im Nationaltrikot. Portugals Fußballverband verabschiedete sein "ultimatives Symbol" "in tiefer Dankbarkeit" und kündigte eine "angemessene Würdigung" an. "Obrigado, Capitão!" und "Cristiano Ronaldo hat Portugals Namen zu Ruhm verholfen und Generationen junger Menschen inspiriert, die davon träumen, in seine Fußstapfen zu treten. Für viele von uns ist er der beste Spieler aller Zeiten!" hieß es weiter.

Im Abschiedsvideo blickte Ronaldo auf die sportlichen und persönlichen Höhen und Tiefen seiner Zeit als Nationalspieler zurück. Er sprach von Siegen, "die ich nie vergessen werde. Es gab Niederlagen, an die zu denken mir bis heute schwerfällt". Ebenso machte er deutlich: "auch versagt, ich habe auch gelitten, es gab Momente, in denen ich den Portugiesen nicht das geben konnte, was ich mir so sehr gewünscht hatte. Aber ich habe niemals aufgegeben". Ronaldo wandte sich direkt an seine Teamkameraden: "Ich hatte das Privileg, euer Kapitän zu sein. Aber kein Kapitän geht allein. Und ihr seid Teil meiner Geschichte."

Ronaldo gab 2003 im Alter von 18 Jahren sein Debüt für Portugal. Neben dem EM-Titel 2016 gewann er mit der Nationalelf die Nations League 2019 und 2025. In einer früheren Erklärung hatte er gesagt, dies sei "wahrscheinlich" sein letztes Jahr als Fußballprofi. Portugals Team tritt in der Nations League weiterhin erfolgreich auf. Die Mannschaft gewann alle vier bisherigen Gruppenspiele, drei davon ohne Ronaldo, und ist bereits zwei Spieltage vor Schluss für das Viertelfinale qualifiziert. In den kommenden Tagen stehen Duelle gegen Dänemark und Wales an.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Ein Abschied mit Strahlkraft – Ronaldo und sein Nationalteam

Der Rückzug von Cristiano Ronaldo aus Portugals Nationalmannschaft ist weit mehr als das Ende einer beeindruckenden Sportkarriere. Es ist das leise Verlöschen eines Symbols, das Generationen inspiriert und einen kleinen Fußballstaat an die Weltspitze geführt hat. Dass der Abschied nicht gänzlich ohne Schatten blieb, verdeutlicht die Fallhöhe: Selbst Champions können stolpern. Dennoch bleibt das Vermächtnis eines Rekordtorschützen bestehen, eines Spielers, der Siege und Niederlagen nie allein trug und Portugals Identität im Weltfußball prägte. Ronaldos Entscheidung zeugt auch von Größe – das Ringen zwischen Herz und Verstand spricht eine universelle Sprache, der sich kaum jemand entziehen kann. Die Zukunft wird zeigen, ob Portugal in sportlicher Hinsicht kurzfristig profitiert oder unter dem Vakuum leidet, das solche Persönlichkeiten hinterlassen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Ronaldos Wirkung nach seinem Abtritt für viele Jahre nachhallen wird.

Historischer Hintergrund

Cristiano Ronaldo debütierte 2003 als 18-Jähriger für die portugiesische Nationalmannschaft. Ein historischer Höhepunkt war der Gewinn der Europameisterschaft 2016. Mit den Erfolgen in der Nations League 2019 und 2025 prägte er maßgeblich eine Ära des portugiesischen Fußballs. Seine außergewöhnliche Torquote und seine Präsenz bei internationalen Turnieren machten ihn zum globalen Aushängeschild seines Landes. Der portugiesische Fußballverband wusste Ronaldos Bedeutung über viele Jahre für die Entwicklung des Sports zu nutzen.

Zukunftsprognose

Das Karriereende Ronaldos bedeutet eine Zeitenwende für Portugals Nationalmannschaft. Führung und Verantwortung werden sich auf mehrere Köpfe verteilen, Nachwuchstalente könnten schneller in Schlüsselrollen wachsen. International bleibt Portugal sportlich stark, aber die Wirkung eines Symbols wie Ronaldo wird sich wirtschaftlich und gesellschaftlich erst in Zukunft einschätzen lassen. Die Begeisterung um die Seleção dürfte zunächst leicht sinken, mittelfristig jedoch neue Fans gewinnen. Ronaldos Inspiration wird jüngere Spieler weiter begleiten, auch wenn sie nun auf eigenen Beinen stehen müssen.

Erklärungen

Wer ist Cristiano Ronaldo?

Cristiano Ronaldo wurde 1985 auf Madeira geboren. Er gilt als einer der erfolgreichsten und bekanntesten Fußballspieler der Welt. Für Portugal erzielte er 146 Tore in 234 Länderspielen und feierte große Titel wie die Europameisterschaft 2016. Zuletzt spielte er bei Al-Nassr.

Was ist die portugiesische Nationalmannschaft?

Die portugiesische Fußball-Nationalmannschaft, auch Seleção genannt, vertritt das Land bei internationalen Wettbewerben. Der EM-Erfolg 2016 gilt als ihr größter Triumph.

OZD-Extras

Cristiano Ronaldo ist der erste Spieler, der an fünf EM-Endrunden teilnahm. Über zwei Jahrzehnte prägte er Portugals Nationalteam wie kein anderer. Sein Abgang dürfte kurzfristig geringe Auswirkungen auf Fußballmärkte oder Sponsoren-Budgets haben, bleibt jedoch ein Meilenstein für die Positionierung des portugiesischen Fußballs.

Gewinnspiel

In welchem Jahr wurde Cristiano Ronaldo Europameister mit Portugal?

A) 2008

B) 2012

C) 2016

D) 2020

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.