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Russische Teilnahme bedroht Eishockey-WM in Deutschland

Die Bundesregierung sieht eine Eishockey-WM in Deutschland bei russischer Teilnahme durch Boykotte und Sponsorensorgen als faktisch unmöglich an.

Fakten im Überblick

Die Bundesregierung hält eine Eishockey-WM mit russischer Mannschaft für faktisch unmöglich.

Mehrere Länder und Sponsoren drohen bei russischer Teilnahme mit Boykott oder Absage.

Der DEB bringt die Rückgabe der Gastgeberrolle wegen der Lage ins Gespräch.

Die Austragung der Eishockey-Weltmeisterschaft im kommenden Mai in Deutschland steht auf der Kippe. Die Bundesregierung bezeichnet die Ausrichtung der WM bei einer Zulassung der russischen Nationalmannschaft als "faktisch unmöglich". Regierungssprecher Stefan Kornelius betonte nach Gesprächen mit dem Deutschen Eishockey-Bund, dem Weltverband IIHF und dem Deutschen Olympischen Sportbund, dass aufgrund der breiten Ablehnung anderer Nationen sowie Wirtschafts- und Medienpartnern "die Durchführbarkeit des Turniers sportlich und wirtschaftlich faktisch unmöglich" sei.

Boykottdrohungen mehrerer Länder rund um Weltmeister Finnland zeigen laut Kornelius, "dass das internationale Eishockey die Wiederzulassung Russlands durch die Entscheidung des CAS nicht akzeptiert". Auch mehrere Sponsoren haben angekündigt, sich im Falle einer russischen Teilnahme zurückzuziehen. Aus Sicht des Deutschen Eishockey-Bundes ist damit sogar eine Rückgabe der Gastgeberrolle denkbar.

Kornelius sagte weiter: "Unser Ziel muss es sein, die Turniere wie geplant durchzuführen. Das wäre angesichts der Boykotte bei Zulassung Russlands faktisch aber nicht möglich". Deshalb wolle man Gespräche führen: "Und deswegen wollen wir jetzt tatsächlich auf dem Gesprächsweg Möglichkeiten ausloten, wie wir das Turnier dennoch stattfinden lassen können." Die Bundesregierung verspricht dem DEB Unterstützung, "diese Lage zum Schutz der Integrität des Sports prioritär zu behandeln und mit den Partnern nach einer anderen Lösung zu suchen, um als Ausrichter weiter aktiv sein zu können".

Eine Entscheidung zur Zukunft der Eishockey-WM in Deutschland steht damit aus. Die internationale Sportlandschaft bleibt angespannt, während Veranstalter, Sponsoren und Fans auf eine Entwicklung hoffen, die für den Sport tragbar bleibt.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Wenn Boykotte den Sport an seine Grenzen bringen

Die drohende Absage einer Eishockey-WM wegen politischer Kontroversen zeigt, wie zerbrechlich internationale Turniere in Krisenzeiten sind. Die Position der Bundesregierung ist deutlich, doch in Wahrheit steht nicht nur der Sport, sondern eine ganze Wertegemeinschaft auf dem Prüfstand. Kompromisse sind kaum in Sicht, solange Interessen so unvereinbar scheinen. Es bleibt zu erwarten, dass politische Entwicklungen auch künftige Sportgroßereignisse massiv beeinflussen werden – mit allen Risiken für Sportler, Fans und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Historischer Hintergrund

Die Eishockey-Weltmeisterschaft sollte im Mai 2025 in Deutschland stattfinden. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind russische Sportler und Verbände international vielfach ausgeschlossen worden. Die Debatte um eine Rückkehr wurde durch eine Entscheidung des CAS, des internationalen Sportgerichtshofs, erneut entfacht.

Zukunftsprognose

Sollte Russland zugelassen werden, könnten Boykott und Sponsorenausstiege zur Absage oder Verlegung führen.

Der Druck auf internationale Sportverbände wird in Zukunft zunehmen, sich mit politischen Konflikten auseinanderzusetzen.

Politisiert sich der Weltsport weiter, könnten ähnliche Fälle künftig auch andere Disziplinen betreffen.

Erklärungen

Was ist der Court of Arbitration for Sport (CAS)?

Der Court of Arbitration for Sport (CAS) ist ein internationales Sport-Schiedsgericht mit Sitz in Lausanne und entscheidet über Streitfälle im Weltsport.

Wer ist der Deutsche Eishockey-Bund (DEB)?

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) ist der Fachverband für Eishockey in Deutschland und organisiert die Nationalmannschaft sowie internationale Turniere.

OZD-Extras

Wirtschaftliche Auswirkungen könnten vor allem Sportartikelhersteller, Sponsoren und TV-Rechteinhaber treffen, falls Boykotte oder eine Absage eintreten. Ein unmittelbarer Effekt auf Aktienmärkte ist aktuell nicht zu beobachten, doch politische Unsicherheiten könnten längerfristig auf die Sportindustrie ausstrahlen.

Gewinnspiel

In welchem Land sollte die Eishockey-WM 2025 ursprünglich stattfinden?

A) Deutschland

B) Finnland

C) Russland

D) Kanada

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.