Ohne Bundestrainer Àlex Mumbrú hat das deutsche Basketballteam einen souveränen Start in die Basketball-EM hingelegt. Unter der Leitung von Assistenzcoach Alan Ibrahimagic setzte sich Deutschland mit 106:76 gegen Montenegro durch. Die Partie fand in der Tampere Deck Arena vor nur 3.495 Zuschauern statt.
Geburtstagskind Franz Wagner glänzt
An seinem 24. Geburtstag zeigte NBA-Profi Franz Wagner mit 22 Punkten eine starke Leistung. Kapitän Dennis Schröder steuerte 21 Punkte bei, Andreas Obst 18 und Maodo Lo 10. Trotz der Startschwierigkeiten im ersten Viertel entwickelte sich das Team nach der Halbzeitpause zu einer dominanten Einheit. Montenegro, angeführt von Nikola Vucevic, hielt nur bis zur Pause mit.
Trainer Mumbrú fehlt – Team reagiert professionell
Àlex Mumbrú wurde kurz vor der Ankunft der Mannschaft durch einen akuten Infekt gestoppt und vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Assistenzcoach Alan Ibrahimagic übernahm die Seitenlinie. Schröder betonte die Professionalität des Teams: „Er wird uns fehlen, aber auf dem Feld sind wir Spieler. Wir werden alles tun, um den Sieg einzufahren.“
Analyse der Spielleistung
Während die Distanzwürfe zu Beginn mit nur 22 Prozent Trefferquote schwach blieben, konnte das deutsche Team nach der Halbzeitpause durch schnelle Offensivaktionen, gute Dreier von Andreas Obst und konsequentes Rebounding die Kontrolle übernehmen. Besonders die Phase zwischen der 26. und 30. Minute entschied das Spiel endgültig zugunsten der Deutschen.
Verletzungen und Ausblick
Ein Wermutstropfen war die Verletzung von Isaac Bonga, der das Spielfeld humpelnd verlassen musste. Zudem fehlen weiterhin Moritz Wagner (Kreuzbandriss), David Krämer (Muskelverletzung) und Niels Giffey (Rücktritt). Trotz dieser Ausfälle peilt das Team das Erreichen der Medaillenränge an. Die kommenden Spiele gegen Schweden, Litauen, Großbritannien und Finnland werden entscheidend für das Weiterkommen in der Sechsergruppe B.
Fazit
Deutschland zeigt trotz kurzfristiger Trainer-Ausfälle und vereinzelter Verletzungen eine geschlossene Leistung. Mit einem starken Teamgeist und der Dominanz nach der Halbzeitpause ist das Ziel einer Medaille weiterhin realistisch. Kapitän Schröder setzt auf Gold bei der Finalrunde in Riga/Lettland.
OZD
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Bild: SID