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Felix Loch ist wieder entfesselt

Felix Loch ist nicht zu stoppen: Mit seinem dritten Sieg im vierten Rennen baut der Rodel-Rekordweltmeister seine Führung aus und sendet ein klares Signal Richtung Olympia.

Felix Loch hat seinen eindrucksvollen Erfolgslauf fortgesetzt und seine Ausnahmestellung im Rodel-Weltcup weiter gefestigt. Der 36-Jährige gewann auch auf der technisch anspruchsvollen Bahn im lettischen Sigulda und feierte damit seinen dritten Weltcupsieg im vierten Saisonrennen. Zum Auftakt des Olympiajahres baute der Rekordweltmeister seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus und unterstrich eindrucksvoll seinen Favoritenstatus für die Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo.

Loch setzte sich nach zwei Bestzeiten souverän vor dem Österreicher Jonas Müller (+0,081 Sekunden) und Weltmeister Max Langenhan (+0,099) durch. „In Sigulda zu gewinnen, da bin ich immer mega happy. Die Vorbereitung zahlt sich auf jeden Fall aus. So kann es weitergehen“, sagte Loch nach seinem Triumph. In der Gesamtwertung liegt er nun 16 Punkte vor Müller und bereits 36 Zähler vor Langenhan.

Bereits nach dem ersten Lauf hatte Loch mit einem hauchdünnen Vorsprung von 19 Tausendstelsekunden vor Nico Gleirscher geführt. Im zweiten Durchgang zeigte der Routinier dann eine nahezu perfekte Fahrt, baute seinen Vorsprung weiter aus und ließ der Konkurrenz keine Chance. Der Schwung aus den Siegen in Winterberg und Lake Placid trägt den Berchtesgadener damit auch im neuen Jahr.

Rund einen Monat vor seinen fünften Olympischen Spielen präsentiert sich der Olympiasieger von 2010 und 2024 in bestechender Form. Auch das deutsche Team zeigte solide Leistungen: Timon Grancagnolo belegte Rang neun, David Nößler kam als Elfter ins Ziel.

Bei den Frauen verpasste die grippegeschwächte Julia Taubitz ihren dritten Sieg in Serie und wurde Dritte. Bei den Doppelsitzern der Männer mussten sich die sechsmaligen Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt mit Platz zwei begnügen. Im Frauen-Doppelsitzer fuhren Dajana Eitberger und Magdalena Matschina ebenfalls auf Rang zwei. OZD 



OZD-Kommentar – Loch fährt allen davon

Felix Loch liefert genau das, was große Champions auszeichnet: Konstanz, Nervenstärke und maximale Präzision, wenn es darauf ankommt. Während andere noch an Feinjustierungen arbeiten, fährt Loch bereits im Olympiamodus. Sigulda gilt als eine der schwierigsten Bahnen im Weltcup – wer hier gewinnt, schickt ein klares Signal. Die Konkurrenz spürt: Der Routinier ist nicht auf Abschiedstour, sondern auf Titeljagd. Wenn diese Form anhält, wird an Loch in Cortina kein Weg vorbeiführen.



Mini-Infobox

Weltcupsieg Nummer: 3 im 4. Saisonrennen

Austragungsort: Sigulda (Lettland)

Vorsprung im Gesamtweltcup: 16 Punkte

Olympische Spiele: Mailand/Cortina 2026

OZD-Analyse

Felix Lochs Dominanz
a) Bestzeiten in beiden Läufen
b) Mentale Stärke auf schwieriger Bahn
c) Deutliche Führung im Gesamtweltcup

Konkurrenz unter Druck
a) Müller konstant, aber ohne Sieg
b) Langenhan stabil, jedoch nicht dominant
c) Kleine Fehler entscheiden über Podest oder Niederlage

Blick Richtung Olympia
a) Loch in absoluter Bestform
b) Erfahrung als entscheidender Faktor
c) Deutsche Mannschaft insgesamt konkurrenzfähig


Erklärungen

Wer ist Felix Loch?
Felix Loch ist ein deutscher Rodelsportler und Rekordweltmeister. Er gewann mehrfach olympisches Gold und zählt zu den erfolgreichsten Athleten der Rodelgeschichte.

Was ist der Rodel-Weltcup?
Der Rodel-Weltcup ist die jährlich ausgetragene internationale Wettkampfserie des Weltverbandes FIL, in der die besten Rodlerinnen und Rodler der Welt auf verschiedenen Bahnen antreten.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.

OZD-Extras

Felix Loch gewann in Sigulda bereits mehrfach – die Bahn gilt als eine seiner absoluten Lieblingsstrecken.