Zum Inhalt springen
OZD.news - News und Nachrichten zum Nachschlagen
QR-Code zu www.online-zeitung-deutschland.de

Kälte, Schnee und Eis bestimmen weiter das Wetter in Deutschland.

Am Wochenende kam es bundesweit zu zahlreichen Unfällen, teils mit tödlichem Ausgang.

In Deutschland bleibt es auch in den kommenden Tagen winterlich kalt. Vor allem in der Nordhälfte des Landes sorgen Tiefausläufer weiterhin für feuchte Luftmassen, aus denen es immer wieder Schneeschauer geben kann. Das teilte der Deutscher Wetterdienst (DWD) am Sonntag in Offenbach mit. Im Süden hingegen wird häufiger Sonnenschein erwartet.

Nach Angaben des DWD herrscht bis auf wenige Ausnahmen weiterhin Dauerfrost. Der bereits gefallene Schnee taut daher kaum ab. Das freut Wintersportler, erhöht jedoch gleichzeitig die Gefahr auf Straßen und Gehwegen erheblich. Glätte bleibt vielerorts ein Problem. Erst in der zweiten Hälfte der Woche soll sich mildere Luft durchsetzen und den Dauerfrost beenden.

Am zurückliegenden Wochenende führten Schnee, Eis und Glätte bundesweit zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Polizei und Feuerwehr meldeten hunderte Einsätze. In den meisten Fällen blieb es bei Sachschäden, etwa durch Auffahrunfälle oder Fahrzeuge, die ins Rutschen gerieten und gegen geparkte Autos, Bäume oder Hauswände prallten. In mehreren Fällen wurden jedoch auch Menschen verletzt oder getötet.

Besonders tragisch verlief ein Unfall im sächsischen Zwönitz. Dort kollidierten am Samstag zwei Autos, nachdem ein Wagen auf winterglatter Fahrbahn ins Schleudern geraten war. Ein 43-jähriger Autofahrer erlag später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Eine Frau wurde schwer verletzt, zwei weitere Beteiligte erlitten leichte Verletzungen, wie die Polizei in Chemnitz mitteilte.

Auch andernorts kam es zu schweren Zwischenfällen. Im Unterallgäu wurde ein Fußgänger auf einer Kreisstraße von einem Räumfahrzeug erfasst. Das Schneeschild brachte den Mann zu Fall, er musste verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. In Wuppertal kippte ein Räum- und Streufahrzeug an einem Abhang um und blieb auf der Seite liegen. Der Fahrer wurde verletzt in eine Klinik eingeliefert.

Neben dem Straßenverkehr war auch der Bahnverkehr betroffen. Vor allem in Norddeutschland kam es im Fernverkehr zu Verspätungen und Zugausfällen. Auch der Regionalverkehr war zeitweise eingeschränkt, da Weichen, Oberleitungen und Gleise durch Schnee und Eis beeinträchtigt waren.

Erklärungen:
Winterliche Wetterlagen mit Dauerfrost erhöhen das Unfallrisiko erheblich. Glatteis entsteht oft unbemerkt, etwa durch festgefahrenen Schnee oder überfrierende Nässe. Besonders gefährdet sind Nebenstraßen, Brücken und schattige Bereiche. Auch Räum- und Streufahrzeuge sind bei schwierigen Geländeverhältnissen nicht vor Unfällen gefeit.

Kommentar:
Das Wochenende zeigt erneut, wie schnell winterliche Bedingungen zur ernsten Gefahr werden können. Trotz moderner Fahrzeuge, Winterreifen und Räumdienste fordern Schnee und Eis immer wieder Menschenleben. Gerade bei Dauerfrost ist erhöhte Vorsicht geboten – für Autofahrer, Fußgänger und Einsatzkräfte gleichermaßen. Solange der Winter anhält, bleibt Rücksicht und angepasstes Verhalten der wichtigste Schutzfaktor.

OZD


Alle Angaben ohne Gewähr.
Bild: AFP