Die deutsche Frauen-Staffel hat sich beim Biathlon-Weltcup in Oberhof nach einer starken Aufholjagd erneut einen Podestplatz gesichert. Selina Grotian, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Schlussläuferin Franziska Preuß belegten am Samstag nach einer Strafrunde und 13 Nachladern wie bereits in Hochfilzen den dritten Rang mit einem Rückstand von 1:28,4 Minuten. Den Sieg holten sich die favorisierten Französinnen um Lou Jeanmonnot souverän vor Norwegen.
Grotian eröffnete für das deutsche Quartett und gab in Oberhof ihr Comeback nach längerer Krankheitspause. Beim Stehendschießen musste sie jedoch eine Strafrunde hinnehmen. „Ich habe mein Bestes gegeben, aber leider mit der Strafrunde“, sagte sie im Ersten. Tannheimer übernahm an Position zehn, benötigte ebenfalls mehrere Nachlader, kämpfte sich aber bis auf Rang fünf nach vorne. „Der Wind war gar nicht so das Problem, eher die Kälte“, erklärte die 20-Jährige.
Hettich-Walz brachte Deutschland zwischenzeitlich sogar auf Platz zwei, ehe Schlussläuferin Preuß nach drei Nachladern im letzten Schießen noch von Norwegens Maren Kirkeeide überholt wurde. Dennoch stand am Ende erneut ein Podestplatz für die DSV-Frauen. Am Sonntag folgt in Oberhof noch die Verfolgung, bei der Preuß und Hettich-Walz mit aussichtsreichen Rückständen ins Rennen gehen. OZD
OZD-Kommentar – Podest trotz Wacklern: Dieses Team lebt
Diese Staffel ist ein Statement. Trotz Strafrunde, Nachladern und eisigen Bedingungen geben die deutschen Biathletinnen nicht auf. Oberhof zeigt: Dieses Team kann kämpfen, leiden und zurückschlagen. Genau diese Mentalität wird im weiteren Winter entscheidend sein. Wenn das Schießen stabiler wird, ist auch ganz oben wieder alles möglich.
Historischer Hintergrund:
Die deutsche Frauen-Staffel gehört seit Jahrzehnten zur Weltspitze im Biathlon. Podestplätze bei Weltcups, Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen prägten Generationen von Athletinnen. In den vergangenen Jahren wechselten starke Phasen mit Rückschlägen, doch insbesondere im Olympia-Winter gelten Staffelrennen traditionell als große Stärke des DSV.

Erklärungen zum Text:
Was ist eine Strafrunde?
Bei Fehlern am Schießstand müssen Biathletinnen nach Verbrauch aller Nachlader eine 150 Meter lange Strafrunde laufen, die wertvolle Zeit kostet.
Was bedeutet Nachlader?
Nachlader sind Zusatzpatronen, die bei Fehlschüssen eingesetzt werden können, kosten aber Zeit und Rhythmus.
Schnellanalyse:
Rennen
– Früher Rückschlag durch Strafrunde
– Starke Laufleistung in den Mittelabschnitten
– Podest durch mannschaftliche Geschlossenheit
Schlüsselathletinnen
– Grotian mit mutigem Comeback
– Hettich-Walz als Aufholjägerin
– Preuß mit Führungskraft trotz Fehlern
Ausblick
– Gute Ausgangslage für die Verfolgung
– Staffel bleibt Medaillenkandidat im weiteren Winter
Mini-Infobox:
– Wettbewerb: Frauen-Staffel
– Ort: Oberhof
– Platzierung Deutschland: 3.
– Rückstand: 1:28,4 Minuten
– Fehler: 1 Strafrunde, 13 Nachlader
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Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
