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Knapp vorbei: Nawrath wird Fünfter im Olympia-Einzel

Ein einziger Schießfehler kostet Philipp Nawrath im olympischen Einzel über 20 Kilometer die Medaille. Am Ende wird es ein starker fünfter Platz.

Biathlet Philipp Nawrath hat im Einzelrennen über 20 Kilometer eine olympische Medaille knapp verpasst. Der 32-Jährige belegte beim Sieg des Norwegers Johan-Olav Botn den fünften Platz. Ein Schießfehler verhinderte ein besseres Ergebnis, dennoch zeigte der Deutsche eine starke Leistung. David Zobel (zwei Fehler), Lucas Fratzscher (zwei) und Philipp Horn (sechs) landeten auf den Plätzen 21, 23 und 40.

„Es war ein sensationelles Ergebnis am Schießstand für mich. Ich war sehr knapp dran, es ist am Ende ein super fünfter Platz“, sagte Nawrath nach dem Rennen. Auch DSV-Sportdirektor Felix Bitterling lobte den Auftritt ausdrücklich und sprach von einer „absoluten Weltklasse-Leistung“. Natürlich schmerze es, wenn man sehe, wie knapp es gewesen sei, „aber mehr kann man aktuell nicht erwarten“.

Gold sicherte sich Botn mit einer fehlerfreien Schießleistung vor dem Franzosen Eric Perrot (ein Fehler, +11,7 Sekunden) und seinem Landsmann Sturla Holm Lägreid (ein Fehler, +48,3). Überraschend stark präsentierte sich der Finne Olli Hiidensalo, der mit null Fehlern Vierter wurde und Nawrath um weniger als zwei Sekunden vom Podest verdrängte.

Nach Bronze in der Mixed-Staffel hatte sich das deutsche Team im ersten Einzelrennen der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina eine weitere Medaille erhofft. Auf einen Start von Justus Strelow verzichteten die Trainer bewusst. „Das war keine Entscheidung gegen Justus“, erklärte Bitterling. Die Strecke sei extrem anspruchsvoll und passe aktuell nicht optimal zu ihm, zudem werde er für die weiteren Wettbewerbe noch gebraucht.

Für die deutschen Frauen steht am Mittwoch das Einzel über 15 Kilometer an, bei den Männern folgt am Freitag der Sprint über zehn Kilometer. OZD 

OZD-Kommentar – Knapp vorbei ist auch eine Wahrheit

Fünfter bei Olympia klingt unspektakulär – ist es aber nicht. Nawrath war konkurrenzfähig, nervenstark und läuferisch auf Weltklasseniveau. Ein einziger Fehler trennt hier Ruhm von Enttäuschung. Dieses Rennen zeigt, wie brutal ehrlich der Biathlonsport ist – und wie schmal der Grat zwischen Medaille und Anerkennung ohne Edelmetall.

Historischer Hintergrund

Das Einzel ist die traditionsreichste Biathlon-Disziplin. Jeder Schießfehler wird mit einer Strafminute geahndet, weshalb Präzision wichtiger ist als in jeder anderen Konkurrenz. Deutsche Athleten feierten hier bei Olympischen Spielen immer wieder große Erfolge – zuletzt blieb das Podest jedoch mehrfach außer Reichweite.

Zukunftsprognose

Nawrath hat gezeigt, dass er auch im olympischen Einzel zur erweiterten Weltspitze gehört. Mit dem anstehenden Sprint und der Staffel bleiben dem deutschen Team realistische Medaillenchancen – insbesondere, wenn sich Schießleistung und Laufstärke erneut verbinden.


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Mini-Infobox

– Disziplin: Biathlon Einzel 20 km
– Deutscher Starter: Philipp Nawrath
– Ergebnis: Platz 5
– Schießen: 1 Fehler
– Sieger: Johan-Olav Botn



OZD-Analyse

Rennverlauf
a) Starkes Schießen
b) Konstante Laufleistung
c) Ein Fehler mit großer Wirkung

Konkurrenz
a) Fehlerfreier Olympiasieger
b) Enges Zeitfenster im Spitzenfeld
c) Überraschungen im Podestkampf

Bedeutung fürs Team
a) Bestes deutsches Einzelergebnis
b) Moralischer Rückenwind
c) Fokus auf Sprint und Staffel


Erklärung

Was ist das Biathlon-Einzel?
Das Einzelrennen ist die älteste Biathlon-Disziplin. Für jeden Fehlschuss wird eine Strafminute zur Laufzeit addiert – Präzision ist entscheidend.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.

OZD-Extras

Bittere Wahrheit: Zwischen Platz drei und fünf lagen weniger als zwei Sekunden – bei vier Schießeinlagen.