Die deutsche Biathlon-Staffel hat sich beim Heim-Weltcup in Ruhpolding erstmals in dieser Saison mit einem Podestplatz belohnt. Justus Strelow, Danilo Riethmüller, David Zobel und Schlussläufer Philipp Nawrath belegten nach 4x7,5 Kilometern Rang drei und feierten damit das erste Staffel-Podium des Winters.
Mit insgesamt fünf Nachladern zeigte sich das DSV-Quartett vor allem am Schießstand stabil. Strelow brachte die Mannschaft mit nur einem Nachlader liegend gut ins Rennen und übergab in Schlagdistanz zur Spitze. Riethmüller überzeugte mit starkem Stehendschießen und setzte das Team zwischenzeitlich sogar an die Spitze. Zobel hielt das hohe Niveau, blieb fehlerarm und auf Kurs Podest.
Nawrath kämpfte im Schlussabschnitt lange um den Sieg, ein Nachlader im Stehendschießen kostete jedoch entscheidende Sekunden. Am Ende fehlten 7,9 Sekunden auf Rang eins. Den Sieg holte Frankreich trotz einer Strafrunde, Norwegen belegte Platz zwei. Schweden verpasste das Podest diesmal als Vierter.
Bereits im Vorjahr war die deutsche
Staffel in der Chiemgau Arena Dritter geworden, damals mit Johannes
Kühn statt Zobel. Der erneute Erfolg unterstreicht die wachsende
Stabilität des Teams kurz vor den Olympischen Spielen. Für die Männer
folgen in Ruhpolding noch der Sprint am Samstag und die Verfolgung am
Sonntag, bevor es in der kommenden Woche weiter nach Nove Mesto geht.
OZD

Dieser dritte Platz ist mehr als nur ein Achtungserfolg. Nach mehreren vierten und fünften Rängen war der Druck spürbar, gerade im eigenen Stadion. Die Staffel hat gezeigt, dass sie nicht nur mithalten, sondern auch um Siege kämpfen kann. Entscheidend bleibt jedoch die Konstanz. Ein Podest macht noch keine Medaillenmannschaft, aber es gibt Selbstvertrauen – und das kann im olympischen Winter den Unterschied machen.
Historischer HintergrundDie deutsche Männer-Staffel gehört traditionell zu den erfolgreichsten Disziplinen im Biathlon. In den vergangenen Jahren schwankten die Ergebnisse jedoch stark. Nach starken Auftritten bei Weltmeisterschaften folgten immer wieder durchwachsene Weltcup-Winter. Der Podestplatz in Ruhpolding knüpft an frühere Erfolge an und erinnert an die Bedeutung des Heim-Weltcups als Stimmungs- und Formbarometer.

Bleibt die Schießleistung stabil, kann die deutsche Staffel bei den Olympischen Spielen realistisch um Medaillen kämpfen. Entscheidend wird sein, Fehler in der Druckphase zu minimieren und die Laufleistung auf höchstem Niveau zu halten. Gelingt das, ist selbst ein Olympiasieg kein unrealistisches Szenario.
SchnellanalyseSchießleistung
– Nur fünf Nachlader
– Keine Strafrunde
Laufleistung
– Konkurrenzfähig bis zum Schluss
– Entscheidung fällt in Sekunden
Psychologie
– Erstes Podest als Befreiung
– Wichtiges Signal vor Olympia
– Erstes Staffel-Podium des Winters
– Heim-Weltcup in Ruhpolding
– Nur Frankreich und Norwegen schneller
– Olympia-Generalprobe geglückt
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Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP