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„One Battle After Another“ dominiert – „Hamnet“ glänzt als bestes Drama

Ein Abend zwischen Glamour und politischem Statement: Bei den Golden Globes räumt „One Battle After Another“ groß ab, während „Hamnet“ als bestes Drama triumphiert. Hollywood zeigt Haltung – auf der Bühne und auf dem roten Teppich.

Bei der Verleihung der Golden Globe Awards im kalifornischen Beverly Hills ist der politisch aufgeladene Film One Battle After Another zum großen Gewinner des Abends geworden. Die Tragikomödie wurde in vier Kategorien ausgezeichnet und setzte sich unter anderem gegen Bugonia und Marty Supreme durch.

Der Film von Paul Thomas Anderson war mit neun Nominierungen als Topfavorit ins Rennen gegangen und gewann neben der Auszeichnung als beste Komödie auch den Preis für die beste Regie. „Ihr seid so großzügig mit eurer Zuneigung zu mir und diesem Film – und ich nehme das gerne an“, sagte Anderson bei der Preisverleihung.

Als bestes Drama wurde der Shakespeare-Film Hamnet geehrt. Das Werk der Regisseurin Chloé Zhao erzählt fiktiv die Trauer von William Shakespeare und seiner Frau Agnes nach dem Tod ihres Sohnes. Für ihre Darstellung gewann Jessie Buckley den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in einem Drama.

Der Preis als bester Hauptdarsteller in einer Komödie ging an Timothée Chalamet für seine Rolle in Marty Supreme. Er setzte sich unter anderem gegen Leonardo DiCaprio, George Clooney und Ethan Hawke durch.

Als beste Hauptdarstellerin in einer Komödie wurde Rose Byrne für If I Had Legs I'd Kick You ausgezeichnet.

Auch international setzte die Gala Akzente: Wagner Moura gewann als bester Hauptdarsteller in einem Drama für den Politthriller The Secret Agent, der zudem als bester nicht englischsprachiger Film geehrt wurde.

Auf dem roten Teppich nutzten zahlreiche Stars die Bühne für politische Botschaften. Anstecknadeln mit der Aufschrift „Be Good“ erinnerten an die von einem Mitarbeiter der US-Einwanderungsbehörde ICE erschossene Autofahrerin Renee Good. Hollywood zeigte damit sichtbar Solidarität mit den Protesten gegen Polizeigewalt.

OZD 


OZD-Kommentar

Diese Golden Globes waren mehr als eine Filmpreis-Gala. Hollywood hat deutlich gemacht, dass es nicht bereit ist, Politik und Kunst zu trennen. Dass ausgerechnet ein hochpolitischer Film wie „One Battle After Another“ dominiert, ist kein Zufall, sondern ein Signal. Die Branche positioniert sich – und riskiert damit bewusst Reibung. Wer hier nur Glamour sehen wollte, hat den Kern des Abends verpasst.


Historischer Hintergrund

Die Golden Globes wurden 1944 gegründet und entwickelten sich rasch zu einem der wichtigsten Preise der Film- und Fernsehbranche. Durch ihre internationale Jury gelten sie als politisch sensibler als andere US-Auszeichnungen. Immer wieder wurden sie zur Bühne gesellschaftlicher Debatten – von Vietnam über #MeToo bis zu aktuellen Konflikten um Migration und Polizeigewalt.


Erklärungen

Was sind die Golden Globes?
Die Golden Globes sind internationale Film- und Fernsehpreise, vergeben von Auslandskorrespondenten in Hollywood. Sie gelten als wichtiger Gradmesser für die Oscar-Saison.

Wer ist Paul Thomas Anderson?
Paul Thomas Anderson zählt zu den einflussreichsten US-Regisseuren der Gegenwart und ist bekannt für gesellschaftskritische, komplex erzählte Filme.




OZD-Extras – Quiz & Gewinnspiel

Quizfrage:
Welcher Film gewann bei den Golden Globes den Preis als bestes Drama?

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