Der VfB Stuttgart hat seinen Erfolgslauf in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze gesammelt. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß gewann bei Borussia Mönchengladbach mit 3:0 (1:0) und ist damit seit sechs Ligaspielen ungeschlagen. Eine solche Serie gelang den Schwaben zuletzt in der Saison 2023/24, als sie Vizemeister wurden.
Dabei hätte die Partie früh eine völlig andere Richtung nehmen können. Nach einem Handspiel von Jamie Leweling im eigenen Strafraum erhielt Gladbach einen Elfmeter, doch Haris Tabakovic scheiterte in der 13. Minute vom Punkt an VfB-Keeper Alexander Nübel. Stattdessen schlug Stuttgart eiskalt zu: Leweling traf in der 30. Minute zur Führung. Nach der Pause erhöhte Gladbachs Joe Scally mit einem Eigentor (67.), ehe Joker Deniz Undav (74.) endgültig alles klar machte.
Der VfB wollte nach dem ärgerlichen 0:2 bei der AS Rom unter der Woche bewusst ein Zeichen setzen. Sebastian Hoeneß rotierte kräftig, brachte unter anderem Nationalspieler Angelo Stiller nach überstandener Leistenverletzung zurück. Auf Gladbacher Seite nahm Trainer Eugen Polanski drei Änderungen vor, Winter-Leihgabe Kota Takai feierte vor 48.844 Zuschauern sein Startelfdebüt.
Die Anfangsphase war intensiv, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt brauchte es kaum Anlaufzeit. Franck Honorat setzte sich über rechts durch, seine Hereingabe traf Leweling am Arm – Elfmeter. Doch Tabakovic vergab erneut, nachdem er bereits im Derby gegen Köln gescheitert war. Der etatmäßige Schütze Kevin Diks fehlte verletzungsbedingt.
Der Fehlschuss wirkte wie ein mentaler Bruch. Stuttgart übernahm die Kontrolle, Gladbach verlor Struktur und Sicherheit. Scally leitete mit einem missglückten Klärungsversuch unfreiwillig den Führungstreffer ein, Leweling schob überlegt ein. Pfiffe begleiteten die Borussia bereits vor der Pause.
Auch im zweiten Durchgang blieb der VfB spielbestimmend. Demirovic vergab zunächst, ehe Scally nach einer Ecke von Chris Führich erneut unglücklich agierte und den Ball mit dem Rücken ins eigene Tor lenkte. Undav setzte mit seinem elften Saisontor den Schlusspunkt eines souveränen Auswärtssiegs.
OZD
OZD-Kommentar – Elfmeter als Symbol
Dieser Elfmeter war mehr als eine vergebene Chance – er war der Wendepunkt. Während Gladbach an sich selbst zerbrach, zeigte Stuttgart genau das, was Topteams auszeichnet: mentale Stabilität, Effizienz und klare Abläufe. Der VfB wirkt reifer, abgeklärter und gefährlicher als viele direkte Konkurrenten. Für Gladbach hingegen offenbart dieses Spiel strukturelle Schwächen – sportlich wie mental.
Historischer Hintergrund
Der VfB Stuttgart knüpft mit dieser Serie an seine Vizemeister-Saison 2023/24 an. Schon damals war eine stabile Defensive und hohe Effizienz entscheidend für den Erfolg. Gladbach hingegen kämpft seit Jahren mit Konstanzproblemen und verpasste mehrfach den Anschluss an die Spitzengruppe.
Zukunftsprognose
Bleibt der VfB in dieser Form, ist die Champions-League-Qualifikation realistisch. Die Mannschaft wirkt gefestigt und variabel. Gladbach hingegen droht, den Anschluss nach oben endgültig zu verlieren, wenn keine klare sportliche Linie gefunden wird.
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WissensblockOZD-Analyse
Schlüsselmoment
– a) Verschossener Elfmeter als psychologischer Bruch
– b) Stuttgart übernimmt danach komplett die Kontrolle
– c) Gladbach verliert Struktur und Ordnung
Stuttgarts Erfolgsfaktoren
– a) Abgeklärte Spielanlage
– b) Tiefer, stabiler Kader
– c) Hohe Effizienz vor dem Tor
Gladbachs Probleme
– a) Mentale Anfälligkeit
– b) Individuelle Fehler
– c) Fehlende Konstanz
Lernbox
Spiele werden auf Topniveau oft nicht durch Taktik, sondern durch mentale Stabilität entschieden – Elfmeter sind dabei Schlüsselmomente.
Mini-Infobox
– Wettbewerb: Bundesliga
– Spielort: Mönchengladbach
– Ergebnis: Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart 0:3
– Serie VfB: Sechs Spiele ungeschlagen
OZD-Extra
Alexander Nübel parierte bereits seinen dritten Elfmeter in dieser Bundesliga-Saison – Bestwert unter den deutschen Stammkeepern.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
