Die TSG Hoffenheim setzt ihren beeindruckenden Lauf fort und hat die Krise von Werder Bremen weiter verschärft. Im Nachholspiel an der Weser gewannen die Kraichgauer mit 2:0 und feierten ihren vierten Sieg im neuen Jahr – trotz Unterzahl. Werder dagegen wartet weiter auf ein Erfolgserlebnis und gerät zunehmend unter Druck.
Ein Traumtor von Alexander Prass kurz vor der Pause brachte die Gäste in Führung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Grischa Prömel zum 2:0 – nur zwei Minuten nachdem Wouter Burger nach Videobeweis wegen groben Foulspiels die Rote Karte gesehen hatte. Die Bremer konnten den numerischen Vorteil nicht nutzen und wurden von den eigenen Fans zunehmend ausgepfiffen.
„Es ist wieder sehr bitter und negativ nach dem Spiel, weil wir kein Ergebnis geholt haben“, sagte Werder-Profi Senne Lynen bei Sky. Jetzt sei Zusammenhalt gefragt – und Kampf.
Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer rückt mit nun 39 Punkten bis auf drei Zähler an Borussia Dortmund heran und stellt einen vereinsinternen Rekord ein: So viele Punkte nach 19 Spieltagen holte Hoffenheim bislang nur in der Premierensaison 2008/09.
Ganz anders die Lage bei Werder: Seit neun Spielen wartet das Team von Trainer Horst Steffen auf einen Sieg, im neuen Jahr gelang bislang nur ein Punkt. Der Druck vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach wächst.
Die ursprünglich für den 10. Januar angesetzte Partie war wegen der Witterung abgesagt worden – sportlich jedoch trafen nun zwei Teams in völlig unterschiedlicher Verfassung aufeinander. Während Bremen mit personellen Problemen in der Defensive zu kämpfen hatte, nutzte Hoffenheim die zusätzliche Zeit, um den Rhythmus zu halten.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahm die TSG zunehmend die Kontrolle. Werder hielt kämpferisch dagegen, blieb offensiv aber harmlos. Nach dem 0:1 ging es mit Frust in die Kabine. Der vermeintliche Anschlusstreffer von Romano Schmid wurde wegen Abseits aberkannt. Joker Keke Topp ließ zwei große Chancen ungenutzt.
OZD
OZD-Kommentar – Zwei Welten, ein SpielDieses Spiel war ein Spiegelbild der Saison. Hoffenheim wirkt reif, strukturiert und mental stabil – selbst Rückschläge wie ein Platzverweis bringen sie nicht aus der Spur. Werder dagegen kämpft, aber findet keinen Weg aus der Abwärtsspirale. Besonders alarmierend: Selbst in Überzahl fehlt Bremen die Durchschlagskraft. Die Pfiffe sind kein Zufall, sie sind Ausdruck wachsender Sorge. Für Steffen wird die Luft dünner.

Die TSG Hoffenheim erlebt aktuell eine der stabilsten Phasen ihrer Bundesliga-Geschichte. Bereits 2008/09 spielte der Klub eine herausragende Hinrunde und sammelte damals ebenfalls 39 Punkte nach 19 Spieltagen. Werder Bremen hingegen befindet sich seit Jahren in einem sportlichen Wechselbad – zwischen Europa-Hoffnung und Abstiegsangst. Die aktuelle Negativserie erinnert an frühere Krisenphasen, die oft personelle Konsequenzen nach sich zogen.
ZukunftsprognoseHoffenheim darf realistisch von der Champions League träumen. Bleibt die Mannschaft stabil, könnte sie sich dauerhaft unter den Top vier festsetzen. Werder hingegen steht vor richtungsweisenden Wochen. Ein weiterer Rückschlag gegen Mönchengladbach könnte die Trainerfrage neu entfachen. Der Spielraum wird kleiner – sportlich wie emotional.
Gewinnspiel
Welcher Hoffenheimer erzielte das Traumtor kurz vor der Halbzeit beim 2:0-Sieg in Bremen?
A) Grischa Prömel
B) Alexander Prass
C) Wouter Burger
D) Andrej Kramarić
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Mini-Infobox
– Hoffenheim weiter ungeschlagen im Jahr 2026
– Vierter Sieg in Folge
– Werder seit neun Spielen ohne Sieg
– Platzverweis gegen Burger wirkungslos
– TSG nur drei Punkte hinter Platz zwei
1. Sportliche Entwicklung
a) Hoffenheim mit klarer Spielstruktur
b) Bremen offensiv zu harmlos
c) Unterzahl ohne Einfluss auf Spielkontrolle
2. Mentale Komponente
a) TSG selbstbewusst und reif
b) Werder verunsichert
c) Pfiffe verstärken den Druck
3. Tabellarische Folgen
a) Hoffenheim etabliert sich oben
b) Werder rutscht weiter ab
c) Nächstes Spiel entscheidend für Steffen
Die UEFA Champions League ist der wichtigste Vereinswettbewerb im europäischen Fußball. In der Bundesliga qualifizieren sich in der Regel die ersten vier Mannschaften der Abschlusstabelle für die Teilnahme.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
OZD-Extras
Hoffenheim holte in den letzten fünf Spielen mehr Punkte als Werder in den letzten neun.
