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Millionen für Melania: Amazon, Macht und ein Film mit Beigeschmack

Amazon investiert Millionen in eine Doku über Melania Trump. Die Premiere in Washington entfacht eine Debatte über Nähe, Einfluss und politische Gefälligkeiten.

Premiere für einen Dokumentarfilm über die First Lady der USA: Melania Trump hat am Donnerstag in Washington gemeinsam mit zahlreichen Gästen den Start des Films „Melania“ gefeiert. Die Dokumentation schildert aus ihrer Perspektive die 20 Tage vor der zweiten Amtseinführung ihres Mannes Donald Trump im Januar 2025. Finanziert wurde der Film vom US-Konzern Amazon, der Medienberichten zufolge Dutzende Millionen Dollar für Produktion und Werbung investierte.

Für die Premiere wurde der rote Teppich vor dem Kulturzentrum der US-Hauptstadt ausgerollt, das kürzlich in Trump-Kennedy-Center umbenannt worden war. Der Ticketverkauf vor dem weltweiten Kinostart am Freitag verlief laut Medien eher schleppend. Gleichzeitig sorgte die enorme Investitionssumme für Diskussionen darüber, ob sich Amazon die Gunst des Präsidenten erkaufen wolle. Firmengründer Jeff Bezos steht seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus besonders im Fokus politischer Beobachter.

„Mein neuer Film ‚Melania‘ verschafft einen Einblick in eine wichtige Zeit der USA“, sagte die First Lady, als sie am Mittwoch die Eröffnungsglocke der New York Stock Exchange läutete. Es sei das erste Mal, dass die Öffentlichkeit die Phase vor einer Amtseinführung aus der Sicht einer künftigen First Lady erlebe.

Seit der Rückkehr ihres Mannes ins Weiße Haus hielt sich Melania Trump mit öffentlichen Auftritten weitgehend zurück. Sie verbrachte viel Zeit mit ihrem Sohn Barron in New York und Florida. Der Film solle nun zeigen, „wie ich arbeite, wer ich bin und wie ich mit Menschen kommuniziere“, sagte sie im Interview mit Fox News.

Laut US-Medienberichten umfasst der Lizenzvertrag für den Film rund 40 Millionen Dollar, von denen etwa 70 Prozent an Melania Trump gehen, die als leitende Produzentin fungierte. Das zweithöchste Gebot kam demnach von Disney und lag bei lediglich 14 Millionen Dollar. Zusätzlich soll Amazon rund 35 Millionen Dollar für Marketingmaßnahmen ausgegeben haben. Später wird der Film exklusiv auf Amazon Prime Video zu sehen sein.

OZD



OZD-Kommentar – Wenn Nähe zur Macht zur Ware wird

Dieser Film ist mehr als ein Porträt. Er ist ein Symbol dafür, wie eng Medienkonzerne, Geld und politische Macht inzwischen miteinander verflochten sind. Wenn ein Konzern wie Amazon derart hohe Summen für ein Projekt der Präsidentengattin zahlt, stellt sich zwangsläufig die Frage nach Motivation und Gegenleistung. Transparenz sieht anders aus – und Vertrauen entsteht so ganz sicher nicht.

Historischer Hintergrund

Dokumentationen über First Ladies sind in den USA nicht neu, doch meist entstanden sie zeitlich versetzt und mit journalistischer Distanz. Die enge finanzielle Verflechtung zwischen einem amtierenden Präsidentenumfeld und einem globalen Konzern wie Amazon markiert eine neue Dimension politischer Inszenierung und Vermarktung.

Prognose

Der Film dürfte die Debatte über Lobbyismus, Medienmacht und politische Nähe weiter anheizen. Langfristig könnte der Fall „Melania“ als Referenz dienen, wenn es um strengere Transparenzregeln zwischen Politik und Großkonzernen geht. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass politische Selbstdarstellung über Streamingplattformen weiter zunimmt.


Gewinnspiel

Wer finanzierte den Dokumentarfilm „Melania“?

A) Netflix
B) Disney
C) Amazon
D) Paramount

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Mini-Infobox

– Doku über Melania Trump
– Fokus auf Zeit vor Amtseinführung
– Amazon investiert über 70 Millionen Dollar
– Exklusiv später bei Prime Video
– Politische Debatte ausgelöst



OZD-Analyse

1. Finanzielle Dimension
a) Hoher Lizenzbetrag
b) Zusätzliche Marketingmillionen
c) Deutlich über Konkurrenzangeboten

2. Politische Brisanz
a) Nähe zum Präsidenten
b) Konzerninteressen im Fokus
c) Vertrauensfrage

3. Mediale Wirkung
a) Hohe Aufmerksamkeit
b) Polarisierende Wahrnehmung
c) Langfristige Signalwirkung

Wer ist Melania Trump?

Melania Trump ist die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump und amtierende First Lady der Vereinigten Staaten. Die frühere Unternehmerin und ehemalige Model trat während der zweiten Amtszeit ihres Mannes deutlich zurückhaltender öffentlich auf.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.

OZD-Extras
Noch nie zuvor erhielt eine First Lady persönlich den Großteil der Einnahmen aus einer Streaming-Dokumentation.