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Vor dem Riera-Neustart: Eintracht taumelt weiter

Eintracht Frankfurt verliert auch gegen Bayer Leverkusen und bleibt tief in der Krise. Kurz vor dem Amtsantritt von Albert Riera offenbaren sich alte Probleme – vor allem in der Defensive.

Eintracht Frankfurt hat unmittelbar vor dem angekündigten Neustart unter Albert Riera den nächsten herben Rückschlag kassiert. Die Hessen unterlagen Champions-League-Anwärter Bayer Leverkusen mit 1:3 (0:2) und warten nun seit acht Pflichtspielen auf einen Sieg. Für die Werkself war es dagegen ein weiterer Schritt zurück in Richtung Königsklasse.

Die Treffer von Arthur (26.), Malik Tillman (33.) und Aleix Garcia (90.+3) besiegelten Frankfurts vierte Niederlage nach der Trennung von Dino Toppmöller. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Kapitän Robin Koch (49.) reichte nicht, um die Partie zu drehen. Spätestens nach der Gelb-Roten Karte gegen Ellyes Skhiri (70.) war die Hoffnung der Eintracht endgültig dahin.

Die nackten Zahlen sind alarmierend: 20 Gegentore in sieben Pflichtspielen im Kalenderjahr, eine weiterhin instabile Abwehr und fehlende Durchschlagskraft im letzten Drittel. Auf den neuen Trainer wartet ein Team, das zwar kämpft, aber strukturell verunsichert wirkt.

Dabei begann Frankfurt durchaus engagiert. Die Mannschaft von Interimstrainer Dennis Schmitt setzte Leverkusen früh unter Druck, hatte in der Anfangsphase sogar Pech, als ein Tritt von Robert Andrich gegen Arnaud Kalimuendo nicht mit Strafstoß geahndet wurde. Nach einer längeren Unterbrechung verlor die Partie jedoch an Rhythmus – und Frankfurt zunehmend an Kontrolle.

Leverkusen zeigte sich abgeklärt, nutzte individuelle Klasse und defensive Lücken der Gastgeber eiskalt aus. Besonders die linke Seite der Werkself um Alejandro Grimaldo stellte die Frankfurter Defensive immer wieder vor unlösbare Probleme. Nach dem Seitenwechsel keimte durch Kochs Kopfball kurz Hoffnung auf, doch echte Torgefahr blieb Mangelware. Stattdessen verlor die Eintracht mit Skhiri auch noch einen zentralen Stabilisator – Garcia setzte in Überzahl den Schlusspunkt.

Am Montag soll Riera offiziell übernehmen. Was ihn erwartet, ist keine einfache Aufbauarbeit, sondern eine Mannschaft im freien Fall.

OZD 

OZD-Kommentar – Ein Neustart auf Trümmern

Frankfurt taumelt, und die Uhr tickt. Acht Spiele ohne Sieg sind kein Betriebsunfall mehr, sondern ein strukturelles Problem. Die Defensive wirkt orientierungslos, das Mittelfeld instabil, die Offensive planlos. Riera wird nicht als Visionär starten, sondern als Feuerwehrmann. Wer glaubt, ein Trainerwechsel allein löse diese Krise, verkennt die Tiefe des Problems. Die Eintracht braucht mehr als neue Ideen – sie braucht Ordnung, Mut und Führung.

Historischer Hintergrund

Eintracht Frankfurt galt in den vergangenen Jahren als europäisch gereifter Bundesligist mit klarer Spielidee und mentaler Stärke. Nach dem Abgang zentraler Führungsspieler und mehreren Trainerwechseln verlor der Klub jedoch zunehmend an Stabilität. Die Trennung von Dino Toppmöller markierte den vorläufigen Tiefpunkt dieser Entwicklung.

Zukunftsprognose

Mit Albert Riera beginnt ein riskanter Neustart mitten in der Saison. Kurzfristig geht es um Schadensbegrenzung und defensive Stabilisierung. Gelingt dies nicht rasch, droht Frankfurt endgültig den Anschluss an die internationalen Plätze zu verlieren. Die nächsten Wochen entscheiden, ob die Saison noch zu retten ist – oder ob ein größerer Umbruch unausweichlich wird.


Gewinnspiel

Welcher Leverkusener erzielte den ersten Treffer gegen Frankfurt?

A) Malik Tillman
B) Arthur
C) Aleix Garcia
D) Alejandro Grimaldo

Jetzt teilnehmen:
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Mini-Infobox

– Wettbewerb: Bundesliga
– Ergebnis: Eintracht Frankfurt – Bayer Leverkusen 1:3
– Sieglos-Serie Frankfurt: 8 Pflichtspiele
– Gegentore 2026: 20
– Trainerwechsel: Albert Riera übernimmt

OZD-Analyse

1. Defensive Instabilität
a) Fehlende Zuordnung
b) Langsame Rückwärtsbewegung
c) Individuelle Fehler

2. Mentale Lage
a) Verunsicherung nach Rückschlägen
b) Kaum Selbstvertrauen im Aufbau
c) Überforderung in Druckphasen

3. Trainerwechsel als Risiko
a) Hohe Erwartungshaltung
b) Kaum Eingewöhnungszeit
c) Sofortiger Erfolgsdruck

Wer ist Albert Riera?

Albert Riera ist ein spanischer Trainer und ehemaliger Profi, der zuletzt den slowenischen Klub NK Celje betreute. Er gilt als taktisch ambitioniert, offensiv denkend und detailorientiert. In Frankfurt soll er die Mannschaft stabilisieren und wieder zu einer klaren Spielidee führen.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.

OZD-Extras

Frankfurt kassierte in keinem anderen Kalenderjahr so viele Gegentore in den ersten sieben Pflichtspielen wie 2026.