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Demirovic sticht spät – VfB jubelt, Freiburg leidet

Lange Anlaufzeit, viele Chancen – und ein später Stich ins Freiburger Herz: Der VfB Stuttgart gewinnt das Derby gegen den SC Freiburg durch einen Joker-Treffer in letzter Minute und springt auf Champions-League-Rang vier.

Der VfB Stuttgart hat im Kampf um die Champions-League-Plätze einen eminent wichtigen Sieg eingefahren. Im Baden-Württemberg-Derby gegen den SC Freiburg setzte sich der Pokalsieger mit 1:0 (0:0) durch – dank eines späten Geniestreichs von Joker Ermedin Demirovic. Der Ex-Freiburger traf in der 90. Minute per Volley und ließ die Arena explodieren.

Der Erfolg ist hochverdient. Stuttgart blieb auch im siebten Ligaspiel in Serie ungeschlagen, feierte den fünften Sieg in diesem Zeitraum und rückte auf Tabellenplatz vier vor. Für die Mannschaft von Sebastian Hoeneß ist es der nächste Schritt in Richtung Königsklasse – rechtzeitig vor den intensiven Wochen mit dem Pokal-Viertelfinale bei Holstein Kiel und den Europa-League-Play-offs gegen Celtic Glasgow. Freiburg hingegen rutscht auf Rang sieben ab und verliert weiter an Boden im Rennen um die internationalen Plätze.

Hoeneß hatte sein Team nach dem Europa-League-Spiel gegen Bern auf sieben Positionen umgestellt. „Wir müssen die Belastung verteilen“, erklärte der Coach vor der Partie. Zunächst wirkte das Spiel zäh, fast fahrig. Erst nach rund 20 Minuten kam der VfB in Schwung – und übernahm zunehmend die Kontrolle.

Deniz Undav war dabei der auffälligste Akteur. Matthias Ginter rettete seinen Abschluss auf der Linie (28.), kurz darauf vergab Undav freistehend. Freiburgs Keeper Noah Atubolu hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel, auch gegen Nikolas Nartey und später Bilal El Khannouss.

Die Gäste setzten in der ersten Hälfte nur selten Nadelstiche. Die beste Gelegenheit hatte Derry Scherhant kurz vor der Pause nach einem Konter, als ein langer Ball die VfB-Abwehr aushebelte. Doch insgesamt gehörte das Spiel den Stuttgartern – einzig die Effizienz fehlte.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Stuttgart drückte, Freiburg verteidigte mit letzter Konsequenz. Hoeneß brachte schließlich Demirovic – und der Ex-Freiburger wurde zum Derby-Entscheider. Nach einer Ablage von Undav traf der Angreifer per Volley traumhaft ins Netz. Ein Treffer mit maximaler Wirkung.

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OZD-Kommentar – Der Unterschied heißt Mut

Stuttgart wollte diesen Sieg mehr – und hat ihn sich erarbeitet. Freiburg verwaltete, der VfB investierte. Dass ausgerechnet Demirovic das Derby entscheidet, ist bittere Ironie für den Sport-Club, aber sinnbildlich für Stuttgarts Selbstverständnis: Tiefer Kader, klare Idee, unbedingter Wille. Wer so spielt, gehört in die Champions League.

Historischer Hintergrund

Der VfB Stuttgart hat sich unter Sebastian Hoeneß vom Abstiegskandidaten zum Spitzenteam entwickelt. Freiburg hingegen erlebt nach starken internationalen Auftritten eine Phase der Stagnation in der Liga. Baden-Württemberg-Derbys sind traditionell eng – diesmal entschied individuelle Qualität spät das Spiel.

Zukunftsprognose

Bleibt Stuttgart stabil, ist Rang vier realistisch. Der SC Freiburg hingegen muss aufpassen, den Anschluss an die Europapokalplätze nicht endgültig zu verlieren. Ohne Effizienz droht eine Saison im Mittelfeld – trotz Europa-League-Erfolg.


Gewinnspiel

Wer erzielte das entscheidende Tor im Derby zwischen Stuttgart und Freiburg?

A) Deniz Undav
B) Nikolas Nartey
C) Ermedin Demirovic
D) Derry Scherhant

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Mini-Infobox

– Ergebnis: VfB Stuttgart – SC Freiburg 1:0
– Torschütze: Demirovic (90.)
– Stuttgart: 7 Ligaspiele ungeschlagen
– Tabellenplatz VfB: 4
– Freiburg: Rang 7

OZD-Analyse

1. Stuttgarts Überlegenheit
a) Dominanter Ballbesitz
b) Mehr Abschlüsse
c) Größere Kaderbreite

2. Freiburger Probleme
a) Kaum Entlastung
b) Abhängigkeit von Atubolu
c) Fehlende Konterpräzision

3. Schlüsselmoment
a) Einwechslung Demirovic
b) Ablage von Undav
c) Volley in der 90. Minute


Wer ist Ermedin Demirovic?

Ermedin Demirovic ist bosnischer Nationalspieler und ehemaliger Freiburger. Der Angreifer steht für Physis, Abschlussstärke und taktische Flexibilität. Beim VfB übernimmt er zunehmend die Rolle des Unterschiedsspielers von der Bank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.

OZD-Extras

Der VfB gewann erstmals seit Jahren wieder ein Derby durch ein Jokertor in der 90. Minute.