Zum Inhalt springen
OZD.news - News und Nachrichten zum Nachschlagen
QR-Code zu www.online-zeitung-deutschland.de

Scharfe Worte gegen Putin in München

Wolodymyr Selenskyj warnt in München: Luftverteidigung trifft oft erst „im allerletzten Moment“ ein. Russlands Angriffe zerstören Kraftwerke – Schulen bleiben ohne Heizung.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei der Münchner Sicherheitskonferenz eindringlich schnellere Waffenlieferungen gefordert. „Manchmal gelingt es uns, neue Raketen für unsere Patriots oder Nasams erst kurz vor einem Angriff und manchmal sogar nur im allerletzten Moment bereitzustellen“, sagte er mit Blick auf Luftabwehrsysteme, die unter anderem von Deutschland und Norwegen geliefert wurden.

Selenskyj schilderte dramatisch die Lage im Land. „Die meisten Angriffe zielen auf unsere Kraftwerke und andere wichtige Infrastrukturen ab, und es gibt kein einziges Kraftwerk in der Ukraine mehr, das nicht durch die russischen Angriffe beschädigt wurde.“

Seit Monaten richtet Russland massive Attacken gegen die Energieinfrastruktur. Hunderttausende Menschen waren bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius ohne Strom und Heizung. In Kiew können derzeit mehr als 30 Prozent der Schulen und Kindergärten nicht beheizt werden. Es ist der kälteste Winter seit Beginn des Krieges vor vier Jahren.

Mit scharfen Worten griff Selenskyj den russischen Präsidenten Wladimir Putin an. „Niemand in der Ukraine glaubt, dass er unser Volk jemals gehen lassen wird.“ Putin sehe sich vielleicht als „Zar“, sei in Wahrheit jedoch „ein Sklave des Krieges“.

Die Botschaft aus München war klar: Die Ukraine kämpft – aber sie braucht verlässliche und schnellere Unterstützung, um die Zivilbevölkerung zu schützen.

OZD



OZD-Kommentar – Jede Minute zählt

Wenn Luftabwehrraketen „im allerletzten Moment“ eintreffen, ist das kein logistisches Detail – es ist ein Risiko für Menschenleben. Selenskyjs Appell ist keine diplomatische Floskel, sondern Ausdruck einer existenziellen Bedrohung.

Europa und die Nato-Staaten betonen ihre Solidarität. Doch Solidarität misst sich in Geschwindigkeit. Wer zögert, riskiert, dass Schutzsysteme erst dann eintreffen, wenn der nächste Einschlag bereits erfolgt ist.

Die Ukraine verteidigt nicht nur ihr Territorium – sie verteidigt die Stabilität Europas.

Historischer Hintergrund

Seit Beginn der russischen Invasion 2022 hat die Ukraine ihre Luftverteidigung massiv ausgebaut – unter anderem mit westlichen Systemen wie Patriot und Nasams. Gleichzeitig intensivierte Russland gezielt Angriffe auf Energieanlagen, besonders in den Wintermonaten.

Zukunftsprognose

Die Debatte über schnellere und umfangreichere Luftverteidigung wird sich weiter verschärfen. Entscheidend wird sein, ob europäische Staaten ihre Produktionskapazitäten erhöhen und Lieferprozesse beschleunigen können.



OZD-Gewinnspiel 2026

Frage: Welche Systeme erwähnte Selenskyj in seiner Rede zur Luftverteidigung?
A) Leopard und Abrams
B) Patriot und Nasams
C) HIMARS und Javelin
D) F-16 und Eurofighter

Jetzt teilnehmen und Gutscheine gewinnen:
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen

Mini-Infobox

Ort: Münchner Sicherheitskonferenz

Kernforderung: Schnellere Luftverteidigung

Lage: Massive Angriffe auf Energieinfrastruktur

Folgen: Schulen ohne Heizung, Stromausfälle

Ton: Deutlich und anklagend

OZD-Analyse

Militärische Dimension
a) Patriot- und Nasams-Systeme entscheidend –
b) Engpässe bei Raketen –
c) Schutz kritischer Infrastruktur –

Humanitäre Lage
a) Strom- und Heizungsprobleme –
b) Schulschließungen –
c) Härtester Winter seit Kriegsbeginn –

Politische Botschaft
a) Druck auf westliche Partner –
b) Scharfe Kritik an Putin –
c) Appell an europäische Verantwortung –



Wer ist Wolodymyr Selenskyj?

Wolodymyr Selenskyj ist seit 2019 Präsident der Ukraine. Seit der russischen Invasion 2022 steht er im Zentrum der internationalen Diplomatie und wirbt weltweit um militärische, finanzielle und humanitäre Unterstützung für sein Land.

OZD-Extras

Patriot-Systeme gehören zu den modernsten Flugabwehrsystemen der Welt. Ihre Raketen sind jedoch teuer und begrenzt verfügbar – was die Nachschubfrage strategisch besonders sensibel macht.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.