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„Führt zum Zusammenbruch“: Malinin spricht über Online-Hass

Nach seiner verpatzten Olympia-Kür meldet sich Ilia Malinin mit bewegenden Worten. Der Weltmeister spricht von „niederträchtigem Online-Hass“ – und deutet einen mentalen Zusammenbruch an.

Ilia Malinin galt als „Vierfach-Gott“, als technisches Wunderkind des Eiskunstlaufs. Doch nach einer komplett missratenen Kür bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Platz acht spricht der 21-jährige Weltmeister nun offen über mentale Belastungen – und über Hass im Netz.

„Auf der größten Bühne der Welt führen selbst die anscheinend Stärksten innerlich unsichtbare Kämpfe. Selbst die schönsten Erinnerungen können vom Lärm überschattet werden“, schrieb Malinin bei Instagram. Für Samstag kündigte er einen ausführlicheren Beitrag an.

Besonders deutlich wurde er beim Thema Online-Angriffe. Er sprach von „niederträchtigem Online-Hass“, der „die Psyche angreift, und Angst zieht sie in die Dunkelheit, egal wie sehr man versucht, angesichts des endlosen, unerträglichen Drucks die Fassung zu bewahren. All das staut sich auf, während diese Momente an einem vorbeiziehen, und führt unweigerlich zum Zusammenbruch.“

Seinen Beitrag unterlegte Malinin mit einem kurzen Video: Jubelbilder wechseln sich mit Schwarz-Weiß-Sequenzen ab, in denen er sich verzweifelt an den Kopf fasst. Ein Kontrast zwischen Triumph und innerem Chaos.

Hass im Internet ist während Olympischer Spiele längst ein internationales Problem. Immer wieder berichten Athletinnen und Athleten von massiven Anfeindungen, besonders nach Niederlagen oder politischen Äußerungen. In den vergangenen Tagen gerieten auch US-Sportler ins Visier digitaler Attacken, nachdem sie sich kritisch über die Regierung von Präsident Donald Trump geäußert hatten.

Für Malinin ist es nun eine Zäsur: Vom gefeierten Favoriten zum Sportler, der öffentlich seine Verwundbarkeit zeigt. OZD



OZD-Kommentar – Die unsichtbare Last der Stars

Malinins Worte sind ein Warnsignal. Wer Medaillen fordert, muss auch Verantwortung übernehmen. Mentale Gesundheit ist kein Randthema – sie ist Teil der Leistungsrealität im Spitzensport.


Historischer Hintergrund

Soziale Medien haben den Spitzensport radikal verändert. Während Athleten früher Kritik in Zeitungen lasen, prasseln heute binnen Sekunden tausende Kommentare auf sie ein. Internationale Verbände und das IOC arbeiten inzwischen mit Monitoring-Systemen gegen digitale Hetze – doch das Problem wächst schneller als die Schutzmechanismen.


Zukunftsprognose

Malinins angekündigter ausführlicher Beitrag könnte eine neue Debatte auslösen. Immer mehr Stars sprechen offen über mentale Belastungen. Der Druck auf Verbände und Plattformen wird steigen, wirksamere Schutzmaßnahmen einzuführen. Schweigen ist keine Option mehr.


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Frage:
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Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.