Es war das Duell, das der Frauen-Eishockeysport immer wieder schreibt – und diesmal endete es mit einem amerikanischen Triumph. Die USA haben Kanada im olympischen Finale von Mailand mit 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0) nach Verlängerung bezwungen und sich zum dritten Mal Olympia-Gold gesichert.
Altstar Hilary Knight rettete ihr Team 124 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit in die Verlängerung. Die 36-Jährige fälschte entscheidend zum 1:1 ab und erzielte damit ihr 15. Olympia-Tor – US-Rekord. Zuvor hatte Kristin O'Neill Kanada im zweiten Drittel in Führung gebracht.
In der Overtime wogte das Spiel hin und her, beide Teams hatten den Sieg auf dem Schläger. Dann traf Verteidigerin Megan Keller zum viel umjubelten Golden Goal – der siebte Sieg in Serie gegen die Ahornblätter war perfekt.
Für die USA war es die Revanche für das verlorene Finale von Peking 2022 (2:3). Zuvor hatten sie bereits 1998 in Nagano und 2018 in Pyeongchang Gold gewonnen. Kanada bleibt bei seiner beeindruckenden Bilanz von vier Olympiasiegen – muss diesmal aber Silber akzeptieren.
Das Spiel in der Mailänder Arena Santagulia war bereits das 30. Finalduell zwischen beiden Nationen bei Olympia und Weltmeisterschaften. Nur selten hieß das Endspiel nicht USA gegen Kanada – es ist das größte Rivalenduell des Frauen-Eishockeys.
Für Knight war es das letzte Olympia-Spiel ihrer Karriere. Ob Kanadas Ikone Marie-Philip Poulin, mit 20 Toren erfolgreichste Olympia-Torschützin der Geschichte, weitermacht, ließ sie offen.
Bronze sicherte sich die Schweiz mit einem 2:1 nach Verlängerung gegen Schweden. Matchwinnerin war erneut Alina Müller, die 51 Sekunden vor Ende der Overtime traf.
OZD

OZD-Kommentar – Mehr Rivalität geht nicht
USA gegen Kanada – das ist kein Finale, das ist ein Eishockey-Epos. Diese Spiele sind intensiver, emotionaler, bedeutender als jede Statistik. Knight gegen Poulin, Generation gegen Generation. Dass der Ausgleich erst in der 58. Minute fällt und die Entscheidung in der Overtime, ist sinnbildlich für dieses ewige Duell: Niemand schenkt dem anderen auch nur einen Zentimeter Eis. Die USA haben Nervenstärke bewiesen – Kanada hingegen verliert kein Prestige, sondern ein Drama. Solange diese beiden Nationen sich gegenüberstehen, bleibt Frauen-Eishockey die vielleicht reinste Form sportlicher Rivalität.
Historischer Hintergrund
Seit der Einführung des olympischen Frauen-Eishockeyturniers 1998 dominieren USA und Kanada nahezu ununterbrochen. Beide Nationen teilen alle bisherigen Goldmedaillen unter sich auf.
Zukunftsprognose
Mit einer neuen Generation auf beiden Seiten dürfte das Duell weitergehen. Doch nach dem Rücktritt von Knight könnte sich das Kräfteverhältnis langsam verschieben.
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Wie oft standen USA und Kanada bereits bei Olympia und Weltmeisterschaften im Finale gegeneinander?
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Mini-Infobox – Olympia-Finale 2026
Ergebnis: USA – Kanada 2:1 n.V.
Ausgleich: Knight (58.)
Golden Goal: Keller (OT)
Drittes Olympia-Gold für USA
OZD-Analyse
Dramaturgie
– a) Später Ausgleich als Wendepunkt
– b) Overtime als Nervenprobe
– c) Emotionale Abschiede großer Ikonen
Historische Rivalität
– a) 30. Finalduell
– b) Jahrzehntelange Dominanz beider Nationen
– c) Stetiger Wechsel der Generationen
Bedeutung für den Sport
– a) Globale Aufmerksamkeit
– b) Professionalisierung durch Ligen wie PWHL
– c) Vorbildfunktion für Nachwuchs

Wer ist Hilary Knight?
Hilary Knight ist eine US-amerikanische Eishockeyspielerin und eine der prägenden Figuren des Frauen-Eishockeys. Sie gewann mehrere Weltmeistertitel und nun ihr drittes Olympiagold.
OZD-Extras
Das Finale wurde vor den Augen von NFL-Ikone Tom Brady ausgetragen – ein Zeichen für die wachsende internationale Strahlkraft des Frauen-Eishockeys.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
