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Trump ruft die iranischen Soldaten zur Kapitulation auf

US-Präsident Donald Trump verteidigt die Luftangriffe gegen den Iran als Schutzmaßnahme gegen „unmittelbare Bedrohungen“. Zugleich ruft er iranische Soldaten zur Kapitulation auf – und stellt der Bevölkerung „Freiheit“ in Aussicht.

US-Präsident Donald Trump hat die Luftangriffe gegen den Iran mit "Bedrohungen" durch die Islamische Republik begründet. "Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten haben große Kampfeinsätze im Iran begonnen", sagte Trump in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) in einer Ansprache. "Unser Ziel ist es, die amerikanische Bevölkerung zu verteidigen, indem wir die unmittelbaren Bedrohungen durch das iranische Regime ausschalten."

Trump nannte dabei unter anderem das iranische Atomprogramm, das iranische Raketenprogramm und die iranische Marine. "Dieses terroristische Regime darf nie eine Atomwaffe besitzen", sagte Trump in seiner Ansprache, die er auf seiner Onlineplattform Truth Social veröffentlichte. Nach den Angriffen Israels und der USA auf iranische Atomanlagen im Juni vergangenen Jahres habe Teheran aber versucht, sein Atomprogramm wieder aufzubauen, sagte der US-Präsident, der am Freitag in seine Residenz Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida gereist war.

Trump kündigte auch an, das iranische Raketenprogramm zerstören zu wollen. "Wir werden ihre Raketen zerstören und ihre Raketenindustrie dem Erdboden gleichmachen", sagte der US-Präsident. "Wir werden ihre Marine vernichten." Zugleich rief Trump alle iranischen Soldaten und Sicherheitskräfte auf, sich zu ergeben und ihre Waffen niederzulegen. Sie würden dann "absolute Immunität" erhalten, andernfalls drohe ihnen der "sichere Tod".

Trump warnte, bei dem Militäreinsatz könnten US-Soldaten getötet werden. "Mutige amerikanische Helden könnten ums Leben kommen", sagte der US-Präsident. "Das passiert oft im Krieg."

Der iranischen Bevölkerung stellte Trump "Freiheit" in Aussicht – und rief die Menschen auf, die Regierung in Teheran zu stürzen. "Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung", sagte der US-Präsident. "Ihr werdet sie übernehmen können. Das wird wahrscheinlich eure einzige Chance in Generationen sein."

Israel und die USA hatten kurz zuvor Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Explosionen waren in Teheran und anderen iranischen Städten zu hören. Israel sprach von einem "Präventivschlag".

OZD



OZD-Kommentar – Maximale Rhetorik, maximale Risiken

Donald Trump setzt auf eine Sprache, die keinen Zweifel an der Entschlossenheit lässt – und kaum Raum für Deeskalation bietet. Die Ankündigung, Raketenindustrie und Marine „dem Erdboden gleichzumachen“, ist mehr als militärische Strategie, sie ist politische Machtdemonstration. Gleichzeitig ruft der US-Präsident offen zum Sturz der iranischen Führung auf. Damit verschiebt sich der Konflikt von einer präventiven Militäraktion hin zu einer impliziten Regimefrage. Das Risiko ist enorm: Jeder Luftschlag kann Gegenschläge auslösen, jede Drohung eine Eskalationsspirale. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Abschreckung wirkt – oder ob sich die Region in einen längeren Krieg hineinbewegt.

Historischer Hintergrund:
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran reichen Jahrzehnte zurück und haben sich besonders seit dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen 2018 verschärft. Wiederholte Drohungen und begrenzte Militärschläge prägten die Beziehungen beider Staaten in den vergangenen Jahren.

Zukunftsprognose:
Sollte der Iran militärisch reagieren, könnte sich der Konflikt regional ausweiten. Internationale Vermittlungsversuche dürften zunehmen. Ohne diplomatischen Durchbruch droht ein längerer militärischer Schlagabtausch mit globalen Folgen.

Lesermeinungen:
"Die Wortwahl des Präsidenten lässt wenig Raum für Diplomatie."

"Ein Regimewechsel von außen birgt enorme Risiken."

"Jetzt entscheidet sich, ob Abschreckung funktioniert."





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Welche Programme nannte Trump ausdrücklich als Ziel der Angriffe?
A) Cyber- und Raumfahrtprogramm
B) Atom-, Raketenprogramm und Marine
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Mini-Infobox

Begründung: „Unmittelbare Bedrohungen“

Ziele: Atom- und Raketenprogramm, Marine

Appell: Kapitulation iranischer Soldaten

Warnung: Mögliche US-Verluste

Politische Botschaft: Aussicht auf „Freiheit“



OZD-Analyse

Militärische Zielsetzung
a) Zerstörung strategischer Infrastruktur
– Raketenindustrie
– Marinekapazitäten
b) Präventive Doktrin
– Ausschaltung „unmittelbarer Bedrohungen“
– Abschreckung durch Härte
c) Risiko
– Gegenangriffe durch Raketen oder Drohnen
– Schutz von US-Stützpunkten in der Region

Politische Botschaft
a) Regimekritik
– Offener Appell an iranische Bevölkerung
– Implizite Unterstützung eines Machtwechsels
b) Internationale Signalwirkung
– Demonstration amerikanischer Stärke
– Warnung an andere Akteure
c) Innenpolitische Dimension
– Führungsanspruch im Krisenmodus
– Mobilisierung der eigenen Anhänger

Globale Auswirkungen
a) Energiemärkte
– Potenziell steigende Ölpreise
– Unsicherheit an Finanzmärkten
b) Diplomatische Reaktionen
– UN-Sicherheitsrat wahrscheinlich aktiv
– Europäische Vermittlungsversuche
c) Sicherheitspolitik
– Erhöhte Alarmbereitschaft in der Region
– Gefahr einer breiteren Konfrontation


Erklärungen 

Wer ist Donald Trump?
Donald Trump ist Präsident der Vereinigten Staaten. Er verfolgt in der Außenpolitik eine Linie, die auf Abschreckung, wirtschaftlichen Druck und notfalls militärische Stärke setzt.

Was ist das iranische Raketenprogramm?
Das iranische Raketenprogramm umfasst die Entwicklung und Produktion von Kurz- und Mittelstreckenraketen. Westliche Staaten sehen darin eine Bedrohung für die regionale Sicherheit.

OZD-Extras
Bemerkenswert: Trump veröffentlichte seine Ansprache zugleich über seine Plattform Truth Social – ein Zeichen dafür, wie stark politische Kommunikation heute auch über eigene digitale Kanäle läuft.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.