Der VfL Wolfsburg hat im DFB-Pokal der Frauen eine große Überraschung gerade noch verhindert und sich mit Mühe ins Finale gekämpft. Beim Bundesliga-Schlusslicht Carl Zeiss Jena setzte sich das Team nach 120 torlosen Minuten erst im Elfmeterschießen mit 5:4 durch.
Zur entscheidenden Figur wurde Torhüterin Stina Johannes, die in der nervenaufreibenden Schlussphase gleich zwei Strafstöße parierte und damit das Ausscheiden des Favoriten verhinderte. Zuvor hatte Wolfsburg selbst Nerven gezeigt, als Lineth Beerensteyn vom Punkt scheiterte und Jena die Sensation greifbar nah war. Doch die 18-jährige Fiona Gaißer vergab die große Chance auf den Finaleinzug.
Für Wolfsburg war es ein hart erkämpfter Erfolg, der jedoch erneut Schwächen offenbarte. Nur wenige Tage nach dem Aus in der Champions League präsentierte sich die Mannschaft ideenlos und tat sich gegen defensiv eingestellte Gastgeberinnen lange schwer. Ohne die verletzte Alexandra Popp fehlte es insbesondere im Angriff an Durchschlagskraft.
Jena konzentrierte sich nahezu ausschließlich auf die Defensive und brachte den Favoriten damit immer wieder in Bedrängnis. Wolfsburg gelang es über weite Strecken nicht, zwingende Chancen zu kreieren. Erst im Elfmeterschießen setzte sich schließlich die individuelle Klasse durch.
Im Finale könnte es nun zum Duell der Schwergewichte kommen. Der zweite Finalist wird zwischen dem FC Bayern München und der SGS Essen ermittelt. Die Münchnerinnen gelten nach ihrer dominanten Saison als klarer Favorit auf den Finaleinzug.
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OZD-Kommentar:
Wolfsburgs Warnsignal – so wird es im Finale eng
Dieser Auftritt war alles andere als souverän. Wolfsburg hat zwar gewonnen, aber die Art und Weise wirft Fragen auf. Gegen ein Schlusslicht ohne offensive Ambitionen so zu wackeln, ist ein deutliches Warnsignal. Sollte im Finale tatsächlich Bayern warten, dürfte eine solche Leistung kaum ausreichen. Wenn Wolfsburg nicht schnell Lösungen im Offensivspiel findet, droht statt eines Titels die nächste Enttäuschung.
Mini-Infobox:
– Wolfsburg gewinnt 5:4 im Elfmeterschießen
– 120 Minuten ohne Tor
– Stina Johannes hält zwei Elfmeter
– Jena verpasst Sensation knapp
– Finale am 14. Mai in Köln
OZD-Analyse:
Die Partie zeigt mehrere zentrale Aspekte:
Wolfsburgs Probleme im Angriff
a) Fehlende Kreativität ohne Popp
b) Zu wenig Durchschlagskraft im letzten Drittel
c) Abhängigkeit von Einzelaktionen
Jenas starke Defensivleistung
a) Kompakte Grundordnung
b) Hohe Disziplin über 120 Minuten
c) Effektives Stören des Spielflusses
Entscheidung im Elfmeterschießen
– Mentale Stärke als Schlüssel
– Torhüterleistung spielentscheidend
– Unerfahrenheit auf Seiten des Außenseiters
Erklärungen / Wissensblock:
Was ist der DFB-Pokal der Frauen?
Der DFB-Pokal der Frauen ist der wichtigste nationale Pokalwettbewerb im deutschen Frauenfußball. Teams aus verschiedenen Ligen treten im K.-o.-System gegeneinander an, das Finale findet traditionell in Köln statt.
Historischer Hintergrund:
Der VfL Wolfsburg dominierte den Wettbewerb über Jahre hinweg und gewann den Pokal zehnmal in Folge. In der vergangenen Saison scheiterte das Team überraschend bereits im Viertelfinale, wodurch der Druck auf eine Rückkehr an die Spitze weiter gestiegen ist.
Prognose:
Kommt es zum erwarteten Finale gegen Bayern München, steht Wolfsburg vor einer enormen Herausforderung. Ohne klare Leistungssteigerung droht gegen die derzeit formstarken Münchnerinnen eine Niederlage. Gleichzeitig zeigt das Halbfinale: Im Pokal ist jederzeit eine Überraschung möglich.
Gewinnspiel:
Wer hielt die entscheidenden Elfmeter für Wolfsburg?
A) Alexandra Popp
B) Lineth Beerensteyn
C) Stina Johannes
D) Fiona Gaißer
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OZD-Extra:
Elfmeterschießen im Frauen-Pokal sind selten – doch genau hier schrieb Stina Johannes ihre persönliche Heldinnen-Geschichte.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild: SID