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Der erster Europäer auf dem Mond soll ein Deutscher sein

in Meilenstein für die Raumfahrt: Deutschland stellt laut Ministerin Bär den ersten Europäer für eine Mondmission – der Start könnte schon 2028 erfolgen.

Deutschland steht offenbar vor einem historischen Moment in der Raumfahrt: Nach Angaben von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär wird der erste europäische Astronaut, der zum Mond fliegt, aus Deutschland kommen. In Verhandlungen mit der Europäische Weltraumorganisation habe sich die Bundesrepublik gegen konkurrierende Ansprüche aus Frankreich und Italien durchgesetzt.

Noch ist offen, wer die prestigeträchtige Mission antreten wird. Als Kandidaten gelten Alexander Gerst und Matthias Maurer – beide erfahrene Raumfahrer mit Einsätzen auf der Internationalen Raumstation. „Uns ist es gelungen, dass der erste Europäer, der zum Mond fliegen wird, ein Deutscher sein wird“, erklärte Bär im Podcast des Nachrichtenmagazins Politico. Die Verhandlungen innerhalb der ESA seien „wirklich harte Arbeit“ gewesen.

Der Zeitplan für die Mission ist ambitioniert: Aktuell gilt das Jahr 2028 als realistisch. Damit würde Europa Teil einer neuen Ära der bemannten Mondforschung. Die NASA plant im Rahmen ihres Artemis-Programms ebenfalls für 2028 eine bemannte Landung – mehr als fünf Jahrzehnte nach der letzten Mission.

Die letzte erfolgreiche Mondlandung liegt weit zurück: 1972 betraten im Rahmen von Apollo 17 US-Astronauten zuletzt die Oberfläche des Erdtrabanten. Erst kürzlich umrundete eine internationale Crew, bestehend aus drei US-Astronauten und einem kanadischen Raumfahrer, den Mond erfolgreich – ein wichtiger Testlauf für die kommenden bemannten Missionen.

Mit der möglichen Beteiligung eines deutschen Astronauten würde Europa ein starkes Zeichen setzen und seine Rolle in der internationalen Raumfahrt deutlich ausbauen.

OZD / ©AFP


OZD-Kommentar – Prestigeprojekt mit Signalwirkung:
Die Aussicht auf einen deutschen Astronauten auf dem Mond ist mehr als nur ein Prestigeerfolg – sie ist ein politisches und technologisches Signal. Deutschland zeigt damit, dass es innerhalb Europas eine führende Rolle in der Raumfahrt beansprucht. Doch der Erfolg hat auch eine Kehrseite: Solche Projekte sind teuer, komplex und stark von internationaler Zusammenarbeit abhängig. Sollte der Zeitplan ins Wanken geraten oder politische Spannungen zunehmen, könnte das Vorhaben schnell unter Druck geraten. Dennoch überwiegt aktuell die Symbolkraft: Ein Deutscher auf dem Mond wäre ein historischer Moment – nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa.


Lesermeinung:
"Das wäre ein riesiger Schritt – endlich wieder echte Pionierleistungen in der Raumfahrt!" Heinrich Estert


OZD-Analyse:

Politischer Erfolg für Deutschland
a) Durchsetzung innerhalb der ESA

Konkurrenz aus Frankreich und Italien ausgestochen

Stärkung der deutschen Rolle in Europa

Bedeutung für die Raumfahrt
a) Rückkehr zum Mond als strategisches Ziel

Internationale Kooperationen entscheidend

Technologischer Fortschritt im Fokus

Herausforderungen der Mission
a) Ambitionierter Zeitplan bis 2028

Hohe technische und finanzielle Anforderungen

Abhängigkeit von NASA-Programmen

b) Offene Personalfrage

Entscheidung zwischen erfahrenen Astronauten

Große symbolische Bedeutung der Auswahl


Was ist die ESA?
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ist eine internationale Organisation zur Erforschung des Weltraums. Sie koordiniert Raumfahrtprogramme ihrer Mitgliedstaaten und arbeitet eng mit Partnern wie der NASA zusammen.

Wer ist Alexander Gerst?
Alexander Gerst ist ein deutscher ESA-Astronaut und Geophysiker. Er nahm an mehreren Missionen zur Internationalen Raumstation teil und gehört zu den bekanntesten Raumfahrern Europas.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.

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