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Zurück in die Wildnis: Berliner Przewalski-Pferde starten neues Leben in Kasachstan

Vier Przewalski-Pferde aus Berlin sind in Kasachstan angekommen. In der Steppe sollen sie Teil eines internationalen Auswilderungsprojekts werden.

Vier Przewalski-Pferde aus dem Tierpark Berlin sind erfolgreich in Kasachstan eingetroffen und sollen dort künftig wieder ausgewildert werden. Die Tiere wurden zunächst in ein Akklimatisierungsgehege gebracht, wo sie sich an die neuen Bedingungen der zentralasiatischen Steppe gewöhnen sollen.

Der Transport der seltenen Wildpferde erfolgte in speziell gesicherten Boxen an Bord eines Militärflugzeugs der tschechischen Armee. Begleitet wurden sie von Tierärzten, Pflegern und Biologen, die den sicheren Ablauf der langen Reise überwachten.

In Kasachstan trafen die Stuten auf bereits zuvor eingetroffene Hengste aus dem Zoo Prag. Gemeinsam sollen sie in der Altyn-Dala-Steppe freigelassen werden, einem riesigen Naturraum, der als historisches Verbreitungsgebiet der Art gilt.

Das Projekt „Return of the Wild Horses“ ist ein internationales Erhaltungsprogramm, das vom Zoo Prag koordiniert wird. Ziel ist es, die fast ausgestorbene Tierart wieder dauerhaft in freier Wildbahn zu etablieren.

Die Przewalski-Pferde gelten als letzte echte Wildpferde der Welt. In der Natur waren sie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vollständig verschwunden und überlebten nur in Zoos und Zuchtprogrammen.

Heute gibt es dank intensiver Schutzmaßnahmen wieder stabile Populationen, unter anderem in der Mongolei und in Teilen Chinas. Die Auswilderung in Kasachstan gilt als weiterer wichtiger Schritt zur Wiederherstellung ursprünglicher Ökosysteme in Zentralasien.

Die Altyn-Dala-Steppe bietet mit ihren weiten Graslandschaften, Halbwüsten und Feuchtgebieten ideale Bedingungen für die Tiere. Als Pflanzenfresser spielen sie zudem eine wichtige Rolle für das ökologische Gleichgewicht der Region.

OZD/AFP


OZD-Kommentar – Ein Stück zurückgewonnene Wildnis

Während viele Arten weltweit unter Druck stehen, ist die Rückkehr der Przewalski-Pferde ein seltenes Beispiel für funktionierenden Artenschutz. Hier zeigt sich, dass Aussterben nicht zwangsläufig endgültig sein muss – wenn internationale Kooperation funktioniert.

Gleichzeitig bleibt das Projekt fragil. Solche Populationen hängen stark von Schutzprogrammen, politischen Rahmenbedingungen und stabilen Lebensräumen ab. Ohne langfristige Sicherung könnte der Erfolg schnell wieder kippen.

Die Prognose: Wenn das Projekt in Kasachstan gelingt, könnte es zum Modell für weitere Auswilderungen weltweit werden – allerdings nur, wenn der Schutz der Lebensräume dauerhaft gewährleistet bleibt.


Historischer Hintergrund

Die Przewalski-Pferd ist die einzige noch existierende echte Wildpferdart. Sie verschwand in der Natur im 20. Jahrhundert vollständig, nachdem Jagd und Lebensraumverlust die Bestände drastisch reduziert hatten.

Erst durch Zuchtprogramme in Zoos weltweit konnte die Art überleben. Heute dienen internationale Auswilderungsprojekte dazu, die Tiere wieder in ihre ursprünglichen Lebensräume zurückzubringen, insbesondere in Zentralasien.

Die Altyn-Dala-Steppe gilt als eines der wichtigsten Schutzgebiete für diese Wiederansiedlung.


Zukunftsprognose

In den kommenden Jahren soll die Population in der kasachischen Steppe schrittweise wachsen. Entscheidend wird sein, ob sich stabile soziale Gruppen bilden und die Tiere sich erfolgreich an die natürlichen Bedingungen anpassen.

Langfristig könnte die Region zu einem der wichtigsten Rückzugsräume für Przewalski-Pferde außerhalb der Mongolei werden. Gleichzeitig bleibt der Schutz vor menschlichen Eingriffen entscheidend.


Gewinnspiel

Frage: In welches Land wurden die Przewalski-Pferde aus Berlin gebracht?

A) Mongolei
B) China
C) Kasachstan
D) Russland

Teilnahme:

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Mini-Infobox

Vier Przewalski-Pferde aus Berlin ausgewildert

Zielregion: Altyn-Dala-Steppe in Kasachstan

Internationales Schutzprojekt „Return of the Wild Horses“

Koordiniert vom Zoo Prag

Art galt in der Wildnis als ausgestorben


OZD-Analyse

Artenschutzprojekt im Fokus

– Internationale Kooperation zwischen Zoos und Staaten.
– Ziel: Wiederansiedlung einer ausgestorbenen Wildtierart.

Logistik und Umsetzung

– a) Transport per Militärflugzeug.
– b) Akklimatisierung vor Auswilderung.
– c) Zusammenarbeit von Tierärzten und Biologen.

Ökologische Bedeutung

– Wiederherstellung natürlicher Steppenökosysteme.
– Beitrag zur Biodiversität.
– Folgen: Stabilisierung sensibler Lebensräume.


Erklärungen Was ist das Przewalski-Pferd?

Przewalski-Pferd ist die letzte heute noch existierende Wildpferdart. Es lebt ursprünglich in Zentralasien und galt in freier Wildbahn als ausgestorben, bevor es durch Zuchtprogramme in Zoos erhalten wurde.

Was ist die Altyn-Dala-Steppe?

Altyn-Dala-Steppe ist eine große Steppenlandschaft in Kasachstan und eines der wichtigsten Gebiete für internationale Wiederansiedlungsprojekte bedrohter Tierarten.

OZD-Extras

Bemerkenswert: Die Wiederansiedlung des Przewalski-Pferdes gilt weltweit als eines der erfolgreichsten Beispiele moderner Artenschutzprogramme – nur wenige Tierarten konnten nach ihrem Verschwinden in freier Wildbahn so umfassend zurückgebracht werden.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.