Japan und Schweden haben sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft mit einem 1:1 (0:0) gemeinsam für die K.o.-Phase qualifiziert. Vor den Augen von Basketball-Legende Dirk Nowitzki entwickelte sich das zunächst zähe Duell in Dallas nach der Pause zu einer spannenden Begegnung mit zwei sehenswerten Treffern und einem glücklichen Ende für beide Mannschaften.
Japan ging in der 56. Minute in Führung. Daizen Maeda vollendete eine starke Kombination nach glänzender Vorarbeit des Frankfurter Bundesligaprofis Ritsu Doan. Doch die Freude der "Blauen Samurai" hielt nur wenige Minuten. Anthony Elanga sorgte bereits in der 62. Minute mit einem platzierten Abschluss für den Ausgleich.
"Ich denke, ein Unentschieden war insgesamt gerecht. Ich fand, dass wir in der zweiten Halbzeit die etwas bessere Mannschaft waren. Wenn man in Rückstand gerät, ist es aber sehr wichtig, gut darauf zu reagieren – und ich finde, das haben die Spieler getan", sagte Schwedens Trainer Graham Potter.
Japan war mit der komfortablen Ausgangslage ins Spiel gegangen, dass bereits ein Unentschieden zum Weiterkommen reichen würde. Schweden hingegen musste nach der deutlichen 1:5-Niederlage gegen die Niederlande eigentlich auf Sieg spielen und begann entsprechend offensiv.
Die Skandinavier bestimmten zunächst das Geschehen. Alexander Isak und Viktor Gyökeres suchten immer wieder den Weg in den Strafraum, blieben jedoch gegen die kompakte japanische Defensive ohne entscheidenden Erfolg. Auch Japans Offensivversuche über hohe Bälle und schnelle Kombinationen führten zunächst kaum zu gefährlichen Torchancen.
Erst nach dem Seitenwechsel nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. Maeda brachte Japan mit seinem Treffer auf Achtelfinalkurs, ehe Elanga mit seinem schnellen Ausgleich die Hoffnungen der Schweden aufrechterhielt. In der Schlussphase verwalteten beide Teams das für sie letztlich ausreichende Unentschieden souverän.
Als Zweiter der Gruppe F trifft Japan nun am Montag in Houston auf Rekordweltmeister Brasilien. Schweden qualifizierte sich als Gruppendritter und könnte im Sechzehntelfinale auf Deutschland treffen.
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OZD-Kommentar – Mut wird jetzt zur Pflicht
Das Remis hilft beiden Mannschaften, offenbart aber auch ihre Grenzen. Japan überzeugte erneut mit taktischer Disziplin und schnellem Umschaltspiel, wird gegen Brasilien jedoch deutlich mutiger auftreten müssen. Schweden zeigte nach dem Debakel gegen die Niederlande Moral und rettete sich verdient in die K.o.-Phase. Nun beginnt allerdings ein neues Turnier. Wer jetzt nur verwalten will, wird gegen die Top-Nationen keine Chance haben.
Historischer Hintergrund
Japan zählt seit den 1990er-Jahren zu den erfolgreichsten Fußballnationen Asiens und erreicht regelmäßig Weltmeisterschaften. Schweden gehört traditionell zu Europas etablierten Nationalmannschaften und stand bereits mehrfach bei Welt- und Europameisterschaften in den entscheidenden Turnierphasen. Das WM-Spiel in Dallas unterstrich erneut die zunehmende Qualität des internationalen Fußballs außerhalb der klassischen Favoriten.
Zukunftsprognose
Japan steht mit Brasilien vor einer der schwersten Aufgaben des Turniers. Gelingt eine Überraschung, könnte das Team seinen größten WM-Erfolg feiern. Schweden geht mit neuem Selbstvertrauen in die K.o.-Phase und besitzt als körperlich starke Mannschaft durchaus Außenseiterchancen gegen jeden Gegner. Beide Teams könnten den weiteren Turnierverlauf nachhaltig beeinflussen.
Gewinnspiel
Frage: Gegen wen spielt Japan im Sechzehntelfinale?
A) Deutschland
B) Argentinien
C) Brasilien
D) Frankreich
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Mini-Infobox
Japan und Schweden trennen sich 1:1.
Daizen Maeda erzielt die japanische Führung.
Anthony Elanga gleicht für Schweden aus.
Japan trifft im Achtelfinale auf Brasilien.
Schweden könnte auf Deutschland treffen.
OZD-Analyse
Ausgeglichenes Duell
– Beide Mannschaften agierten taktisch diszipliniert und vermieden große Risiken.
Schlüssel zum Weiterkommen
– a) Japans effizientes Umschaltspiel.
– b) Schwedens schnelle Reaktion auf den Rückstand.
– c) Stabile Defensivleistungen beider Teams.
Folgen
– Japan steht vor der Mammutaufgabe gegen Brasilien. Schweden reist mit neuem Selbstvertrauen in die K.o.-Runde und bleibt ein unangenehmer Außenseiter.
Erklärungen
Wer ist Graham Potter?
Graham Potter ist schwedischer Nationaltrainer und international für seinen modernen, ballorientierten Fußball bekannt. Zuvor trainierte er mehrere Vereine in England und Schweden.
Was ist Dallas?
Dallas liegt im US-Bundesstaat Texas und zählt zu den Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft. Die Metropole gehört zu den größten Städten der USA und verfügt über mehrere internationale Sportarenen.
OZD-Extras
Basketball-Legende Dirk Nowitzki verfolgte die Partie live im Stadion. Aufgrund seiner Ehe mit der Schwedin Jessica Olsson gilt er seit Jahren als enger Unterstützer der schwedischen Nationalmannschaft.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.