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Spanien zu stark: Rangnicks ÖFB-Team scheitert deutlich an Europameister

Europameister Spanien war für Österreich eine Nummer zu groß: Das Team von Ralf Rangnick unterliegt verdient mit 0:3 und verabschiedet sich erhobenen Hauptes aus der WM. Spanien trifft nun auf Portugal.

Spaniens Ballzauberer haben Österreichs WM-Märchen beendet. Der Europameister setzte sich im Sechzehntelfinale in Los Angeles hochverdient mit 3:0 (1:0) gegen die Mannschaft von Ralf Rangnick durch und steht erstmals seit dem WM-Titel 2010 wieder in einem K.o.-Spiel der Weltmeisterschaft als Sieger auf dem Platz. Im Achtelfinale wartet nun das Duell mit Portugal.

Für Österreich endet damit die erste Weltmeisterschaft seit 28 Jahren. Nach dem dramatischen Einzug in die K.o.-Runde durch das spektakuläre 3:3 gegen Algerien war gegen die spielerisch überlegenen Spanier nichts zu holen. Torhüter Alexander Schlager verhinderte mit mehreren starken Paraden sogar eine deutlich höhere Niederlage.

Mikel Oyarzabal brachte Spanien in der 36. Minute in Führung und erhöhte kurz vor Schluss mit seinem zweiten Treffer (89.). Dazwischen sorgte Pedro Porro per Kopf (66.) für die Vorentscheidung. Spanien bleibt damit im Turnier weiterhin ohne Gegentor und untermauert seine Ambitionen auf den zweiten WM-Titel der Verbandsgeschichte.

Ralf Rangnick hatte vor dem Anpfiff erklärt, seine Mannschaft müsse gegen die technisch starken Spanier über sich hinauswachsen. Um Jungstar Lamine Yamal besser kontrollieren zu können, rückte Konrad Laimer auf die linke Abwehrseite. Dennoch dominierte Spanien von Beginn an Ballbesitz und Spielkontrolle. Bereits in den ersten Minuten sorgten Yamal und Dani Olmo für Gefahr.

Österreich verteidigte zunächst leidenschaftlich und setzte vereinzelt Nadelstiche. Michael Gregoritsch verpasste eine Hereingabe nur knapp. Ein möglicher spanischer Führungstreffer von Marc Cucurella wurde wegen einer Behinderung von Torhüter Schlager aberkannt. Kurz darauf war Schlager gegen Oyarzabal zunächst noch zur Stelle, ehe der Angreifer nach einer sehenswerten Kombination doch die verdiente Führung erzielte.

Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte Spanien das Geschehen nahezu nach Belieben. Rodri scheiterte nur knapp, ehe Pedro Porro nach einer Flanke per Kopf das 2:0 erzielte. Österreich kam offensiv kaum noch zur Entfaltung. Lediglich der eingewechselte Sasa Kalajdzic sorgte kurzzeitig für Gefahr. Den Schlusspunkt setzte erneut Oyarzabal mit seinem zweiten Treffer des Tages.

Österreich verabschiedet sich trotz des Ausscheidens mit einer insgesamt engagierten Turnierleistung aus Nordamerika. Spanien hingegen zählt nach dieser Vorstellung endgültig zu den großen Favoriten auf den WM-Titel.

OZD / AFP.


OZD-Kommentar – Spanische Fußballkunst setzt klare Grenzen

Österreich hat alles versucht, doch gegen dieses Spanien war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Die Mannschaft von Ralf Rangnick kann sich wenig vorwerfen, denn sie traf auf einen Gegner, der Ballkontrolle, Technik und Spieltempo nahezu perfekt kombinierte.

– Rangnicks Team hat mit Leidenschaft und Disziplin überzeugt.
– Spanien demonstrierte eindrucksvoll seine individuelle Klasse.
– Für Österreich sollte das Turnier dennoch als wichtiger Entwicklungsschritt dienen.

Die Spanier wirken derzeit reifer und stabiler als bei den vergangenen Weltmeisterschaften. Mit Spielern wie Lamine Yamal, Rodri und Oyarzabal besitzt die Mannschaft alle Voraussetzungen für den erneuten Griff nach dem WM-Titel.


Historischer Hintergrund

Österreich nahm erstmals seit der WM 1998 wieder an einer Weltmeisterschaft teil und erreichte auf Anhieb die K.o.-Phase. Spanien feierte dagegen seinen ersten Sieg in einem WM-K.o.-Spiel seit dem Titelgewinn 2010 in Südafrika und beendet damit eine lange Durststrecke.


Zukunftsprognose

Spanien geht mit großem Selbstvertrauen in das Achtelfinale gegen Portugal. Österreich kann trotz des Ausscheidens optimistisch auf die kommenden Jahre blicken, denn unter Ralf Rangnick hat sich die Nationalmannschaft wieder dauerhaft in der europäischen Spitze etabliert.


Mini-Infobox

Endstand: Spanien – Österreich 3:0

Tore: Oyarzabal (36./89.), Porro (66.)

Spielort: Los Angeles

Spanien bleibt im Turnier ohne Gegentor

Achtelfinalgegner: Portugal


OZD-Analyse

Spaniens Dominanz
a) Ballbesitz und Spielkontrolle über nahezu die gesamte Partie.
– Österreich kam kaum zu längeren Offensivphasen.
– Spanien bestimmte Tempo und Rhythmus.

Österreichs Grenzen
a) Defensiv lange stabil.
– Alexander Schlager verhinderte eine höhere Niederlage.
– Nach dem zweiten Gegentor fehlten Kraft und Ideen.

Titelkandidat Spanien
a) Die Mannschaft wirkt taktisch gefestigt.
– Defensive ohne Gegentor.
– Offensiv mehrere Matchwinner.
– Gehört zu den Favoriten auf den WM-Titel.


Wer ist Ralf Rangnick?

Ralf Rangnick ist einer der einflussreichsten deutschen Fußballtrainer und gilt als Wegbereiter des modernen Pressing-Fußballs. Er trainierte unter anderem Schalke 04, Hoffenheim und RB Leipzig und führte Österreich erfolgreich zurück zu einer Weltmeisterschaft.


OZD-Extras

Spanien gewann erstmals seit dem WM-Triumph 2010 wieder ein K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft und setzte damit ein wichtiges Ausrufezeichen im Titelrennen.


OZD-Gewinnspiel

Gewinnspielfrage: Welcher spanische Spieler erzielte gegen Österreich zwei Treffer?

A) Rodri
B) Pedro Porro
C) Mikel Oyarzabal
D) Lamine Yamal

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Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.