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Völlers Zukunftsplan: Rio-Weltmeister sollen den DFB retten

Rudi Völler setzt auf die Weltmeister von 2014. Mehrere Rio-Helden könnten künftig wichtige Führungsrollen beim DFB übernehmen.

Übersicht 

Rudi Völler bleibt bis 2028 DFB-Sportdirektor.

Weltmeister von 2014 sollen Verantwortung übernehmen.

Mehrere Ex-Nationalspieler gelten als Kandidaten.

Geschäftsführer-Posten wird zum Jahresende frei.

Per Mertesacker zählt zu den Favoriten.



Rudi Völler hat eine klare Vision für die Zukunft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der Sportdirektor möchte die Weltmeister von 2014 künftig stärker in die Verantwortung nehmen und sieht mehrere ehemalige Nationalspieler als mögliche Führungspersönlichkeiten innerhalb des Verbandes.

In einem gemeinsamen Interview mit kicker, Funke Mediengruppe, Frankfurter Rundschau, Süddeutscher Zeitung, ARD und Bild erklärte Völler, dass die erfolgreiche Generation von Rio de Janeiro künftig eine wichtige Rolle für den deutschen Fußball spielen könne.

"Da sind einige dabei, die wollen das, und denen traue ich das auch zu, und das wird auch so kommen", sagte der DFB-Sportdirektor.

Für Völler geht es dabei nicht nur um einzelne Personalien, sondern um die langfristige Entwicklung des Verbandes. "Die Generation ist ja auch in der Pflicht, irgendwann Verantwortung zu übernehmen", betonte der Weltmeister von 1990.

Als mögliche Kandidaten nannte Völler gleich mehrere prominente Namen. Per Mertesacker, Mats Hummels, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira könnten sich aus seiner Sicht hervorragend Führungsaufgaben beim DFB vorstellen.

"Die kann ich mir alle wunderbar vorstellen irgendwann mal in einer Rolle im DFB, ob mit mir oder nach mir, weil die die Qualitäten haben", erklärte Völler. Er sehe "einige, die sich das vorstellen könnten. Die machen es gut, haben Intellekt, verstehen den Fußball, da wird es welche geben, die ein Thema werden können."

Seine eigene Zukunft sieht Völler derweil klar geregelt. Der 1990er-Weltmeister bekräftigte, seinen Vertrag als DFB-Sportdirektor bis zum Jahr 2028 erfüllen zu wollen.

Parallel dazu steht im Verband bereits eine wichtige Personalentscheidung an. Der Posten des Geschäftsführers Sport, den derzeit Andreas Rettig innehat, wird zum Jahresende frei. Als aussichtsreicher Kandidat gilt Per Mertesacker. Auch Bastian Schweinsteiger hatte bereits öffentlich erklärt, sich künftig stärker beim DFB engagieren zu wollen.

Die Aussagen Völlers unterstreichen den Wunsch des Verbandes, die Erfahrung der erfolgreichen Weltmeistergeneration künftig stärker für die sportliche und strukturelle Weiterentwicklung des deutschen Fußballs zu nutzen.

OZD


OZD-Kommentar – Der DFB braucht mehr Fußballkompetenz

Rudi Völlers Vorstoß ist nachvollziehbar. Kaum eine Generation kennt die Anforderungen an internationalen Spitzenfußball besser als die Weltmeister von 2014. Erfahrung, Führungsqualität und hohe Akzeptanz könnten dem DFB helfen, nach schwierigen Jahren wieder mehr Stabilität zu gewinnen.

Allerdings reicht ein großer Name allein nicht aus. Führungspositionen verlangen strategisches Denken, Managementfähigkeiten und die Bereitschaft, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Entscheidend wird sein, ob die ehemaligen Nationalspieler nicht nur erfolgreiche Fußballer, sondern auch überzeugende Funktionäre werden.


Historischer Hintergrund

Mit dem WM-Titel 2014 in Brasilien erreichte der deutsche Fußball seinen bislang letzten internationalen Höhepunkt. In den Jahren danach folgten jedoch mehrere sportliche Rückschläge, darunter frühe WM-Aus und strukturelle Diskussionen innerhalb des DFB. Seitdem arbeitet der Verband daran, seine sportlichen Strukturen neu auszurichten und ehemalige Nationalspieler stärker einzubinden.


Zukunftsprognose

In den kommenden Jahren dürfte der DFB den personellen Umbruch weiter vorantreiben. Besonders die vakante Position des Geschäftsführers Sport könnte ein erster Schritt sein, Weltmeister von 2014 dauerhaft in Führungsaufgaben einzubinden. Gelingt dieser Generation der erfolgreiche Wechsel in Funktionärsrollen, könnte sie die sportliche Entwicklung des deutschen Fußballs langfristig prägen.


Gewinnspiel

Frage: Welchen Weltmeister nannte Rudi Völler als möglichen DFB-Funktionär?

A) Miroslav Klose

B) Lukas Podolski

C) Manuel Neuer

D) Per Mertesacker

Gewinnspiel:
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OZD-Analyse

Generationswechsel

– Der DFB plant langfristig mit ehemaligen Weltmeistern in Führungspositionen.

Mögliche Kandidaten

– a) Per Mertesacker

– b) Bastian Schweinsteiger

– c) Mats Hummels, Thomas Müller und Sami Khedira

Folgen

– Mehr Fußballkompetenz könnte den Verband sportlich stärken. Gleichzeitig entscheidet die Eignung als Manager darüber, ob der personelle Neustart gelingt.


Erklärungen

Wer ist Rudi Völler?

Rudi Völler wurde 1990 mit Deutschland Weltmeister und ist seit 2023 Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes. Zuvor war er unter anderem Bundestrainer und langjähriger Manager von Bayer Leverkusen.

Was ist der DFB?

Der Deutsche Fußball-Bund ist der größte Fußballverband der Welt. Er organisiert den Spielbetrieb der Nationalmannschaften sowie zahlreiche Wettbewerbe im deutschen Fußball und verantwortet die langfristige sportliche Entwicklung.

OZD-Extras

Mit Per Mertesacker, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Mats Hummels und Sami Khedira nannte Völler gleich fünf Weltmeister von 2014. Eine derart geschlossene Rückkehr einer erfolgreichen Nationalmannschaft in Führungspositionen wäre in der Geschichte des DFB nahezu einmalig.


Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.