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Regionalliga vor Revolution! DFB will Aufstiegs-Chaos endgültig beenden

Der DFB will die Regionalliga grundlegend reformieren. Mit dem Kompass-Modell sollen künftig alle Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen.

Fakten im Überblick

DFB-Präsident Bernd Neuendorf treibt die Einführung des Kompass-Modells voran.

Künftig sollen vier statt fünf Regionalligen bestehen.

Alle Regionalliga-Meister sollen direkt in die 3. Liga aufsteigen.


Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) macht bei der seit Jahren diskutierten Reform der Regionalliga ernst. Präsident Bernd Neuendorf hat das Thema zur Chefsache erklärt und will bereits in den kommenden Monaten die Einführung des sogenannten Kompass-Modells auf den Weg bringen. Ziel ist eine grundlegende Neuordnung der vierthöchsten Spielklasse und ein gerechteres Aufstiegssystem.

"Wir müssen im Fußball aufpassen, dass wir nicht zum Sinnbild der Reformunfähigkeit in Deutschland werden. Jetzt geht es darum, ein Problem zu lösen. Das muss zügig geschehen, wenn wir dem Fußball nicht schaden wollen."

Nach den Vorstellungen des DFB-Präsidenten soll bereits auf der Präsidiumssitzung am Freitag Generalsekretär Holger Blask den Auftrag erhalten, möglichst noch in diesem Jahr einen außerordentlichen DFB-Bundestag einzuberufen. Dort soll über die Einführung des Kompass-Modells abgestimmt werden.

Kern der Reform ist die Verringerung der bisherigen fünf Regionalligen auf künftig vier Staffeln. Gleichzeitig würden alle Regionalliga-Meister automatisch in die 3. Liga aufsteigen. Damit soll das seit Jahren kritisierte Rotations- und Relegationssystem entfallen.

Derzeit steigen lediglich die Meister der Regionalligen West und Südwest direkt auf. Die Titelträger aus Nord, Nordost und Bayern müssen sich die verbleibenden beiden Aufstiegsplätze über ein Rotationssystem und Relegationsspiele teilen. Dieses Verfahren sorgt seit Jahren für Kritik bei Vereinen und Fans.

Nach dem Kompass-Modell sollen die Mannschaften künftig flexibel nach geografischen Gesichtspunkten auf die vier Staffeln Nord, Ost, West und Süd verteilt werden. Ziel ist eine möglichst ausgewogene Ligastruktur mit kurzen Reisewegen und attraktiven regionalen Derbys.

Ein erster Reformversuch war Ende Juni noch gescheitert. Während sich die Vereine aus den Regionalligen West, Nord und Nordost mehrheitlich für das Kompass-Modell ausgesprochen hatten, bevorzugte der Südwest ein anderes Konzept. In Bayern sprach sich eine knappe Mehrheit sogar für die Entwicklung weiterer Alternativen aus.

Neuendorf verweist dennoch auf die bundesweite Mehrheit zugunsten des Kompass-Modells und sieht darin die beste Lösung für den deutschen Fußball.

Eine Veränderung der 3. Liga schließt der DFB-Präsident hingegen aus. Stattdessen soll die Verdichtung der Regionalligen die sportliche Qualität steigern und den Übergang in den Profifußball verbessern.

"Professionalisierung, mehr sportliche Qualität und damit eine bessere Ausbildung der Talente auf einem höheren Niveau."

Nach den aktuellen Vorstellungen des DFB würden künftig vier Staffeln mit jeweils 20 Vereinen entstehen. Die Verantwortung für die Regionalligen soll künftig vollständig beim Deutschen Fußball-Bund liegen und nicht mehr bei den Regionalverbänden.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Diese Reform ist längst überfällig

Seit Jahren sorgt das Regionalliga-Aufstiegssystem für Frust, Ungerechtigkeit und Diskussionen. Meistertitel dürfen im deutschen Fußball nicht von Relegationsspielen oder Rotationsmodellen entwertet werden. Das Kompass-Modell wäre ein wichtiger Schritt hin zu mehr Fairness und Transparenz. Entscheidend wird allerdings sein, ob alle Regionalverbände bereit sind, eigene Interessen zugunsten einer bundesweiten Lösung zurückzustellen.

Historischer Hintergrund

Mit Einführung der fünfgleisigen Regionalliga entstand ein strukturelles Problem beim Aufstieg in die eingleisige 3. Liga. Da jährlich nur vier Plätze frei werden, mussten Meister regelmäßig auf den direkten Aufstieg verzichten oder Relegationsspiele bestreiten. Seit Jahren fordern Vereine, Fans und Verbände eine gerechtere Lösung.

Zukunftsprognose

Sollte der DFB-Bundestag das Kompass-Modell beschließen, könnte die Regionalliga bereits in den kommenden Jahren vollständig neu organisiert werden. Der direkte Aufstieg aller Meister würde die Attraktivität der vierthöchsten Spielklasse erhöhen und jungen Talenten bessere Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Wirtschaftlich könnten Vereine durch attraktivere Derbys und geringere Reisekosten profitieren. Auswirkungen auf die Börsen sind nicht zu erwarten.

Erklärungen

Was ist das Kompass-Modell?

Das Kompass-Modell sieht vor, die bisherigen fünf Regionalligen auf vier Staffeln zu reduzieren. Die Vereine werden geografisch möglichst sinnvoll verteilt. Alle vier Meister steigen anschließend direkt in die 3. Liga auf.

Was ist die Regionalliga?

Die Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Fußball und bildet die wichtigste Schnittstelle zwischen Amateur- und Profifußball. Sie dient als Unterbau der 3. Liga und ist für die Talentförderung von großer Bedeutung.

OZD-Extras

Die Regionalliga-Reform beschäftigt den deutschen Fußball bereits seit vielen Jahren. Kaum ein anderes Strukturthema wurde innerhalb des DFB so kontrovers diskutiert wie die gerechte Aufstiegsregelung zwischen Regionalliga und 3. Liga.

Gewinnspiel

Wie viele Regionalligen soll es nach dem Kompass-Modell künftig geben?

A) Drei

B) Vier

C) Fünf

D) Sechs

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.