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Burkardt statt Woltemade: Klopp erklärt seine Entscheidung und schwärmt von Deutschlands Stürmern

Kai Havertz fällt gegen Griechenland aus, doch Jürgen Klopp sieht kein Sturmproblem. Der Bundestrainer setzt auf Burkardt – und hat mehrere Talente im Blick.

Fakten im Überblick

Kai Havertz fällt mit einer Oberschenkelzerrung für das Nations-League-Spiel gegen Griechenland in Augsburg aus.

Jürgen Klopp nominiert Jonathan Burkardt nach und bezeichnet den Frankfurter als „einer der besten Stürmer der Bundesliga“, wenn er gesund ist.

Mit Younes Ebnoutalib, Nicolò Tresoldi, Dzenan Pejcinovic und Paris Brunner sieht Klopp weitere interessante Optionen für den deutschen Angriff.

Jürgen Klopp muss bei seiner Heimpremiere als Bundestrainer auf Kai Havertz verzichten – ein Sturmproblem sieht er deshalb aber keineswegs. Vor dem Nations-League-Spiel gegen Griechenland in Augsburg beschreibt der 59-Jährige die personelle Situation im deutschen Angriff sogar als „tendenziell komfortabel“. Hinter dieser Einschätzung steckt nicht nur das Vertrauen in die bereits nominierten Angreifer. Klopp hat auch die nächste Generation genau im Blick.

Auf den verletzungsbedingten Ausfall von Havertz reagierte der Bundestrainer mit der Nachnominierung von Jonathan Burkardt. Der Frankfurter war ursprünglich erst für die Spiele drei und vier vorgesehen, rückt nun aber früher als geplant ins Aufgebot. Klopp entschied sich damit gegen eine Nachnominierung von Nick Woltemade.

Die Begründung fiel bemerkenswert deutlich aus. „Johnny war der erste Gedanke. Er war um die Ecke, deswegen habe ich ihn angerufen. Wenn er gesund ist, ist er einer der besten Stürmer der Bundesliga“, sagte Klopp über Burkardt.

Trotz dieses Lobes dürfte der Nachrücker gegen Griechenland zunächst nicht automatisch in der Startelf stehen. Gute Chancen besitzt vielmehr sein Frankfurter Teamkollege Younes Ebnoutalib.

Ebnoutalib war beim 1:1 gegen die Niederlande in Amsterdam für Havertz eingewechselt worden und feierte dabei ein ordentliches Debüt in der deutschen Nationalmannschaft. In Augsburg könnte nun bereits der nächste Schritt folgen.

Für Klopp bedeutet ein guter erster Auftritt allerdings noch lange keinen dauerhaften Platz im DFB-Kader. Der Konkurrenzkampf im deutschen Angriff ist aus Sicht des Bundestrainers größer, als es die Diskussion über die klassische Mittelstürmerposition vermuten lässt.

„Ich könnte locker die U21 noch dazunehmen“, sagte Klopp.

Dabei nannte er gleich mehrere Namen. Nicolò Tresoldi, Dzenan Pejcinovic und Paris Brunner seien „interessant und können alle kicken“.

Gerade Brunner lieferte zuletzt ein eindrucksvolles Bewerbungsschreiben ab. Bei seinem Debüt für die deutsche U21 erzielte der Angreifer gegen Lettland einen Doppelpack und benötigte für seinen ersten Treffer lediglich 53 Sekunden.

Auch Tresoldi hat sich mit seiner Trefferquote im Nachwuchsbereich längst Aufmerksamkeit erarbeitet. Damit entsteht im deutschen Sturm eine Situation, die Klopp offenbar bewusst nutzen will: Etablierte Nationalspieler bekommen Konkurrenz von mehreren jungen Angreifern, deren Entwicklung noch längst nicht abgeschlossen ist.

Der Bundestrainer verweist deshalb ausdrücklich auf das Alter seiner Kandidaten. Es gebe mehrere Stürmer in einem Alter, „in dem noch richtig große Schritte folgen können. Die dürfen sie gerne machen.“

Damit verbindet Klopp Lob und Forderung.

Die Tür zur Nationalmannschaft ist offen, aber niemand bekommt einen Freifahrtschein. Gute Leistungen im Verein und in den Nachwuchsauswahlen sollen darüber entscheiden, wer dauerhaft den Sprung ins DFB-Team schafft.

Für die Partie gegen Griechenland muss zunächst eine kurzfristige Lösung gefunden werden. Havertz fehlt, Burkardt ist nachgerückt und Ebnoutalib könnte von Beginn an spielen.

Langfristig beschäftigt Klopp jedoch eine größere Frage: Welcher dieser Angreifer entwickelt sich zu einer verlässlichen Lösung für die deutsche Nationalmannschaft?

Der Bundestrainer scheint die Auswahl jedenfalls nicht als Problem zu betrachten.

Im Gegenteil.

Wo zuletzt häufig über fehlende deutsche Mittelstürmer diskutiert wurde, sieht Klopp plötzlich Konkurrenz, Entwicklungspotenzial und mehrere Kandidaten.

OZD/SID

OZD-Kommentar – Konkurrenz könnte Klopps größter Trumpf im Angriff werden

Ein verletzter Kai Havertz wäre für jeden Bundestrainer eine schlechte Nachricht. Bemerkenswert ist deshalb, wie gelassen Jürgen Klopp auf den Ausfall reagiert.

Sein Wort von der „tendenziell komfortablen“ Situation ist dabei weniger eine Aussage über fertige Weltklassestürmer als über vorhandenes Potenzial.

Burkardt bekommt seine Chance. Ebnoutalib hat sein Debüt bereits hinter sich. Dahinter drängen Tresoldi, Pejcinovic und Brunner.

Genau dieser Konkurrenzkampf kann wertvoll werden.

Klopp verteilt keine Garantien. Selbst ein gelungenes Länderspieldebüt soll keinen Stammplatz sichern. Junge Spieler müssen ihre Entwicklung fortsetzen und sich immer wieder neu empfehlen.

Das ist für einen Bundestrainer eine angenehme Ausgangslage. Je größer die Zahl ernsthafter Kandidaten, desto weniger abhängig wird die Mannschaft von einzelnen Spielern.

Ob daraus auch internationale Spitzenqualität entsteht, müssen die kommenden Monate zeigen. Das Potenzial ist vorhanden – und Klopp fordert ausdrücklich, dass seine jungen Angreifer den nächsten Schritt machen.

Historischer Hintergrund

Die Suche nach einem verlässlichen Mittelstürmer begleitet die deutsche Nationalmannschaft seit Jahren. Unterschiedliche Spielertypen wurden auf der zentralen Position eingesetzt, ohne dass sich dauerhaft eine unumstrittene Lösung etablierte.

Kai Havertz kann im Angriffszentrum spielen, besitzt aber zugleich Qualitäten für andere offensive Rollen.

Jonathan Burkardt gehört zu den deutschen Angreifern, die sich mit ihren Leistungen in der Bundesliga für Aufgaben in der Nationalmannschaft empfohlen haben.

Parallel entwickelt sich eine neue Generation. Nicolò Tresoldi, Dzenan Pejcinovic und Paris Brunner gehören zu den Stürmern, die im deutschen Nachwuchsbereich auf sich aufmerksam machen.

Für Klopp eröffnet sich damit die Möglichkeit, erfahrenere Kräfte mit jungen Angreifern zu kombinieren.

Zukunftsprognose

Kurzfristig dürfte Younes Ebnoutalib gegen Griechenland eine weitere Gelegenheit bekommen, sich auf internationaler Ebene zu zeigen. Burkardt bietet Klopp gleichzeitig eine zusätzliche erfahrene Bundesliga-Option.

Mittelfristig könnte sich der Konkurrenzkampf deutlich verschärfen. Havertz wird nach seiner Verletzung zurückkehren, während jüngere Angreifer aus der U21 auf den nächsten Entwicklungsschritt drängen.

Besonders spannend wird die Frage, welche Rolle Klopp den unterschiedlichen Stürmertypen innerhalb seiner neuen Spielidee zugedacht hat. Nicht jeder Gegner verlangt dieselbe Lösung.

Langfristig könnte Deutschland von der Breite profitieren, sofern mehrere Talente ihre Entwicklung bestätigen. Genau darauf zielt Klopps Forderung nach den „richtig großen Schritten“.

Die nächsten Monate werden deshalb nicht nur ein Wettbewerb um Tore, sondern auch um Rollen im künftigen DFB-Team.

Wer ist Jonathan Burkardt?

Jonathan Burkardt ist deutscher Nationalstürmer und spielt für Eintracht Frankfurt. Klopp nominierte ihn nach der Verletzung von Kai Havertz für das Spiel gegen Griechenland nach.

Wer ist Younes Ebnoutalib?

Younes Ebnoutalib ist ein deutscher Angreifer und Teamkollege Burkardts in Frankfurt. Beim 1:1 gegen die Niederlande wurde er für Havertz eingewechselt und feierte sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft.

Wer ist Paris Brunner?

Paris Brunner gehört zu den deutschen Nachwuchsstürmern und wurde U17-Weltmeister. Bei seinem Debüt für die deutsche U21 gegen Lettland erzielte er unmittelbar einen Doppelpack.

Warum wurde Nick Woltemade nicht nachnominiert?

Klopp entschied sich nach Havertz' Ausfall für Burkardt. Nach eigener Aussage war der Frankfurter sein „erster Gedanke“. Die Entscheidung bedeutet jedoch nicht grundsätzlich, dass Woltemade für künftige Nominierungen keine Rolle spielt.

OZD-Extra – Klopp hat die nächste Sturm-Generation längst auf dem Zettel

Ein Satz des Bundestrainers dürfte besonders die jungen deutschen Angreifer interessieren: „Ich könnte locker die U21 noch dazunehmen“.

Klopp schaut also weit über seinen aktuellen Kader hinaus.

Mit Tresoldi, Pejcinovic und Brunner nannte er gleich drei Nachwuchsstürmer ausdrücklich.

Das erhöht den Druck auf die etablierten Kandidaten – und gleichzeitig die Motivation für die nächste Generation.

Wer regelmäßig trifft und sich weiterentwickelt, darf auf die Nationalmannschaft hoffen.

Klopp macht allerdings auch deutlich, dass Talent allein nicht reicht.

Die jungen Angreifer haben Potenzial. Die geforderten „richtig großen Schritte“ müssen sie selbst gehen.

Gewinnspiel

Welchen Stürmer nominierte Jürgen Klopp nach der Verletzung von Kai Havertz nach?

A: Paris Brunner

B: Nick Woltemade

C: Jonathan Burkardt

D: Nicolò Tresoldi

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.