Zum Inhalt springen
OZD.news - News und Nachrichten zum Nachschlagen
QR-Code zu www.online-zeitung-deutschland.de
Diesen Artikel teilen

Matchball verwandelt: Zverev schlägt Tien – Team Europa gewinnt den Laver Cup

Alexander Zverev schlägt Learner Tien 7:6, 6:3 und sichert Team Europa den Laver Cup. Nach dem Match feiern die Stars gemeinsam auf dem Court.

Fakten im Überblick

Alexander Zverev besiegte den US-Amerikaner Learner Tien mit 7:6 (7:3), 6:3 und machte damit den Laver-Cup-Triumph von Team Europa perfekt.

Flavio Cobolli und Jakub Mensik hatten Europa zuvor mit ihrem Doppelsieg gegen Alex de Minaur und Taylor Fritz mit 10:5 in Führung gebracht.

Für Team Europa ist es bei der neunten Auflage des 2017 von Roger Federer ins Leben gerufenen Laver Cups der sechste Titel.

Alexander Zverev riss die Arme in die Höhe, wenig später wurde gemeinsam getanzt: Der deutsche Tennisstar hat Team Europa beim Laver Cup in London zum Titel geführt. Mit einem 7:6 (7:3), 6:3 gegen den US-Amerikaner Learner Tien holte Zverev am Sonntagnachmittag die entscheidenden drei Punkte und verwandelte damit den Matchball für die europäische Auswahl. Unter den Augen prominenter Zuschauer wie Roger Federer und Hollywoodstar Leonardo DiCaprio krönte der Hamburger einen für ihn besonderen Tennis-Nachmittag.

Vielleicht hatte ihm ausgerechnet eine deutsche Tennislegende Glück gebracht. Am Samstag hatte Zverev noch gemeinsam mit Steffi Graf für ein Foto in die Kamera gegrinst. Einen Tag später durfte er den entscheidenden Sieg feiern. „Ich bin froh, es heute geschafft zu haben“, sagte Zverev nach dem Triumph. Kurz zuvor hatte er mit seinen Teamkollegen um den spanischen Topstar Carlos Alcaraz einen Siegestanz auf dem Court aufgeführt. „Wir haben ein tolles Team, eine tolle Team-Chemie.“

Dabei musste Zverev gegen Tien zunächst einen gefährlichen Moment überstehen. Im ersten Satz drohte ihm beim Stand kurz vor dem Tiebreak noch der Verlust des entscheidenden Aufschlagspiels zum möglichen 5:7. Der Deutsche rettete sich jedoch in den Tiebreak und entschied diesen mit 7:3 für sich.

Danach wirkte Zverev zunehmend souverän. Im zweiten Durchgang kontrollierte er die Begegnung besser und ließ Tien immer weniger Möglichkeiten, die Partie noch einmal zu drehen. Nach 1:50 Stunden war der Titel perfekt.

Auf der Tribüne verfolgten nicht nur Federer und DiCaprio die Entscheidung. Auch der australische Tennis-Idol Rod Laver, Namensgeber des Wettbewerbs, war dabei, als Zverev nach dem Matchball triumphierend die Arme nach oben riss.

Für zusätzliche Unterhaltung sorgte Andre Agassi. Der Kapitän der Welt-Auswahl und Ehemann von Steffi Graf gratulierte Zverev zu einem „verrückten Jahr“ und scherzte, er könne nun endlich wieder dessen Pressekonferenzen anschauen, ohne dass Zverev wegen seiner Niederlagen weine.

Der entscheidende Erfolg des Deutschen war allerdings nur möglich geworden, weil seine Teamkollegen zuvor die perfekte Ausgangslage geschaffen hatten. Flavio Cobolli aus Italien und Jakub Mensik aus Tschechien bezwangen im Doppel den Australier Alex de Minaur und den US-Amerikaner Taylor Fritz mit 7:5, 6:3.

Damit ging Europa mit 10:5 in Führung.

Weil am Sonntag jeder Sieg drei Punkte einbringt und die Mannschaft gewinnt, die zuerst 13 Zähler erreicht, bekam Zverev gegen Tien den ersten Matchball für sein Team.

Er nutzte ihn.

Für den Deutschen war es gleichzeitig eine persönliche Antwort auf seine Niederlage vom Samstag. Sein erstes Einzel hatte Zverev gegen de Minaur nach einem dramatischen Match mit 6:2, 6:7 (5:7), 9:11 verloren.

Noch am selben Abend gelang ihm jedoch die erste Reaktion. Gemeinsam mit Casper Ruud aus Norwegen besiegte er Alexander Bublik aus Kasachstan und Brandon Nakashima aus den USA im Doppel mit 6:4, 7:6 (9:7).

Am Sonntag folgte schließlich der wichtigste Sieg seines Wochenendes.

Der Triumph besitzt für Team Europa auch deshalb besondere Bedeutung, weil die Mannschaft im Vorjahr eine empfindliche Niederlage hinnehmen musste. In San Francisco hatte die Welt-Auswahl den Wettbewerb mit 19:5 gewonnen.

Nun schlug Europa zurück.

Der Laver Cup wurde 2017 von Roger Federer ins Leben gerufen und bringt einige der besten europäischen Tennisspieler gegen eine Auswahl aus dem Rest der Welt zusammen. Bei der neunten Austragung feierte Europa nun seinen sechsten Gesamtsieg.

2027 wandert das Show-Event wieder in die USA. Dann soll der Laver Cup im Intuit Dome im kalifornischen Inglewood stattfinden.

Für Zverev zählt zunächst jedoch der Moment in London.

Einen Tag nach seinem Foto mit Steffi Graf durfte der deutsche Tennisstar selbst im Mittelpunkt stehen.

OZD/SID

OZD-Kommentar – Zverev übernimmt Verantwortung, als es wirklich zählt

Alexander Zverev hatte an diesem Wochenende bereits erlebt, wie schnell beim Laver Cup die Stimmung kippen kann.

Am Samstag verlor er sein erstes Einzel gegen Alex de Minaur. Wenige Stunden später kämpfte er sich im Doppel zurück. Am Sonntag bekam er schließlich die Chance, den Titel für Europa zu sichern.

Und diesmal nutzte er sie.

Gerade der erste Satz gegen Learner Tien war kein Selbstläufer. Zverev musste einen kritischen Moment überstehen, ehe er im Tiebreak die Kontrolle übernahm.

Danach spielte er so, wie es ein Spitzenspieler in einer solchen Situation tun muss: konzentriert und konsequent.

Der Laver Cup ist kein Grand-Slam-Turnier und besitzt einen besonderen Showcharakter. Trotzdem erzeugt sein Mannschaftsformat einen ungewöhnlichen Druck. Wer beim Stand von 10:5 auf den Court geht, weiß genau, dass der Sieg den gesamten Wettbewerb entscheiden kann.

Zverev hielt diesem Druck stand.

Das dürfte ihm nach einem wechselhaften Tennisjahr besonders guttun.

Historischer Hintergrund

Der Laver Cup wurde 2017 auf Initiative von Roger Federer ins Leben gerufen. Benannt ist der Mannschaftswettbewerb nach der australischen Tennislegende Rod Laver.

Das Konzept orientiert sich in Teilen am Ryder Cup im Golf. Team Europa tritt gegen Team Welt an.

Eine Besonderheit ist das Punktesystem. Am ersten Turniertag zählt jeder Sieg einen Punkt, am zweiten zwei und am dritten drei Punkte. Dadurch kann sich die Ausgangslage am letzten Tag besonders schnell verändern.

Gewonnen hat das Team, das zuerst 13 Punkte erreicht.

Europa dominierte die ersten Austragungen des Wettbewerbs. Mit dem Erfolg in London kommt die Mannschaft nun auf sechs Titel bei neun Austragungen.

Zukunftsprognose

Für Alexander Zverev kann der Erfolg in London vor allem psychologisch wertvoll sein. Ein entscheidender Sieg unter Druck kann Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben.

Sportlich bleibt entscheidend, wie der Deutsche diese Leistung in die nächsten Einzelturniere übertragen kann. Der Laver Cup unterscheidet sich durch sein Mannschaftsformat deutlich vom regulären Tourbetrieb.

Für Team Europa zeigt der Titel zugleich, wie groß die aktuelle personelle Qualität ist. Mit Spielern wie Zverev und Carlos Alcaraz verfügt die Auswahl über internationale Spitzenspieler, während Profis wie Cobolli und Mensik ebenfalls wichtige Punkte liefern können.

Der Wettbewerb selbst zieht im kommenden Jahr weiter nach Kalifornien. Im Intuit Dome in Inglewood bekommt Team Welt dann die nächste Gelegenheit zur Revanche.

Was ist der Laver Cup?

Der Laver Cup ist ein internationaler Tennis-Mannschaftswettbewerb. Sechs Spieler aus Europa treten gegen sechs Profis aus dem Rest der Welt an.

Wer ist Rod Laver?

Rod Laver ist eine australische Tennislegende und Namensgeber des Wettbewerbs. Er zählt zu den bedeutendsten Spielern der Tennisgeschichte.

Warum war Zverevs Sieg entscheidend?

Team Europa führte nach dem Doppel bereits mit 10:5. Weil ein Sieg am Sonntag drei Punkte wert ist, konnte Zverev mit seinem Erfolg gegen Learner Tien die zum Gesamtsieg notwendigen 13 Punkte erreichen.

Wer ist Learner Tien?

Learner Tien ist ein US-amerikanischer Tennisspieler und gehörte beim Laver Cup in London zur Welt-Auswahl von Kapitän Andre Agassi.

OZD-Extra – Erst Steffi Graf, dann der entscheidende Sieg

Die vielleicht schönste Randgeschichte des Wochenendes begann bereits am Samstag.

Zverev traf Steffi Graf und posierte gemeinsam mit der deutschen Tennislegende für ein Foto.

Graf ist mit Andre Agassi verheiratet – ausgerechnet jenem Mann, der in London als Kapitän von Team Welt versuchte, Zverev und die europäische Auswahl zu schlagen.

Am Sonntag stand Zverev dann selbst im Mittelpunkt.

Mit seinem Sieg gegen Learner Tien beendete er den Wettbewerb und löste auf europäischer Seite den Jubel aus.

Agassi nahm es mit Humor und gratulierte dem Deutschen anschließend.

So wurde aus einem Foto mit Steffi Graf innerhalb eines Tages eine kleine Laver-Cup-Geschichte mit perfektem Ende für Zverev.

Gewinnspiel

Gegen welchen Spieler machte Alexander Zverev den Laver-Cup-Sieg für Team Europa perfekt?

A: Taylor Fritz

B: Alex de Minaur

C: Learner Tien

D: Brandon Nakashima

Zum großen OZD-Gewinnspiel 2026 – Gutscheine gewinnen

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.