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Über 50.000 Fans: Kabayel verteidigt WM-Titel im Düsseldorfer Fußballstadion

Agit Kabayel verteidigt seinen WBC-WM-Titel am 28. November gegen Nelson Hysa. Mehr als 50.000 Zuschauer könnten den historischen Kampf in Düsseldorf erleben.

Fakten im Überblick

Agit Kabayel verteidigt seinen WBC-Weltmeistertitel am 28. November in der Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf.

Gegner ist der ungeschlagene 42-jährige Albaner Nelson Hysa.

Kabayel ist in 27 Profikämpfen unbesiegt und der erste deutsche Schwergewichts-Weltmeister seit Max Schmeling.

Agit Kabayel bekommt für seine erste Titelverteidigung als WBC-Weltmeister die ganz große Bühne. Der 34 Jahre alte Bochumer wird am 28. November nicht wie zunächst geplant in der Rudolf-Weber-Arena in Oberhausen boxen, sondern in der Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf. Dort, wo normalerweise die Fußballer von Fortuna Düsseldorf ihre Heimspiele austragen, soll Kabayel vor mehr als 50.000 Zuschauern gegen den ungeschlagenen Albaner Nelson Hysa antreten. Für den deutschen Schwergewichts-Champion erfüllt sich damit ein Wunsch, den er nach eigenen Worten schon seit seiner Kindheit mit sich trägt. „Schon als Kind war ein WM-Kampf im Stadion mein größter Traum. Das ist der Beweis: Egal, woher du kommst – harte Arbeit macht Träume wahr“, erklärte Kabayel. Der Kampf bekommt damit eine Dimension, wie sie der deutsche Boxsport seit Jahren nicht mehr erlebt hat. Erst im Juni war Kabayel vom World Boxing Council zum regulären Weltmeister erklärt worden, nachdem der ukrainische Dreifach-Champion Alexander Usyk seine Titel niedergelegt hatte. Zuvor hatte der Deutsche bereits den Status des WBC-Interimschampions getragen. Nun steigt er erstmals als amtierender WBC-Champion in den Ring und setzt dabei seine makellose Bilanz von 27 Siegen in 27 Profikämpfen aufs Spiel.

Bis der Gegner feststand, war allerdings Geduld gefragt. Ursprünglich war vorgesehen, dass Kabayel wie bei seinem vorherigen Kampf gegen den Polen Damian Knyba im Januar erneut in Oberhausen antritt. Die Suche nach einem Herausforderer gestaltete sich jedoch schwierig. Schließlich rückte Nelson Hysa immer stärker in den Mittelpunkt. Der 42 Jahre alte Albaner brachte sich wiederholt selbst als Gegner ins Gespräch, zwischen beiden Lagern entwickelte sich ein öffentliches Wortgefecht. Zeitweise schien der Kampf bereits wieder vom Tisch zu sein. Nun kommt er doch zustande – und Kabayel macht keinen Hehl daraus, dass er die Art der Herausforderung nicht vergessen hat. „Er hat mich auf eine etwas respektlose Art herausgefordert, um diesen Kampf zu bekommen. Aber jetzt bekommt er seine Chance. Am 28. November werde ich ihm zeigen, dass es in diesem Sport Levels gibt“, sagte der Weltmeister. Auch Hysa reist mit einer makellosen Bilanz nach Düsseldorf und will dort die größte Chance seiner Karriere nutzen. Aus einer sportlich ohnehin bedeutenden Titelverteidigung ist damit zusätzlich ein persönliches Duell geworden.

Für Kabayel steht allerdings weit mehr auf dem Spiel als nur der nächste Sieg. Der Bochumer hat sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt an die Weltspitze des Schwergewichts geboxt und ist inzwischen der erste deutsche Weltmeister in der Königsklasse seit Max Schmeling, der von 1930 bis 1932 den Weltmeistertitel hielt. Kabayels langfristiges Ziel ist noch größer: Er will die vier bedeutenden WM-Gürtel im Schwergewicht vereinigen und damit unumstrittener Champion seiner Gewichtsklasse werden. Dafür darf er sich gegen Hysa keinen Ausrutscher erlauben. Eine erfolgreiche Titelverteidigung vor mehr als 50.000 Zuschauern könnte seine internationale Position weiter stärken und den Weg zu den ganz großen Duellen der Gewichtsklasse öffnen.

Dass dieser nächste Schritt ausgerechnet am 28. November in Düsseldorf stattfinden soll, verleiht dem Abend eine bemerkenswerte historische Note. Auf den Tag genau elf Jahre zuvor, am 28. November 2015, fand im selben Stadion der bislang letzte Schwergewichts-WM-Kampf auf deutschem Boden statt. Damals verlor Wladimir Klitschko nach jahrelanger Dominanz seine Weltmeistertitel an den Briten Tyson Fury. Der Kampf markierte das Ende einer Ära im Schwergewicht. Elf Jahre später soll an gleicher Stelle ein deutscher Champion seinen eigenen großen Moment erleben. Für Kabayel könnte Düsseldorf damit zum Schauplatz eines weiteren entscheidenden Kapitels seiner Karriere werden – und für den deutschen Boxsport zu einer Nacht, die Erinnerungen an seine großen Zeiten weckt.

OZD/SID

OZD-Kommentar – Jetzt beginnt für Kabayel die schwierigste Phase

Agit Kabayel hat erreicht, wovon viele Boxer ihr gesamtes Berufsleben träumen. Er ist Weltmeister, ungeschlagen und bekommt einen Titelkampf vor mehr als 50.000 Zuschauern im eigenen Land. Doch genau jetzt verändert sich seine Rolle. Der Jäger ist zum Gejagten geworden.

Nelson Hysa mag international nicht den Namen eines Tyson Fury oder Alexander Usyk besitzen, doch gerade darin liegt eine Gefahr. Für Hysa ist Düsseldorf die Chance seines Lebens. Für Kabayel dagegen ist ein Sieg Pflicht, wenn er sein großes Ziel von der Vereinigung aller vier bedeutenden WM-Gürtel weiterverfolgen will.

Das Düsseldorfer Stadion bietet dafür eine Bühne, die kaum größer sein könnte. Kabayel kann mit einem überzeugenden Sieg nicht nur seinen Titel verteidigen, sondern seine Stellung im internationalen Schwergewicht weiter festigen. Danach werden allerdings Gegner warten müssen, die sportlich noch einmal eine andere Größenordnung darstellen.

Historischer Hintergrund

Deutschland besitzt eine lange, aber keineswegs durchgehende Geschichte großer Schwergewichts-Weltmeisterschaften. Der berühmteste deutsche Champion bleibt Max Schmeling, der 1930 durch einen Sieg gegen Jack Sharkey Weltmeister wurde und seinen Titel bis 1932 hielt. Seine Kämpfe machten ihn zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen Sportgeschichte.

Später prägten vor allem die Brüder Wladimir und Vitali Klitschko das Schwergewicht und bestritten zahlreiche große Kämpfe in Deutschland. Einer der bedeutendsten fand am 28. November 2015 in Düsseldorf statt. Wladimir Klitschko verlor damals gegen Tyson Fury und damit seine Weltmeistertitel.

Genau elf Jahre später soll nun Agit Kabayel im selben Stadion seinen WBC-Titel verteidigen. Die zeitliche und örtliche Parallele verleiht dem Kampf eine besondere historische Dimension.

Zukunftsprognose

Ein Sieg gegen Nelson Hysa würde Kabayel auf seinem Weg zu größeren Titelkämpfen halten. Sein erklärtes Ziel ist die Vereinigung der vier wichtigsten WM-Gürtel im Schwergewicht. Dafür müsste er langfristig gegen weitere Weltmeister oder deren Nachfolger antreten.

Zunächst zählt jedoch ausschließlich der 28. November. Verliert Kabayel, wäre sein Plan einer Titelvereinigung vorerst gestoppt. Gewinnt er überzeugend, dürfte das Interesse an internationalen Spitzenkämpfen weiter steigen.

Auch für den deutschen Boxsport könnte der Abend wichtig werden. Ein erfolgreicher WM-Kampf vor mehr als 50.000 Zuschauern würde zeigen, dass große Schwergewichtsveranstaltungen in Deutschland wieder ein erhebliches Publikum erreichen können.

Wer ist Agit Kabayel?

Agit Kabayel wurde 1992 in Leverkusen geboren und wuchs in Bochum auf. Der Schwergewichtler arbeitete sich über nationale und europäische Titel bis in die internationale Weltspitze vor.

Kabayel ist in 27 Profikämpfen ungeschlagen. Zunächst wurde er WBC-Interimsweltmeister, bevor ihn der World Boxing Council im Juni zum regulären WBC-Weltmeister erklärte, nachdem Alexander Usyk seinen Titel niedergelegt hatte.

Wer ist Nelson Hysa?

Nelson Hysa ist ein albanischer Schwergewichtsboxer und soll am 28. November Kabayels erster Herausforderer als regulärer WBC-Weltmeister werden.

Der 42-Jährige ist ebenfalls ungeschlagen und hatte sich öffentlich immer wieder für einen Kampf gegen Kabayel ins Gespräch gebracht. Nach Wortgefechten zwischen beiden Lagern erhält er nun in Düsseldorf seine WM-Chance.

Was bedeutet WBC-Weltmeister?

Der World Boxing Council, kurz WBC, gehört zu den vier großen Weltverbänden des Profiboxens. Daneben vergeben die WBA, IBF und WBO international anerkannte Weltmeistertitel.

Wer alle vier bedeutenden Gürtel gleichzeitig hält, gilt als unumstrittener oder „Undisputed“ Weltmeister. Genau dieses Ziel hat Kabayel für seine weitere Karriere formuliert.

OZD-Extra – Düsseldorf erlebt nach elf Jahren wieder eine Schwergewichts-WM

Das Datum könnte kaum symbolträchtiger sein. Am 28. November 2015 verlor Wladimir Klitschko im Düsseldorfer Fußballstadion gegen Tyson Fury. Die Niederlage beendete Klitschkos jahrelange Herrschaft über das Schwergewicht und leitete eine neue Ära ein.

Am 28. November 2026, exakt elf Jahre später, kehrt die Schwergewichts-WM in dasselbe Stadion zurück. Diesmal steht mit Agit Kabayel ein deutscher Weltmeister im Mittelpunkt. Sollte die Arena tatsächlich mit mehr als 50.000 Zuschauern gefüllt werden, wäre der Kampf zugleich eine der größten deutschen Boxveranstaltungen der vergangenen Jahre.

Gewinnspiel

Gegen wen verteidigt Agit Kabayel am 28. November seinen WBC-Weltmeistertitel?

A: Tyson Fury

B: Alexander Usyk

C: Nelson Hysa

D: Anthony Joshua

https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.