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Bronze-Traum geplatzt: Deutschlands Basketball-Heldinnen gehen bei Heim-WM leer aus

Die deutschen Basketballerinnen verpassen bei der Heim-WM in Berlin Bronze. Trotz der Enttäuschung bleibt das Turnier der größte Erfolg der DBB-Geschichte.

Fakten im Überblick

Deutschland verliert das Spiel um Bronze gegen Spanien mit 58:81.

Die DBB-Frauen erzielen dennoch ihr bestes WM-Ergebnis aller Zeiten.

Mehr als 12.600 Fans sorgen in der Berliner Uber Arena für eine beeindruckende Atmosphäre.


Der Traum von der ersten WM-Medaille ist geplatzt. Die deutschen Basketballerinnen haben das Spiel um Bronze bei ihrer Heim-Weltmeisterschaft in Berlin deutlich mit 58:81 gegen Spanien verloren. Nach der Halbfinalniederlage gegen Frankreich blieb dem Team von Bundestrainer Olaf Lange auch im zweiten Anlauf der Sprung aufs Podium verwehrt.

Vor erneut 12.650 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Uber Arena entwickelte sich zunächst ein ähnliches Bild wie beim Vorrundenduell gegen Spanien, das Deutschland bereits mit 53:83 verloren hatte. Die Spanierinnen starteten furios, zwangen die Gastgeberinnen früh zu zahlreichen Ballverlusten und erspielten sich schnell eine zweistellige Führung.

Doch die deutsche Mannschaft zeigte Moral. Angeführt von Luisa Geiselsöder kämpfte sich das DBB-Team noch vor der Halbzeit zurück und schaffte sogar den zwischenzeitlichen Ausgleich. Die Hoffnung auf die große Wende lebte.

Nach dem Seitenwechsel übernahm Spanien jedoch erneut die Kontrolle. Vor allem Raquel Carrera dominierte die entscheidenden Minuten, während Deutschland offensiv immer wieder an der aggressiven Verteidigung der Spanierinnen scheiterte. Ein 15:0-Lauf brachte die Vorentscheidung, ehe Spanien auch das Schlussviertel mit einem 11:0-Start dominierte und die Medaillenentscheidung endgültig herbeiführte.

Trotz der Enttäuschung endet das Heimturnier mit einem historischen Erfolg. Noch nie zuvor war eine deutsche Frauen-Nationalmannschaft bei einer Basketball-Weltmeisterschaft so erfolgreich. Nach vier beeindruckenden Siegen in Serie erreichte das Team erstmals überhaupt das Halbfinale und begeisterte mit mutigem Basketball ein Millionenpublikum.

Auch zahlreiche deutsche Basketballgrößen verfolgten die WM in Berlin. NBA-Legende Dirk Nowitzki sprach während des Turniers von "einem kleinen Märchen", Weltmeisterkapitän Dennis Schröder lobte die "geile Atmosphäre" in der Hauptstadt.

Bundestrainer Olaf Lange hat seiner Mannschaft innerhalb kurzer Zeit eine klare Struktur gegeben und den deutschen Frauenbasketball auf ein neues internationales Niveau geführt. Trotz der verpassten Medaille gehört Deutschland inzwischen zur erweiterten Weltspitze und darf mit großem Selbstvertrauen auf die Europameisterschaft 2027 blicken.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Keine Medaille, aber ein riesiger Schritt nach vorn

Natürlich schmerzt eine verpasste Medaille vor heimischem Publikum besonders. Doch wer nur auf Platz vier blickt, verkennt die eigentliche Geschichte dieses Turniers. Die DBB-Frauen haben Basketball in Deutschland auf eine neue Bühne gehoben. Aus einer Mannschaft, die international oft unterschätzt wurde, ist innerhalb weniger Monate ein ernsthafter Medaillenkandidat geworden. Jetzt gilt es, diese Euphorie zu nutzen, den Nachwuchs weiter zu fördern und die Professionalität dauerhaft auszubauen. Dann könnte Berlin 2026 der Anfang einer neuen Erfolgsära gewesen sein.

Historischer Hintergrund

Deutschland nahm erstmals 1998 an einer Frauen-Basketball-Weltmeisterschaft teil – ebenfalls als Gastgeber. Damals war bereits vor dem Viertelfinale Schluss. Mit dem Einzug ins Halbfinale der Heim-WM 2026 gelang nun das mit Abstand beste WM-Ergebnis der deutschen Basketballgeschichte. Der Aufschwung erinnert an die Männer, die mit EM-Bronze 2022 in Berlin ihren Weg zum WM-Titel 2023 einleiteten.

Zukunftsprognose

Die Perspektiven für den deutschen Frauenbasketball sind hervorragend. Mit Leistungsträgerinnen wie Leonie Fiebich, Nyara Sabally, Marie Gülich und Luisa Geiselsöder verfügt Deutschland über eine Mannschaft im besten Basketballalter. Für die Europameisterschaft 2027 in Belgien, Finnland, Litauen und Schweden zählt das DBB-Team bereits jetzt zu den ernsthaften Medaillenanwärtern. Auch für die Olympischen Spiele dürfte Deutschland eine wichtige Rolle spielen.

Erklärungen

Wer ist Olaf Lange?

Olaf Lange ist Bundestrainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Seit seinem Amtsantritt hat er das Team sportlich deutlich weiterentwickelt und Deutschland erstmals in ein WM-Halbfinale geführt.

Was ist die Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen?

Die FIBA Women's Basketball World Cup ist das wichtigste internationale Turnier im Frauenbasketball. Die besten Nationalmannschaften der Welt kämpfen dort um den WM-Titel. Das Turnier gilt neben den Olympischen Spielen als sportlicher Höhepunkt des internationalen Frauenbasketballs.

OZD-Extras

Die Heim-WM sorgte für einen deutlichen Popularitätsschub des Frauenbasketballs in Deutschland. Mehrere Spiele waren ausverkauft, TV-Quoten und Zuschauerinteresse erreichten Rekordwerte.

Direkte Auswirkungen auf die Börsen ergeben sich nicht. Langfristig könnten jedoch Sponsoren, Sportartikelhersteller, Medienunternehmen und Basketballvereine von der gestiegenen Popularität des Frauenbasketballs profitieren.

Gewinnspiel

Gegen welche Mannschaft verlor Deutschland das Spiel um die Bronzemedaille?

A) Spanien

B) Frankreich

C) USA

D) Belgien

https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.