Fakten im Überblick
Deutschland besiegt Mali bei der Heim-WM in Berlin deutlich mit 83:58.
Das DBB-Team beendet die Vorrunde als Zweiter der Gruppe A hinter Spanien.
In der Qualifikationsrunde wartet nun Südkorea – bei einem Sieg geht es gegen Belgien.
Mit einer beeindruckenden Mannschaftsleistung haben die deutschen Basketballerinnen den Einzug in die Finalrunde der Heim-Weltmeisterschaft perfekt gemacht. Das Team von Bundestrainer Olaf Lange setzte sich im entscheidenden Vorrundenspiel in Berlin souverän mit 83:58 (49:32) gegen Mali durch und sicherte sich damit den zweiten Platz in Gruppe A hinter Favorit Spanien.
Vor dem letzten Spieltag war die Ausgangslage außergewöhnlich spannend. Alle vier Mannschaften standen nach zwei Partien bei jeweils einem Sieg und einer Niederlage. Für Deutschland war zwischen Gruppensieg und Vorrunden-Aus noch alles möglich. Nachdem Spanien parallel Japan mit 79:59 bezwang, war zwar der erste Platz außer Reichweite, gleichzeitig stand aber fest, dass das DBB-Team nicht mehr auf Rang vier abrutschen konnte. Mit dem klaren Erfolg gegen Mali gelang schließlich die optimale Ausgangsposition für die Finalrunde.
Schon vor Spielbeginn hatte Frieda Bühner die Marschroute ausgegeben: "Wir müssen der Aggressor sein, von Anfang an." Kapitänin Marie Gülich warnte zusätzlich vor der körperlichen Stärke der Afrikanerinnen, die "sehr physisch, sehr athletisch" auftreten würden.
Vor den Augen von Basketball-Weltmeister Dennis Schröder erwischte Deutschland einen starken Start. Die Defensive ließ Mali kaum zur Entfaltung kommen, während Leonie Fiebich früh den ersten Dreier versenkte. Nach einer kurzen Schwächephase übernahm das DBB-Team endgültig die Kontrolle.
Vor allem Luisa Geiselsöder zeigte ihre bislang beste Turnierleistung und traf hochprozentig. Auch Frieda Bühner überzeugte mit insgesamt 21 Punkten und sorgte mit mehreren erfolgreichen Dreiern für eine komfortable Führung. Unterstützt von einer ausverkauften Arena mit 12.550 Zuschauerinnen und Zuschauern wuchs der Vorsprung bis zur Halbzeit auf 49:32 an.
"Du willst in jedem Spiel besser werden, und das tun sie", sagte Dennis Schröder während der Pause und lobte gleichzeitig die "geile Atmosphäre" in der Berliner Halle.
Auch nach dem Seitenwechsel ließ Deutschland nichts mehr anbrennen. Mali, das zuvor sensationell Spanien geschlagen hatte, fand gegen die konzentriert auftretende deutsche Mannschaft keine Antworten mehr. Ein weiterer Dreier von Geiselsöder sorgte früh für die Vorentscheidung. Am Ende stand ein verdienter 83:58-Erfolg, der das Selbstvertrauen für die K.o.-Phase weiter stärkt.
Bereits am Dienstag wartet in der Qualifikationsrunde Südkorea. Gewinnt Deutschland auch dieses Spiel, trifft das DBB-Team im Viertelfinale auf Europameister Belgien.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Diese Mannschaft macht Lust auf mehr
Nach der deutlichen Auftaktniederlage gegen Spanien hat das deutsche Team die richtige Antwort gegeben. Die DBB-Frauen präsentieren sich geschlossen, leidenschaftlich und nervenstark. Gerade bei einem Heimturnier ist dieser Zusammenhalt ein enormer Vorteil. Mit der Unterstützung des Berliner Publikums scheint für diese Mannschaft noch einiges möglich zu sein. Der Traum von einer WM-Medaille lebt – und wirkt inzwischen realistischer als noch vor wenigen Tagen.
Historischer Hintergrund
Deutschland gehört im Frauenbasketball seit einigen Jahren wieder zur erweiterten Weltspitze. Mit Spielerinnen aus der WNBA und europäischen Topligen entwickelte sich das Nationalteam kontinuierlich weiter. Die Heim-Weltmeisterschaft in Berlin gilt als Meilenstein für den deutschen Basketball und soll dem Frauenbasketball langfristig zusätzlichen Auftrieb geben.
Zukunftsprognose
Mit einem Erfolg gegen Südkorea würde Deutschland ins WM-Viertelfinale einziehen und dort auf Europameister Belgien treffen. Sportlich könnte ein erfolgreicher Turnierverlauf den Frauenbasketball in Deutschland nachhaltig stärken und das Interesse von Sponsoren sowie Nachwuchsspielerinnen weiter erhöhen. Auch wirtschaftlich profitieren Veranstalter, Tourismus und Vermarktungspartner von einer erfolgreichen Heim-WM. Positive Effekte auf börsennotierte Unternehmen bleiben jedoch gering.
Erklärungen
Was ist die WM-Finalrunde?
Nach Abschluss der Gruppenphase spielen die qualifizierten Mannschaften in einer Playoff-Runde um den Einzug ins Viertelfinale. Dort beginnt die klassische K.o.-Phase bis zum Endspiel.
Wer ist Olaf Lange?
Olaf Lange ist Bundestrainer der deutschen Frauen-Basketballnationalmannschaft. Der erfahrene Coach war viele Jahre im internationalen Spitzenbasketball tätig und führte Deutschland zur Heim-Weltmeisterschaft.
OZD-Extras
Mit Dennis Schröder verfolgte der Kapitän der deutschen Basketball-Weltmeister von 2023 das Spiel live in Berlin und sorgte zusätzlich für Motivation auf den Rängen. Seine Unterstützung unterstreicht den wachsenden Stellenwert des Frauenbasketballs in Deutschland.
Gewinnspiel
Gegen welchen Gegner treffen die deutschen Basketballerinnen in der Qualifikationsrunde der WM?
A) Südkorea
B) Belgien
C) Spanien
D) Japan
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.