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Papst Leo XIV kämpft nach Krebsdiagnose um seine Gesundheit

Papst Leo XIV. wurde an der Lunge operiert. Die Krebsdiagnose bestätigt sich, viele Gläubige beten für seine schnelle Genesung.

Fakten im Überblick

Papst Leo XIV. wurde wegen Lungenkrebs am rechten Lungenflügel operiert.

Die Operation verlief erfolgreich, weitere Untersuchungen stehen an.

Gläubige weltweit zeigen Anteilnahme, Papstreise nach Südamerika ist fraglich.

Die Nachricht über die Diagnose Lungenkrebs bei Papst Leo XIV. hat weltweit Betroffenheit und Anteilnahme ausgelöst. Wie der Vatikan mitteilte, stellte sich ein zuvor in der Lunge entdeckter Knoten nach einer Operation als bösartiges "Adenokarzinoms der Lunge" heraus. Um sicherzugehen, dass alle Krebszellen entfernt wurden, operierten die Ärzte den "Unterlappen des rechten Lungenflügels entfernt". Der Eingriff dauerte 90 Minuten und verlief laut offizieller Mitteilung des Heiligen Stuhls ohne Komplikationen.

Noch ist unklar, ob sich der Krebs über die Lunge hinaus ausgebreitet hat, weshalb weitere Untersuchungen laufen. Papst Leo XIV., erst 71 Jahre alt und der erste Papst aus den USA, ist seit seinem Amtsantritt im Mai 2025 für seine sportliche und gesunde Lebensweise bekannt. Nach Angaben des Vatikan war es sein erster Aufenthalt in einem Krankenhaus seit Beginn seines Pontifikats. Die Operation verlief laut Ärzten problemlos: "Die Operation war erfolgreich und es gab keine Komplikationen". Nach drei Stunden im Operationssaal erwachte der Papst normal aus der Narkose und bat auf dem Krankenhauszimmer nach eigenen Angaben um ein Abendessen.

Der Knoten war in "einem sehr frühen Stadium" bei einer Routineuntersuchung festgestellt worden. Zuvor hatte der Papst keinerlei Beschwerden und informierte die Öffentlichkeit persönlich "in den kommenden Tagen" vor dem Eingriff über den Befund. Nun sind sämtliche Audienzen bis zum 20. Oktober abgesagt, voraussichtlich bleibt er eine Woche in der Gemelli-Klinik in Rom. Die geplante Südamerikareise im November nach Uruguay, Argentinien und Peru steht nun auf dem Prüfstand und könnte wegen längerer Genesungszeit verschoben werden. Während sich der Papst nach eigenen Angaben "sehr ruhig" zeigte, beten viele Menschen für ihn. Die Anteilnahme ist groß; Gläubige versammelten sich zu einer Rosenkranzandacht in der Krankenhauskapelle. Eine Italienerin drückte ihre Gefühle mit bewegenden Worten gegenüber AFP aus: "Ich werde viel für ihn beten."

Gesundheitsexperten betonen, dass die Prognose bei frühzeitig entdecktem "Adenokarzinoms der Lunge" oft "sehr, sehr gut" ist. Nach Angaben des US-Lungenverbands beträgt die Überlebensrate bei vollständiger Entfernung in frühen Stadien "80 bis 98 Prozent". Dennoch wird noch entschieden, ob Papst Leo XIV. "eine Chemotherapie, eine Strahlentherapie, eine gezielte Therapie oder eine Immuntherapie gegen das Adenokarzinom braucht". Der weitere Behandlungsplan steht also noch aus.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Krebsdiagnose im Vatikan – Ein Einschnitt für Kirche und Gläubige

Die Krebsdiagnose des Papstes trifft nicht nur die katholische Kirche, sondern Gläubige weltweit ins Mark. Das Oberhaupt der katholischen Kirche mit einer lebensbedrohlichen Krankheit zu konfrontieren, verdeutlicht die Verwundbarkeit auch der höchsten Würdenträger. Gerade der Umstand, dass Leo XIV. bislang als gesund galt und seine Lebensfreude immer wieder öffentlich zeigte, macht die Diagnose für viele Menschen besonders überraschend. Der Vatikan hat transparent reagiert, der Papst selbst ist offen mit seiner Erkrankung umgegangen. Das schafft Vertrauen und spiegelt die Hoffnung wider, dass moderne Medizin selbst bei schwerwiegenden Diagnosen viel erreichen kann. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, wie belastbar das Amt des Papstes in solchen Krisen ist. Es spricht für Leo XIV., dass er trotz eigener Sorge Gelassenheit ausstrahlt und Kraft in seinem Glauben findet. Die Anteilnahme rund um die Welt ist groß, und es ist zu hoffen, dass sie ihm Mut macht. Es wäre nicht überraschend, wenn der Papst gestärkt aus dieser Krise hervorgeht, aber die Kirche muss sich auch auf mögliche Ausfälle bei zentralen Aufgaben einstellen.

Historischer Hintergrund

Seit jeher prägen Gesundheitsprobleme der Kirchenoberhäupter die Geschichte des Papsttums. Papst Leo XIV. ist seit Mai 2025 im Amt und als erster US-Amerikaner als Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt worden. Sein überraschender Krankenhausaufenthalt markiert einen Einschnitt, denn bislang galt er als vital. Frühere schwere Erkrankungen bei Päpsten führten immer wieder zu organisatorischen Umbrüchen und Veränderungen im Vatikan. Auch in der Geschichte gab es nach schwerer Krankheit oder Tod eines Papstes immer wieder Umbrüche oder Anpassungen im Kirchenstaat. Die Diagnose und transparente Kommunikation ist in dieser Form jedoch neu für den Vatikan.

Zukunftsprognose

Die kommenden Wochen sind entscheidend für die weitere Genesung von Papst Leo XIV. Sollte sich sein Gesundheitszustand wie bislang vermutet positiv entwickeln, könnte er seine Amtspflichten in absehbarer Zeit wieder aufnehmen. Bleibt die Genesungsphase länger oder sind weitere Therapien nötig, könnte dies geplante Reisen wie jene nach Südamerika verzögern oder sogar zu einem Ausfall weiterer Verpflichtungen führen. Die katholische Kirche muss sich darauf einstellen, zentrale Aufgaben vorübergehend zu delegieren. International werden Entscheidungen und Erklärungen aus dem Vatikan in der nächsten Zeit verstärkt beobachtet werden. Angesichts positiver medizinischer Prognosen ist die kirchliche Führung weiterhin auf Stabilität ausgerichtet, jedoch bleibt eine vorsichtige Unsicherheit, wie die Krankheit fortschreitet.

Erklärungen

Was ist ein Adenokarzinom der Lunge?

Ein Adenokarzinom der Lunge ist eine Form von Lungenkrebs, die in den Drüsenzellen der Lunge entsteht. Es handelt sich um den häufigsten Lungenkrebstyp bei Nichtrauchern und entsteht häufig in den äußeren Bereichen der Lunge. Früh erkannt, ist die Heilungschance besonders hoch.

Wer ist Papst Leo XIV.?

Papst Leo XIV. wurde 1955 als Robert Francis Prevost in Chicago geboren. Seit Mai 2025 ist er als erster Amerikaner Oberhaupt der katholischen Kirche.

OZD-Extras

Bemerkenswert ist die Teilnahme der Gläubigen weltweit, die für Papst Leo XIV. beten und emotionale Unterstützung zeigen. Die Börsen und der Euro reagierten bislang nicht sichtbar auf die Nachricht aus dem Vatikan, größere wirtschaftliche Auswirkungen zeichneten sich laut aktueller Nachrichtenlage nicht ab.

Gewinnspiel

Welche Krebsart wurde bei Papst Leo XIV. festgestellt?

A) Adenokarzinom der Lunge

B) Leukämie

C) Prostatakrebs

D) Hautkrebs

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.