Fakten im Überblick
Fabian Gratz erreichte beim Riesenslalom in Sölden den sechsten Platz und damit das zweitbeste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere.
Lucas Pinheiro Braathen aus Brasilien gewann vor den Schweizern Loic Meillard und Marco Odermatt. Gratz fehlten 0,46 Sekunden auf das Podest.
Drei der fünf deutschen Starter sammelten Weltcup-Punkte. Anton Grammel wurde 15., Alexander Schmid belegte Rang 21.
Der deutsche Skirennfahrer Fabian Gratz hat beim Auftakt des alpinen Ski-Weltcups in Sölden ein beeindruckendes Ausrufezeichen gesetzt. Auf dem anspruchsvollen Rettenbachgletscher in Österreich belegte der 29-Jährige im Riesenslalom den sechsten Platz und erreichte damit das zweitbeste Ergebnis seiner bisherigen Weltcup-Karriere. Bei schwierigen Wind-, Sicht- und Pistenverhältnissen bewies Gratz seine internationale Konkurrenzfähigkeit. Den Sieg sicherte sich der für Brasilien startende Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen, der die Konkurrenz deutlich hinter sich ließ.
Für Gratz war das Ergebnis ein wichtiger Erfolg nach der Vorbereitung auf die neue Saison. "So startet man gerne in die Saison", erklärte der deutsche Skirennfahrer nach seinem insgesamt vierten Top-Ten-Ergebnis im Weltcup. Lediglich einmal war er mit einem fünften Platz noch besser gewesen. Besonders erfreulich aus deutscher Sicht: Trotz der anspruchsvollen Bedingungen fehlten Gratz lediglich 0,46 Sekunden auf einen Podestplatz. "Im Sommer weiß man nie genau, wo man steht", sagte der Sportsoldat. Umso zufriedener zeigte er sich, dass seine Leistung bereits beim ersten Rennen abrufbar war.
Das Rennen auf dem Rettenbachgletscher verlangte den Athleten außergewöhnlich viel ab. Beide Durchgänge mussten verkürzt werden. Wechselnde Windverhältnisse, eingeschränkte Sicht und unterschiedliche Pistenbedingungen erschwerten eine gleichmäßige Leistung. Gerade unter diesen Umständen überzeugte Braathen mit einer außergewöhnlich starken Vorstellung. Der gebürtige Norweger, der für Brasilien antritt, gewann mit 0,48 Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Slalom-Olympiasieger Loic Meillard. Dessen Landsmann Marco Odermatt folgte mit nur einer weiteren Hundertstelsekunde Rückstand auf Rang drei.
Der Erfolg des Brasilianers könnte bereits zu Saisonbeginn einen spannenden Zweikampf um den Gesamtweltcup ankündigen. Braathen will dem Schweizer Marco Odermatt in diesem Winter die Führung in der Gesamtwertung streitig machen. Mit seinem deutlichen Sieg im ersten Riesenslalom setzte er dafür ein sportliches Zeichen. Allerdings lässt sich aus einem einzelnen Rennen noch keine verlässliche Aussage über den weiteren Saisonverlauf ableiten.
Auch die übrigen deutschen Starter zeigten teilweise erfreuliche Leistungen. Anton Grammel arbeitete sich im zweiten Durchgang vom 30. auf den 15. Platz vor und sammelte damit wichtige Weltcup-Punkte. Alexander Schmid hatte nach dem ersten Lauf sogar auf einem beachtlichen neunten Rang gelegen, fiel im Finale jedoch auf Platz 21 zurück. Jonas Stickinger verpasste als 34. den zweiten Durchgang ebenso wie Weltcup-Neuling Nickco Palamaras, der den 51. Platz belegte.
Nach dem erfolgreichen Auftakt von Emma Aicher konnte damit auch die deutsche Männermannschaft ein positives Ergebnis verbuchen. Insbesondere Fabian Gratz bestätigte mit seinem sechsten Platz, dass er auf anspruchsvollen Riesenslalomstrecken zur erweiterten internationalen Spitze gehören kann. Für den 29-Jährigen bietet dieser Saisonstart eine gute Grundlage, um seine Leistungen bei den kommenden Weltcup-Rennen zu bestätigen.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Fabian Gratz zeigt, dass Deutschland im Riesenslalom mithalten kann
Ein sechster Platz beim Weltcup-Auftakt ist mehr als ein ordentliches Ergebnis. Für Fabian Gratz bedeutet er die Bestätigung, dass er auch unter schwierigen Bedingungen mit der internationalen Spitze konkurrieren kann.
Besonders bemerkenswert ist die geringe Distanz zum Podest. Weniger als eine halbe Sekunde fehlte dem Deutschen zu den besten drei Fahrern. Das zeigt, wie eng die Leistungsunterschiede hinter dem überlegenen Sieger Lucas Pinheiro Braathen waren.
Gleichzeitig sollte das Ergebnis realistisch eingeordnet werden. Ein gelungener Saisonauftakt garantiert noch keine konstanten Spitzenplatzierungen. Entscheidend wird sein, ob Gratz seine Leistung auf unterschiedlichen Strecken und bei wechselnden Bedingungen wiederholen kann.
Für die deutsche Mannschaft ist das Rennen dennoch ein ermutigendes Signal. Drei Fahrer in den Punkterängen bieten eine solide Grundlage für die weitere Saison.
Historischer Hintergrund
Der alpine Ski-Weltcup beginnt traditionell mit Riesenslalomrennen auf dem Rettenbachgletscher oberhalb von Sölden im österreichischen Tirol. Die hoch gelegene Strecke ist bekannt für ihre steilen Abschnitte und anspruchsvollen Bedingungen.
Für die Athleten ist der Auftakt besonders wichtig, weil er erstmals nach der Sommerpause einen direkten Vergleich mit der internationalen Konkurrenz ermöglicht.
Der Riesenslalom gehört zu den technischen Disziplinen des alpinen Skisports. Anders als im Slalom sind die Tore weiter auseinander angeordnet, wodurch neben präziser Technik auch hohe Geschwindigkeiten und eine gute Linienwahl entscheidend sind.
Zukunftsprognose
Fabian Gratz könnte mit seinem starken Ergebnis zusätzliches Selbstvertrauen für die kommenden Riesenslalomrennen gewinnen. Sollte er seine Leistung bestätigen, erscheinen weitere Top-Ten-Platzierungen möglich.
Lucas Pinheiro Braathen hat mit seinem Auftaktsieg seine Ambitionen im Kampf um den Gesamtweltcup unterstrichen. Marco Odermatt bleibt trotz des dritten Platzes ein bedeutender Konkurrent.
Für die deutschen Fahrer wird es darauf ankommen, die positiven Ansätze aus Sölden in den nächsten Rennen fortzusetzen. Besonders Anton Grammels Aufholjagd könnte ihm zusätzlichen Rückenwind geben.
Wer ist Fabian Gratz?
Fabian Gratz ist ein deutscher alpiner Skirennfahrer, der vor allem im Riesenslalom startet. Beim Weltcup-Auftakt 2026 in Sölden erreichte der 29-Jährige mit Platz sechs das zweitbeste Ergebnis seiner bisherigen Karriere.
Wer ist Lucas Pinheiro Braathen?
Lucas Pinheiro Braathen ist ein alpiner Skirennfahrer, der für Brasilien startet. Der gebürtige Norweger gewann den Riesenslalom zum Weltcup-Auftakt in Sölden vor Loic Meillard und Marco Odermatt.
Warum ist der Riesenslalom in Sölden so anspruchsvoll?
Die Strecke auf dem Rettenbachgletscher liegt in großer Höhe und besitzt steile Abschnitte. Wechselnde Sicht, Wind und Pistenverhältnisse können die Bedingungen zwischen einzelnen Fahrern erheblich verändern.
Wie werden Weltcup-Punkte im Riesenslalom vergeben?
Im alpinen Ski-Weltcup erhalten die besten 30 Fahrer eines Rennens Punkte. Der Sieger bekommt 100 Punkte, der Zweitplatzierte 80 und der Drittplatzierte 60. Für Platz sechs werden 40 Punkte vergeben.
OZD-Extra – Warum Hundertstelsekunden im Skisport entscheidend sind
Beim alpinen Skirennsport können kleinste Unterschiede in der Linienwahl über mehrere Platzierungen entscheiden. Eine etwas weitere Kurve, ein kurzer Verlust des Kantengriffs oder eine ungünstige Passage reichen aus, um wertvolle Zeit zu verlieren.
Das zeigte sich auch beim Weltcup-Auftakt in Sölden. Zwischen dem zweitplatzierten Loic Meillard und dem drittplatzierten Marco Odermatt lag lediglich eine Hundertstelsekunde.
Für Fabian Gratz betrug der Rückstand auf das Podest nur 0,46 Sekunden. Diese geringe Differenz macht deutlich, wie nah der Deutsche an einem noch größeren Erfolg war.
Gewinnspiel
Welchen Platz belegte Fabian Gratz beim Riesenslalom-Weltcup-Auftakt 2026 in Sölden?
A: Platz drei
B: Platz vier
C: Platz sechs
D: Platz zehn
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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.