Fakten im Überblick
Friedrich Merz fordert, Selenskyj zum G20-Gipfel in Miami einzuladen.
Putin wurde von Trump eingeladen, er hat aber bisher nicht zugesagt.
Merz sieht keine ernsthafte russische Verhandlungsbereitschaft für Frieden.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat deutlich gemacht, dass beim G20-Gipfel in den USA im kommenden Monat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Tisch sitzen müsse, falls Russlands Präsident Wladimir Putin der Einladung von US-Präsident Donald Trump folgt. Merz sagte bei einer Pressekonferenz mit Selenskyj in Berlin, „dann muss zuallererst über die Ukraine gesprochen werden“. Er fügte hinzu: „Und wenn über die Ukraine gesprochen wird, dann muss der Präsident der Ukraine mit am Tisch sitzen“. Für Merz wäre es „völlig inakzeptabel, dass Drittstaaten über das Schicksal der Ukraine sprechen, ohne die Ukraine daran zu beteiligen“.
Er betonte, solche Gespräche müssten „zu einem Waffenstillstand führen, und sie müssen zu einem Friedensabkommen in der Ukraine führen“. Gleichzeitig räumte Merz ein, dass „es jedem Gastgeber frei stehe, Gäste einzuladen“. Er sehe „der Vorbereitung und der Durchführung dieses G20-Treffens in Miami mit Interesse entgegen“. Bislang gibt es aus Moskau keine Zusage zur Einladung von Trump; der Gipfel findet in einem Golfclub des US-Präsidenten in Florida statt. Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20.
Nach dem Treffen mit Selenskyj bekräftigte Merz, dass er bisher „keine ernsthafte Verhandlungsbereitschaft Russlands“ sehe. Er forderte, „dass Russland wirklich ernsthaft Verhandlungen über einen Waffenstillstand, über ein nachfolgendes Friedensabkommen“ führen müsse. Er schloss: „Ich sehe das bisher nicht“. Merz betonte, die Unterstützer der Ukraine seien „auf jeder Ebene darum bemüht, diesen Krieg zu einem Ende zu bringen - und wir lassen es auch an keiner diplomatischen Bemühung fehlen“.'],'kommentar':{'titel':'Selenskyj am Tisch ist politische Notwendigkeit für G20','absaetze':['Friedrich Merz stellt mit seinen Forderungen klar, dass die Ukraine bei Friedensbemühungen um das eigene Land nicht außen vor gelassen werden darf. Dass er Gespräche ohne Beteiligung Selenskyjs für „völlig inakzeptabel“ hält, ist ein wichtiges Zeichen. Die Einladung Putins durch Trump zum G20-Gipfel zeigt, wie groß der Gesprächsbedarf ist, doch ohne ukrainische Mitsprache wird daraus kein Fortschritt. Merz’ Skepsis gegenüber der russischen Verhandlungsbereitschaft unterstreicht die Dringlichkeit diplomatischer Anstrengungen. Prognose: Ohne die Ukraine am Tisch bleibt der G20-Gipfel Symbolik, mit ihr kann echte Verständigung auf internationaler Ebene gelingen.']},'historischer_hintergrund':[
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Selenskyj am Tisch ist politische Notwendigkeit für G20
Friedrich Merz stellt mit seinen Forderungen klar, dass die Ukraine bei Friedensbemühungen um das eigene Land nicht außen vor gelassen werden darf. Dass er Gespräche ohne Beteiligung Selenskyjs für „völlig inakzeptabel“ hält, ist ein wichtiges Zeichen. Die Einladung Putins durch Trump zum G20-Gipfel zeigt, wie groß der Gesprächsbedarf ist, doch ohne ukrainische Mitsprache wird daraus kein Fortschritt. Merz’ Skepsis gegenüber der russischen Verhandlungsbereitschaft unterstreicht die Dringlichkeit diplomatischer Anstrengungen. Prognose: Ohne die Ukraine am Tisch bleibt der G20-Gipfel Symbolik, mit ihr kann echte Verständigung auf internationaler Ebene gelingen.
Historischer Hintergrund
Der russische Angriff auf die Ukraine und dessen internationale Folgen bestimmen seit 2022 viele diplomatische Initiativen. Die G20-Gipfeltreffen dienen regelmäßig als wichtiges Forum für Gespräche zwischen den führenden Industrie- und Schwellenländern – oft auch im Kontext globaler Krisen. Für dieses Jahr liegt der Vorsitz in den Händen der USA, Gastgeber ist US-Präsident Donald Trump. Mit Miami als Austragungsort wurde ein symbolträchtiger Ort für politische Gespräche gewählt. Bisher war es immer wieder Gegenstand von Diskussionen, ob Russland und die Ukraine zu direkten Verhandlungen am Rande solcher Treffen zusammenkommen sollen.
Zukunftsprognose
Sollte Putin der Einladung der USA zum G20-Gipfel folgen, hängt alles davon ab, ob die Ukraine bei Gesprächen zur eigenen Zukunft vertreten ist. Eine Beteiligung Selenskyjs könnte neue Bewegung in diplomatische Bemühungen bringen – insbesondere dann, wenn alle Parteien Bereitschaft zu Kompromissen zeigen. Politisch würde ein gemeinsamer Dialog das Ansehen der G20 stärken. Bleibt Selenskyj außen vor, drohen Kritik und zusätzliche Spannungen zwischen den beteiligten Staaten. Wirtschaftlich bleiben Unsicherheiten bestehen, solange keine Fortschritte in Richtung Waffenstillstand oder Friedensvertrag erzielt werden. Der unmittelbare Ausgang bleibt offen, es sind sowohl Chancen als auch Risiken präsent.
Erklärungen
Was ist der G20-Gipfel
Der G20-Gipfel ist das jährliche Treffen der führenden Industrie- und Schwellenländer. Diskutiert werden globale Wirtschafts- und Sicherheitsfragen.
Wer ist Wolodymyr Selenskyj
Wolodymyr Selenskyj ist seit 2019 Präsident der Ukraine. Er steht seit dem russischen Angriff im Mittelpunkt internationaler Friedensbemühungen.
OZD-Extras
Der nächste G20-Gipfel soll erstmals im Golfclub des US-Präsidenten Donald Trump in Miami stattfinden. Politische Dynamiken und Märkte könnten auf diplomatische Entwicklungen beim Gipfel sensibel reagieren. Friedenssignale könnten den europäischen Aktienmärkten Auftrieb geben, bleiben sie jedoch aus, ist eher Zurückhaltung zu erwarten.
Gewinnspiel
In welchem US-Bundesstaat findet der kommende G20-Gipfel statt?
A) Kalifornien
B) Texas
C) Florida
D) New York
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.